Hammer-Liga & keine Kohle Bei Abstieg droht FC die schwerste Aufstiegs-Mission

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Der 1. FC Köln beim überlebenswichtigen Heimsieg gegen Schalke am 22. Mai 2021

Köln – Noch zweimal 90 Minuten alles oder nichts. Dann steht fest, ob der FC in der Bundesliga bleibt oder zum siebten Mal absteigt. Köln muss in der Relegation gegen Holstein Kiel (Hinspiel am Mittwoch, 26. Mai, 18.30 Uhr, DAZN) liefern. Denn während der zwingend nötige Umbruch in der Bundesliga schwierig, aber lösbar ist, würde ein erneuter Abstieg wohl noch schwerer wiegen als der 2012.

  • Bundesliga-Relegation: 1. FC Köln gegen Holstein Kiel
  • Mission Wiederaufstieg wäre für den FC schwerer denn je
  • Friedhelm Funkel: Positiv-Trend in der Relegation fortsetzen

Allein schon sportlich: Wenn man sich diese neue 2. Bundesliga anschaut, kann einem schon jetzt angst und bange werden...

Stärkste 2. Bundesliga aller Zeiten – mit 1. FC Köln?

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Mit Schalke 04 und Werder Bremen stehen zwei ruhmreiche Absteiger fest, die so schnell wie möglich wieder hoch wollen. Dazu kommen Traditionsklubs wie der Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf, Hannover 96, 1. FC Nürnberg und St. Pauli. Wundertüten wie der SV Darmstadt, Karlsruher SC und SC Paderborn, starke Aufsteiger wie Dynamo Dresden oder Hansa Rostock mit ordentlich Fan-Power – und immer wieder Überraschungen.

Das wird wohl die stärkste Zweite Liga aller Zeiten!

Schalke plant etwa mit einem Personaletat von 32 Millionen Euro das Unternehmen Wiederaufstieg, sicherte sich Top-Torjäger Simon Terodde (33) und konnte sich seit Wochen auf den Abstieg vorbereiten. 

Werder hat es schon schwerer, finanziell sieht es düster aus, der Etat dürfte auf unter dreißig Millionen Euro sinken. Rivale HSV hat es im vierten Zweitliga-Jahr noch schwerer, kann nur noch rund 20 Millionen Euro ausgeben. Und doch ist das Ziel das Gleiche: Aufstieg!

Auch beim FC würde wieder hochwollen, finanziell aber ginge es um die Existenz, der derzeitige Kader wäre rund 26 Millionen Euro teuer, einige Profis dürften den Klub aber mit Ausstiegsklauseln verlassen. Eine Reihe von Leih-Rückkehrern macht die Kaderplanung nicht einfacher. Zudem hätte der FC eine weitere Woche verloren.

Anders als noch 2018, als man der Krösus der Liga war, wäre die Erstliga-Rückkehr für Köln unter diesen Voraussetzungen alles andere als ein Selbstläufer.

Sportchef Horst Heldt (51), angesprochen auf die Hammer-Liga, sagt: „Ich mache mir mehr Gedanken darüber, wie es in der Bundesliga aussieht. Da bin ich ein bisschen abergläubisch. Aber natürlich müssen wir uns mit beiden Szenarien auseinandersetzen, das haben wir auch intensiv getan.“

Horst Heldt: Klassenerhalt für 1. FC Köln sportlich wie finanziell „enorm wichtig“

Dabei sollte ihm klar geworden sein, dass es in der neuen Spielzeit deutlich schwerer werden dürfte, in die Bundesliga aufzusteigen als im Oberhaus den Klassenerhalt zu schaffen. Zumal der FC aufgrund der Corona-Krise und der eigenen Fehlplanungen anders als nach dem Abstieg 2018 kaum in den Kader investieren könnte!

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FC-Sportchef Horst Heldt beim 1:0-Sieg gegen Schalke am 22. Mai 2021

Heldt: „Alle wissen, dass ein Abstieg mit Umsatzverlusten verbunden wäre. Allein schon durch die TV-Verteilung müssten wir viel kürzertreten. Ohnehin ist es nicht ganz so einfach durch die Pandemie. Es ist sportlich wie finanziell enorm wichtig für den Klub, in der Liga zu bleiben.“

Zweite Liga: Schalke 04 sieben Millionen Euro TV-Geld mehr als der FC

So würde der FC wegen des Bremer Abstiegs in der TV-Tabelle einen zusätzlichen Platz nach oben steigen, alleine das dürfte rund drei Millionen Euro Mehr-Einnahmen ausmachen. Insgesamt würde der FC auf rund  45 Millionen Euro hoffen können. In der Zweiten Liga wäre der FC nur Dritter in der TV-Geld-Tabelle mit rund 17 Millionen Euro und satten sieben Millionen Euro weniger als der FC Schalke!

Friedhelm Funkel: „Dann haben wir große Chancen, in der Bundesliga zu bleiben“

Nach der Last-Minute-Erlösung gegen Schalke ist Heldt durchweg optimistisch, dass die Rettung gelingt: „Weil die Mannschaft in den letzten Spielen gezeigt hat, dass sie unbedingt in der Liga bleiben will.“

Köln geht als Favorit in die Relegation, darf die zuletzt schwächelnden und ausgepumpten Kieler aber auf keinen Fall unterschätzen – noch ist nichts erreicht!

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Trainer Friedhelm Funkel (67), der den FC mit zehn Punkten aus sechs Spielen auf Platz 16 geführt hat, sagt: „Wir wollen unseren Trend, der sehr positiv ist, mit auf den Platz nehmen. Auch spielerisch hat die Mannschaft, die erste Halbzeit gegen Freiburg ausgenommen, überzeugt. Darauf liegt unser Fokus. Wenn wir das auf den Platz bringen, haben wir große Chancen, in der Bundesliga zu bleiben. Davon bin ich überzeugt.“

Sonst droht (mindestens) ein ganz, ganz schweres Zweitliga-Jahr....

Das erhöht den Druck auf die FC-Profis zusätzlich, doch Heldt weiß: „Die Mannschaft hatte in den vergangenen Wochen immer diesen Druck. In Berlin war es ganz wichtig, einen Punkt zu holen und nicht unter die Räder zu kommen. Gegen Schalke mussten wir gewinnen. Die Mannschaft hat diese Drucksituation schon vielfach durchleben müssen und richtig gute Leistungen abgeliefert.“ 

Jetzt fehlen noch zwei Schritte, um den Klub endgültig vor der Zweitklassigkeit zu bewahren. Zumal es auch sportlich in der Bundesliga viel einfacher laufen könnte: Mit Arminia Bielefeld und den Aufsteiger VfL Bochum und Greuther Fürth gehen gleich drei Klubs mit einem Mini-Etat ins Rennen. Der FC könnte also auch im Oberhaus den Umbruch vorantreiben. Diese Chance darf sich Köln nicht verbauen!

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