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Aus dem Schnee in die SonneFC hebt nach Spanien ab – zwei Überraschungen dabei

Aktualisiert

Für den 1. FC Köln ging es am Freitag ins Spanien-Trainingslager. Die Wetterverhältnisse dort sind deutlich angenehmer als noch in Köln.

Am Freitagmorgen rollten die FC-Profis ihre Koffer noch über letzte Schneereste auf dem Geißbockheim-Parkplatz Richtung Mannschaftsbus, wenige Stunden später warteten dann frühlingshafte 16 Grad und Sonnenschein an der spanischen Costa Blanca auf die Reisegruppe aus der Domstadt.

Der 1. FC Köln hat am Freitag (2. Januar 2026) sein Trainingslager in La Nucía vor den Toren von Benidorm bezogen und bereitet sich im Süden auf die verbleibenden 19 Saisonspiele in der Bundesliga vor. Neben den arrivierten Kräften saßen auf Wunsch von Trainer Lukas Kwasniok (44) auch einige Nachwuchskräfte im Flieger Richtung Alicante.

FC mit vielen Talenten ins Trainingslager

In der Defensive war bereits zu erwarten, dass der personelle Engpass zumindest im Trainings-Alltag durch Talente aufgefangen werden soll. In Yannick Mausehund (19) und Cenny Neumann (18) sind zwei Verteidiger im Trainingslager-Kader, die schon zuvor im Training Profi-Luft schnuppern durften.

Überraschender war da schon, dass der FC für die Einheiten in Spanien auf ein Torwart-Quartett setzt, das hinter Marvin Schwäbe (30), Ron-Robert Zieler (36) und Matthias Köbbing (28) von U19-Keeper Mikolaj Marutzki (18) komplettiert wird.

Der Deutsch-Pole ist in dieser Saison der sichere Rückhalt in der Junioren-Auswahl von Stefan Ruthenbeck (53), überzeugte auch schon bei den internationalen Auftritten in der Youth League und beendete das Jahr mit zwei Startelf-Einsätzen für die U21 in der Regionalliga West.

Als Lohn für die Entwicklung in der bisherigen Spielzeit gibt es jetzt die ersten Einblicke in den Profi-Alltag beim FC, wo Marutzki sich einiges von Kapitän Schwäbe und Weltmeister Zieler abschauen kann.

Neuland sind die Einheiten mit Bundesliga-Stars wie Said El Mala (19) oder Jakub Kaminski (23) auch für Stürmer Bernie Lennemann (22). Er schloss das Kalenderjahr mit vier Toren aus den jüngsten drei Regionalliga-Spielen ebenfalls formstark ab und rückte nun erstmals in den Trainings-Kader von Kwasniok.

Der großgewachsene Angreifer (1,87 Meter) ging einen heutzutage eher ungewöhnlichen Karriere-Weg und durchlief kein Nachwuchs-Leistungszentrum eines Profi-Klubs.

Stattdessen wechselte Lennemann vor einem Jahr von der SG Finnentrop/Bamenohl aus der Oberliga Westfalen in die Kölner U21, war zuvor beim FC Lennestadt unweit seiner Geburtsstadt Olpe ausgebildet worden und hatte im Seniorenbereich anfangs in der sechstklassigen Westfalenliga gekickt.

Die Rückrunde der vergangenen Spielzeit brauchte Lennemann noch zur Anpassung an Regionalliga-Verhältnisse, machte in den vergangenen Monaten dann aber entscheidende Schritte nach vorne.

In La Nucía darf er sich nun gemeinsam mit den ebenfalls beförderten Sturm-Talenten Youssoupha Niang (19) und Fynn Schenten (18) beweisen und womöglich auf Einsatz-Minuten im FC-Test gegen den FC Lugano am 5. Januar hoffen.