Abo

Ratten-Alarm in KölnDarum wird's jetzt für jeden richtig teuer

Ratten holen sich Futter in einer Einkaufstüte.

Copyright: Michael Bause

Ratten sind in Köln aufgrund dichter Bebauung und Nahrungsüberangebots ein ständiges Thema. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Ratten im Garten? Darum wird es jetzt richtig teuer.

Ein unerwarteter Gast im Kölner Garten sorgt für Panik: eine Ratte. Doch die Zeiten, in denen man einfach in den Baumarkt ging, um Gift zu besorgen, sind vorbei. Der Verkauf von Ködern mit Wirkstoff an Privatpersonen ist nun untersagt.

Das kostet der Ratten-Ärger jetzt extra

Diese neue Regelung hat zur Folge, dass man einen Fachmann beauftragen muss. Das treibt die Kosten in die Höhe. Besonders in dicht besiedelten Gebieten wie Köln oder entlang des Rheins wird dies zu einer finanziellen Belastung, die keiner erwartet hat. Der einzig legale Weg führt nun zum Schädlingsbekämpfer, wie Kai Scheffler vom Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verband laut einem Bericht des „Westfälischen Anzeigers“ klarstellt.

Geduldsprobe: Warum der Kammerjäger nicht sofort hilft

Doch selbst mit einem Experten an der Seite ist die Sache nicht schnell erledigt. Das sofortige Auslegen von Gift ist nicht mehr erlaubt. Neue Vorschriften verlangen, dass der Befall zuerst zweifelsfrei bestätigt wird, etwa durch Beobachtung mit Ködern ohne Wirkstoff. Erst wenn sicher ist, dass die Ratten davon naschen, darf das eigentliche Gift zum Einsatz kommen. Ein Vorgehen, das wertvolle Zeit kostet.

Eigentümer können einiges tun, damit Ratten sich auf dem Grundstück nicht wohlfühlen.

Copyright: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-tmn

Eigentümer können einiges tun, damit Ratten sich auf dem Grundstück nicht wohlfühlen. (Symbolbild)

Währenddessen vermehren sich die Schädlinge ungestört weiter – ein riesiges Problem, besonders in den eng bebauten Wohnvierteln von NRW. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kapazitäten der Fachbetriebe in Metropolen wie Köln oder dem Ruhrgebiet wegen der gestiegenen Anfragen oft am Limit sind.

Die Tücken von Schlagfallen & Co.

Wie sieht es mit den althergebrachten Schlagfallen aus? Fachleute warnen vor deren Verwendung im Freien. In NRW stellen sie eine tödliche Bedrohung für andere Tiere dar, zum Beispiel für Vögel, Eichhörnchen oder Erdkröten. Zudem sind Ratten clever und umgehen häufig simple Fallen. Lebendfallen wiederum schaffen das Dilemma, wie man das gefangene Tier anschließend tierschutzkonform beseitigt.

Vorbeugen ist besser (und billiger!)

Der wirksamste Schutz vor explodierenden Kosten bleibt die Prävention. Fachleute in Nordrhein-Westfalen appellieren daher eindringlich an mehr Sauberkeit im eigenen Garten und Haus. Dazu gehört, keine Essensreste auf den Kompost zu werfen, Mülltonnen immer fest zu verschließen und keine Lebensmittel in der Toilette zu entsorgen. Auch Tierfutter sollte nicht offen zugänglich sein und Vorräte gehören in fest verschlossene Behälter.

Wer diese simplen Grundsätze beachtet, minimiert die Gefahr eines Rattenbefalls drastisch und bewahrt so sein Portemonnaie vor den immens gestiegenen Ausgaben bei der Bekämpfung von Schädlingen. (jag)

Hojicha Tee als ganzes Blatt und als Pulver

Matcha bekommt Konkurrenz

Das ist Hojicha, die milde Alternative mit weniger Koffein