Zoff zwischen Edeka und Granini Kunden sauer – beliebte Säfte im Supermarkt-Regal fehlen

Eine Seniorin beim Einkauf in einer Edeka-Filiale in Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg)

Wegen einer Preiserhöhung herrscht zwischen Edeka und dem Getränkehersteller Eckes-Granini Uneinigkeit. Das im April 2020 aufgenommene Foto zeigt eine Seniorin beim Einkauf in einer Edeka-Filiale in Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg).

Die Fronten zwischen Edeka und dem Getränkehersteller Eckes-Granini verhärten sich. Darunter leidet nicht zuletzt die Kundschaft, die in Edeka-Filialen nun vergebens nach Granini-Säften sucht. Eine Einigung ist vorerst nicht in Sicht. 

Hamburg/Nieder-Olm. Wegen eines Konflikts zwischen der Supermarkt-Kette Edeka und dem Safthersteller Eckes-Granini stehen Edeka-Kunden bei der Suche nach Hohes-C- und Granini-Säften nun erst mal vor leeren Regalen. Grund für die Uneinigkeit zwischen Edeka und Granini ist eine Preiserhöhung.

Der Getränkehersteller Eckes-Granini erklärte dies mit steigenden Kosten für nachhaltige Verpackungen.

Mit Rewe konnte offenbar schnell eine Einigung erzielt werden. Anders sieht es bei Edeka aus. Die Leidtragenden sind vor allem die Kunden. 

Wie das Portal „watson.de“ berichtet, seien selbst die Lager der Edeka-Filialen leer, „das komplette Sortiment“ sei bei der Großhandlung nicht mehr verfügbar, wird ein Kaufmann zitiert.

Streit zwischen Edeka und Granini: Keine Hohes-C- und Granini-Säfte mehr im Supermarkt

Der Getränkehersteller mit Sitz in Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) sagte gegenüber der „Lebensmittelzeitung“: „Wir bedauern die gegenwärtige Situation sehr, werden uns aber zu laufenden Gesprächen mit unseren Handelspartnern nicht öffentlich äußern.“

Eckes-Granini ist der führende Anbieter von Fruchtsäften und fruchthaltigen Getränken in Europa. Bereits 2019 hat die Eckes-Granini Gruppe den „Sustainable Juice Covenant“ (SJC) der Nachhaltigkeitsinitiative „The Sustainable Trade Initiative“ (IDH) unterzeichnet. Damit hat sich der Fruchtsaftproduzent verpflichtet, bis spätestens 2030 ausschließlich Säfte und Smoothies anzubieten, deren gesamte Lieferkette bis hin zum Obstanbau die im SJC festgeschriebenen Nachhaltigkeitsstandards erfüllt.

Edeka erklärt seinen Kunden in den Märkten mithilfe von Plakaten die aktuelle Situation: Schuld seien nach Ansicht des Hamburger Unternehmens demnach die „harten Verhandlungen“ mit Granini.

Fans der Granini-Säfte müssen vorerst also auf andere Säfte oder das Einkaufen bei anderen Supermärkten, etwa Rewe, ausweichen.

Dabei sind Hohes-C und Granini zwei der stärksten Vertreter unter den Fruchtsäften. Wenn Kunden nun woanders einkaufen, gehen Edeka  Einnahmen flöten. Auch für die Kundschaft bleibt zu hoffen, dass sich die beiden Parteien doch noch auf einen Kompromiss einigen können. (jba) 

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