Nach Pleiten-, Pech- und Spacken-Woche Doppelpack! Elvis schießt FC zum Derby-Wunder

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Das Tor des Tages: Elvis Rexhbecaj (1. FC Köln) schiebt zum 2:1 ein.

Mönchengladbach – „Diese Wellenbewegungen machen mich kirre.“ Markus Gisdol (51) über das Auf und Ab in dieser Saison. Doch diese Derby-Welle nimmt der Trainer des 1. FC Köln gerne mit! Der FC siegte am Samstag (6. Februar) im Derby bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:1) – dank Doppelpacker Elvis Rexhbecaj. Nach der Posse um den Beinahe-Medienchef, dem peinlichen Pokal-Aus bei  Zweitligisten Jahn Regensburg und dem Eklat um das Bus-Video bei der Abfahrt nun das Derby-Wunder. Ein megawichtiger Sieg im Abstiegskampf.

  • 1. FC Köln gewinnt Derby bei Borussia Mönchengladbach
  • Elvis Rexhbecaj der Matchwinner für den 1. FC Köln
  • Erster Derby-Sieg in Gladbach seit 2016

1. FC Köln feierte 2016 den letzten Sieg in Mönchengladbach

Gladbach-Coach Marco Rose (44) hatte seine Mannschaft auf sieben Positionen verändert. „Wir müssen das Derby annehmen. Am Ende wird man sehen, ob ich Recht hatte. Sie werden um ihr Leben laufen, wir müssen unsere Qualität zeigen.“

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Doch es war der FC, der zuletzt im November 2016 durch das legendäre Tor des Jahres von Marcel Risse gewonnen hatte, der im Kühlschrank Borussia-Park direkt auf Temperatur war. Nach 2 Minuten 15 Sekunden hatte Ondrej Duda einen Geistesblitz und schickte Elvis Rexhbecaj mit einem Traumpass auf die Reise. Die Wolfsburg-Leihgabe schlug noch einen Haken und schweißte zum frühen 1:0 ein. Ein Traumstart für den FC!

Rexhbecaj erzielte damit das drittschnellste Derby-Tor der Geschichte. Schneller waren nur Rainer Bonhof (1972) und Heinz Flohe (1966) gewesen – jeweils in der 1. Minute.

Die erste Viertelstunde sah das Kölner Spiel sehr gefällig aus, der FC machte die Räume geschickt dicht und ließ Gladbach nicht zur Entfaltung kommen. „Meine Mannschaft weiß seit Dortmund, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können. Wir müssen aber in jedem Bundesliga-Spiel an unser Maximum kommen“, sagte Gisdol vor dem Spiel gegen den haushohen Favoriten.

Borussia nutzt die erste Unachtsamkeit gegen den 1. FC Köln

Leider reichte eine Unaufmerksamkeit für Borussias Ausgleich aus. Florian Neuhaus hatte am Kölner Strafraum zu viel Platz und zog aus dem Getümmel ab. Pechvogel Jorge Meré fälschte den Schuss schließlich unhaltbar für Keeper Timo Horn ab.

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Der Ausgleich: Florian Neuhaus zieht ab. Der Ball wird erst von Salih Özcan, dann von Jorge Mere abgefälscht.

Doch es blieb auch nach dem Rückschlag dabei: Der FC war absolut im Derby-Modus. Kampf, Wille und Leidenschaft stimmten – sogar spielerisch sah das sehr ordentlich aus.

Patrick Herrmann mit üblem Foul gegen den 1. FC Köln

Große Aufregung dann in der 27. Minute: Herrmann ging mit offener Sohle gegen Skhiri zu Werke. Der Gladbacher traf seinen Gegenspieler am Schienbein und konnte von Glück sagen, dass es Schiedsrichter Christian Dingert bei dieser Aktion bei einer Gelben Karte beließ. Da hätte man auch Rot zeigen können – Jorge Meré und Sebastiaan Bornauw waren für ähnliche Fouls in jüngster Vergangenheit vom Platz geflogen. Doch wie brüllte Torschütze Rexhbecaj kurz vor dem Halbzeitpfiff zu Recht: „Das hier ist ein Derby!“

Elvis Rexhbecaj bester Kölner Torschütze

Auch nach dem Wechsel ließ die Borussia den großen Siegeswillen vermissen und sich von den Kölnern einlullen. Wieder war es der überragende Elvis Rexhbecaj, in Halbzeit eins mit sensationeller 100-Prozent-Zweikampfquote, der hellwach war, Stefan Lainer den Ball abluchste und den FC erneut in Führung brachte – mit fünf Saisontreffern ist die Wolfsburger Leihgabe bester Kölner Torschütze.

Für Statistiker: Es war erst der zweite Derby-Doppelpack eines Kölners in diesem Jahrtausend, der erste gelang dem langjährigen Kapitän Miso Brecko beim 2:4 im März 2009.

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Torschütze und Zweikämpfer: Elvis Rexhbecaj (1. FC Köln) setzt sich am 6.2. im Derby gegen Jonas Hofmann von Borussia Mönchengladbach durch.

Der zweitbeste Kölner, Spielmacher Ondrej Duda, hatte bei einem Konter wenig später sogar das 3:1 auf dem Fuß. Völlig verrückt, hätte doch kaum jemand auf einen FC-Sieg gesetzt – stattdessen war nur darüber spekuliert worden, ab welcher Höhe eine Niederlage für Coach Gisdol das Aus bedeuten könnte.

„Ich persönlich kann mit dem Druck umgehen. Man muss nur fair bei der Betrachtung bleiben“, sagte der Trainer nach dem Spiel und strahlte: „Der Klub ist verrückt, aber ich liebe diesen Klub auch!“

Elvis Rexhbecaj: 1. FC Köln wollte Wiedergutmachung

Dieses Mal stand noch mehr seine Mannschaft mit dem Rücken zur Wand, nachdem sie die Fanseele mit dem Pokal-Aus und dem „Spacken-Skandal“ unter der letzten Woche so sehr verletzt hatte.

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Mit dem Derbysieg gelang ein großes Stück Wiedergutmachung dafür. Ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt! Matchwinner Rexhbecaj happy: „Wir wollten kompakt stehen und nach dem Dämpfer unter der Woche Wiedergutmachung leisten.“ Ist gelungen!

Kapitän Timo Horn: „Die kämpferische Leistung war nach alldem, was im Vorfeld passiert ist, aller Ehren wert. Der Derby-Sieg tut ganz Köln gut.“

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