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„Müssen uns die Leute suchen“ Heldt zählt Profis an! Wer fliegt jetzt aus der FC-Elf?

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Sportchef Horst Heldt (r.) vertraut weiter auf Coach Markus Gisdol – trotz der Pleite des 1. FC Köln gegen Union Berlin.

Köln – Schluss mit Kuschelkurs und Ausreden, jetzt geht es den FC-Verlierern an den Kragen!

Während Trainer Markus Gisdol (51) trotz 18 Bundesliga-Spielen in Serie ohne Sieg und Platz 17 weiter das Vertrauen von Horst Heldt (50) genießt, müssen die Profis um ihre Plätze bangen. Kölns Sportboss droht mit Konsequenzen! 

Horst Heldt will beim 1. FC Köln „noch intensiver filtern“

Heldt kündigte am Tag nach der ernüchternden 1:2-Pleite gegen Union Berlin an: „Wir müssen uns die Leute suchen, die bereit sind, konsequenter zu handeln. Das wird die Aufgabe für diese Woche sein.“ Heißt konkret: Wer nicht mitzieht, fliegt aus dem Team!

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Das große Problem: „Die krassen individuellen Fehler, die wir produzieren, kommen nicht immer von denselben Spielern, das wäre dann einfacher zu händeln. Deswegen müssen wir jetzt noch intensiver filtern, wer in dieser schwierigen Situation in der Lage ist, mit dem Druck umzugehen und konstante Leistungen zu bringen – statt grobe Fehler zu produzieren.“

Heldts Worte klingen wie nach der Union-Pleite vor einem Jahr. Damals war der FC nach einem 0:2 an der Alten Försterei auf den letzten Platz abgestürzt. Gisdol hatte anschließend ein Testspiel gegen die U21 durchgeführt und Jan Thielmann (18) zu den Profis befördert. Birger Verstraete (26), Marco Höger (31) und Lasse Sobiech (29) dagegen standen anschließend kein einziges Mal mehr in der Startelf.

1. FC Köln: Reihenweise schwache Auftritte gegen Union Berlin

Wem droht dieses Mal die Bank oder gar Tribüne?

Rafael Czichos (30) erlebte am Sonntag einen Abend zum Vergessen, hatte an beiden Gegentreffern seinen Anteil. Er ist einer derjenigen, der seine Aussetzer einfach nicht abgestellt bekommt. Sein Abwehrkollege Sebastiaan Bornauw (21) flog schon gegen Union aus der ersten Elf.

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Enttäuschung nach Abpfiff: Rafael Czichos (l.) und Timo Horn

Dominick Drexler (30) fehlte die von Heldt angesprochene Konsequenz im Spiel nach vorne (hier die Einzelkritik des 1. FC Köln). Sinnbildlich war eine vielversprechende Kontersituation zu Beginn der zweiten Halbzeit, die der Mittelfeldspieler im Nichts verpuffen ließ.

Ondrej Duda (25) musste gegen Union gelb-rot-gefährdet ausgewechselt werden. Der Ex-Herthaner wirkt – von seinen Standards mal abgesehen – häufig wie ein Fremdkörper im FC-Spiel. Gleiches gilt für Sebastian Andersson (29), doch bekanntlich fehlen im Angriff die Alternativen.

Ismail Jakobs (21) bringt zwar das von Gidol gewünschte Tempo mit, allerdings kommt dabei nichts raus. Der Senkrechtstarter der vergangenen Saison kreiert derzeit null Gefahr. Mehr Konstanz muss auch Salih Özcan (22) zeigen, der aber zumindest körperlich dagegenhält.

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Horst Heldt am Montagmorgen nach der Niederlage gegen Union Berlin am Geißbockheim

Und BVB-Leihgabe Marius Wolf (25) kann der Mannschaft gewiss weiterhelfen – jedoch nicht als Rechtsverteidiger. Auch Gisdol ist alles andere als glücklich mit dieser Lösung, sieht Wolfs Qualitäten in der Offensive.

Ellyes Skhiri zeigt Reaktion nach Bremen-Aus

Dass eine Denkpause auf der Bank helfen kann, zeigt das Beispiel Ellyes Skhiri (25). Der Tunesier hatte in Bremen 90 Minuten zuschauen müssen und war Sonntagabend gegen Berlin mit Abstand der beste Kölner. Die richtige Reaktion!

Gisdol kündigte direkt nach der Union-Pleite an: „Wir müssen klar analysieren und hart sprechen mit den Jungs.“ Der FC-Coach bekommt noch Zeit, aus seinen Sieglos-Profis eine funktionierende Mannschaft zu formen.

Horst Heldt über Markus Gisdol: „Solange wir überzeugt sind...“

„Solange wir überzeugt sind, werden wir an ihm festhalten – und wir sind überzeugt“, gibt Heldt dem Trainer erneut Rückendeckung, erhöht den Druck auf Gisdol aber auch: „Wir müssen die Probleme lösen, da ist der Trainer genauso in der Verantwortung wie die Spieler.“

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Markus Gisdol (r.) und Co-Trainer Frank Kaspari konnten gegen Union Berlin nicht zufrieden mit ihrer Mannschaft sein.

Doch Gisdol ist für den Sportboss nicht das Hauptproblem: „Ich habe dieses Jahr noch keine einzige Ansprache gehört, in der man darauf hingewiesen hat, fahrlässige Fehler zu machen. Was überhaupt nichts bringt, ist, die Situation auf einzelne herunter zu brechen – jeder ist gefordert und muss seiner Verantwortung gerecht werden.“

Horst Heldt erwartet Reaktion von Profis des 1. FC Köln

Trotz der schier unlösbaren Aufgabe bei Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr) erwartet der FC-Boss nun eine Reaktion: „Am Ende können es immer nur die Spieler richten. Wir müssen sie begleiten und intensiv beobachten, ihnen das Handwerkszeug mitgeben. Das tut das Trainerteam nach wie vor. Die Spieler müssen es umsetzen.“

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Hoffnung auf Besserung kann aber auch Heldt nicht verbreiten: „Ich will hier keinem etwas verkaufen, was nicht zu verkaufen ist. Wenn man nur drei Punkte hat, ist es verdammt schwierig, ernüchternd und frustrierend. Wir müssen weiter in Ruhe arbeiten, dürfen uns aber nicht in die Tasche lügen.“

Die FC-Profis müssen endlich zeigen, dass sie bereit für den Abstiegskampf sind!

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