„Dürfen uns nicht in die Tasche lügen“ FC-Boss Heldt kündigt Konsequenzen an

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FC-Sportchef Horst Heldt wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.

Köln – 1:2 gegen Union Berlin, das war der nächste Nackenschlag für den 1. FC Köln im Abstiegskampf!

Bei der Mannschaft von Markus Gisdol (51) sind weder in der planlosen Offensive noch in der zuverlässig patzenden Defensive Fortschritte zu erkennen. Die Leistung gegen Union (hier die Einzelkritik des 1. FC Köln) hat die zarten Hoffnungen auf Besserung – nach zuvor nur einer Pleite in vier Partien – zerstört.

Horst Heldt steht weiter hinter Markus Gisdol

Wie reagiert Horst Heldt (50) auf die fünfte Saison-Niederlage im achten Spiel und den Absturz auf Platz 17? Kölns Sportchef nimmt vor allem die Mannschaft in die Pflicht und kündigt personelle Konsequenzen an!

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Montagvormittag sprach Heldt am Geißbockheim über...

…die Pleite gegen Union: „Ich bin enttäuscht und sicherlich nicht der einzige, der schlecht geschlafen hat. Wenn man die Eindrücke mitnimmt, kommt man schwer ins Bett, die lassen sich nicht wegschieben. Natürlich bin ich verärgert über die Niederlage – weil es sich wiederholt, dass wir Niederlagen kassieren, die unnötig sind. Wir hatten die Hoffnung, dass wir zu Hause einen Dreier einfahren. Das haben wir nicht geschafft, aber nicht, weil der Gegner so viel besser war, sondern weil wir nicht konsequent auf dem Platz agieren und dem Gegner die Tore schenken. Der Elfmeter war das Ende einer komplett unnötigen Fehlerkette.“

…Konsequenzen: „Wir müssen einfach konsequenter agieren und uns die Leute suchen, die bereit sind, konsequenter zu handeln. Das wird die Aufgabe für diese Woche sein. Die krassen individuellen Fehler, die wir produzieren, kommen aber nicht immer von denselben Spielern, das wäre dann einfacher zu händeln. Deswegen müssen wir jetzt noch intensiver filtern, wer in der schwierigen Situation in der Lage ist, mit dem Druck umzugehen und konstante Leistungen zu bringen, keine groben Fehler zu produzieren.“

…Hoffnungsschimmer: „Dass wir gestern auch hätten gewinnen können. Ich muss aber schon aufpassen, was ich sage. Ich will hier keinem etwas verkaufen, was nicht zu verkaufen ist. Wir müssen es realistisch einordnen. Wenn man nur drei Punkte hat, ist es verdammt schwierig. Im Detail gibt es sicherlich Sachen, die zur Hoffnung beitragen. Ich will nicht respektlos klingen, aber es macht keinen Sinn, diese nach außen zu transportieren. Am Ende haben wir ein Ergebnis, das wieder nicht gelungen ist. Wir müssen ruhig und sachlich weiterarbeiten. Irgendwelche Statements machen im Augenblick keinen Sinn. Wir haben drei Punkte, das ist ernüchternd und frustrierend.“

…die Rückendeckung für Trainer Gisdol: „Es bleibt dabei. Wir müssen die Probleme lösen, da ist der Trainer genauso in der Verantwortung wie die Spieler auch. Aber ich habe dieses Jahr noch keine einzige Ansprache gehört, in der man darauf hingewiesen hat, grobe, fahrlässige Fehler zu machen. Von daher sind alle in der Pflicht. Was überhaupt nichts bringt, ist, die Situation auf einzelne herunter zu brechen – jeder ist gefordert und muss seiner Verantwortung gerecht werden. Nicht erst seit gestern. Am Ende können es immer nur die Spieler richten. Wir müssen sie begleiten und intensiv beobachten, ihnen das Handwerkszeug mitgeben. Das tut das Trainerteam nach wie vor. Die Spieler müssen es umsetzen – wir müssen filtern, wer dazu in der Lage ist.“

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Markus Gisdol (r.) und Co-Trainer Frank Kaspari konnten gegen Union Berlin nicht zufrieden mit ihrer Mannschaft sein.

...Kontinuität auf der Trainerposition: „Es ist wichtig, das zu machen, wovon wir überzeugt sind. Wir sind nach wie vor überzeugt und werden daran festhalten.“

...die destruktive Spielweise: „Die Wahrnehmung ist verständlich. Wir müssen versuchen, Fehler zu minimieren, was dazu führt, dass wir vorsichtiger agieren. Wir wissen, dass das kein dauerhaftes Erfolgsrezept ist. Wir müssen in den Modus kommen, selbst zu agieren. Diesen Spagat bekommen wir aber noch nicht hin.“

...fehlende Torchancen aus dem Spiel: „Ich kann mich an zwei Situationen erinnern. Wir müssen gewisse Situationen besser ausspielen. Wir spielen es nicht gut, das müssen wir in der Offensive verbessern. Wir haben Gelegenheiten, spielen sie aber nicht vernünftig zu Ende. Da fehlt die letzte Konsequenz.“

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...den Ernst der Lage: „Die Situation ist mit dem Union-Spiel nicht besser geworden. Es ist sehr schwierig, keine Frage. Mit einem Unentschieden hätten wir auch eine Diskussion gehabt, wären aber über dem Strich gewesen. Wir müssen weiter in Ruhe arbeiten. Wir dürfen uns dabei nicht in die Tasche lügen, das machen wir auch nicht. Das wäre der größte Fehler, den wir machen könnten. Es ist einfach nicht gut, dass wir zum wiederholten Mal ein Spiel verlieren, was wir nicht hätten verlieren dürfen.“

...die Stimmung im Verein: „Die Leute sind unzufrieden. Das merkt man, obwohl sie nicht ins Stadion dürfen. Ich kann das auch verstehen. Die Fans machen sich Sorgen um ihren Verein. Wir nehmen wahr, dass sie wütend und enttäuscht sind. Dem müssen wir uns stellen. Es ist unsere Verantwortung, dass wir wieder Ergebnisse liefern. Das gelingt aber nur, wenn man sachlich und realistisch weitermacht.“

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