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Rund 16 Millionen wurden investiertSo schön ist der Kölner Tanzbrunnen geworden

Blick auf die Bühne des Kölner Tanzbrunnens.

Copyright: Daniela Decker

Die neue Bühne und die neuen Schirme im Kölner Tanzbrunnen. Am 9. Mai 2026 wird die Open-Air-Anlage wieder eröffnet.

Die Modernisierung des Kölner Tanzbrunnens steht kurz vor dem Abschluss. Die Bühne wurde erweitert und mit neuen Lautsprechertürmen versehen, die markanten Schirme davor erneuert.

Noch wird gebohrt, gehämmert und geschweißt. Aber schon jetzt ist sichtbar, wie schick der Kölner Tanzbrunnen nach umfassender Sanierung und Erweiterung geworden ist. Und die beste Nachricht: Alles wird rechtzeitig fertig.

„Wir haben die Maßnahme im Kosten- und Terminrahmen abgewickelt“, sagte der technische Betriebsleiter Torsten Leesmeister-Zawacki von der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln am Mittwoch (29. April 2026) mehrmals voller Stolz.

Tanzbrunnen Köln: Eröffnung nach Modernisierung mit Cat Ballou

Das Budget von rund 16 Millionen Euro für die Modernisierung wurde eingehalten. Passend zur Saisoneröffnung am 9. Mai mit dem Konzert von Cat Ballou soll der letzte Bauzaun verschwunden sein. 12.500 Gäste können dann erstmals das neue Ambiente bestaunen.

„Ich bin total begeistert“, sagte Koelncongress-Geschäftsführer Ralf Nüsser beim Gang über die Open-Air-Anlage. Über 40 Veranstaltungen hat er in diesem Jahr im Kalender stehen, daher war ein pünktlicher Bauabschluss extrem wichtig. „Die Bauteams haben hier bei Regen, Schnee und Hagel durchgehalten. Das enge Zusammenspiel zwischen den Beteiligten war phänomenal.“

Denn im Tanzbrunnen mussten mehrere Gesichtspunkte beachtet werden. „Das gesamte Ensemble samt Staatenhaus steht unter Denkmalschutz“, sagte Stadtkonservator Dr. Thomas Werner. „Die Sanierung hat den Charakter erhalten, den es zu erhalten galt.“

Blick auf die Fläche im Kölner Tanzbrunnen.

Copyright: Daniela Decker

Damit noch mehr Gäste bei Regen im Trockenen stehen, wurden vier neue Schirme im historischen Look auf dem Gelände errichtet.

Das Gelände im Kölner Rheinpark blickt auf eine lange Geschichte. Bereits in den 20er-Jahren wurde der Brunnen im Zentrum des Geländes errichtet. 1949 wurde dieser mit einer Plattform versehen, auf der sonntags Tanztee-Veranstaltungen stattfanden.

Zur Bundesgartenschau 1957 entwarf Architekt Professor Frei Otto das Sternwellenzelt über der Tanzfläche. Zudem wurde vom Kölner Architekten Hans Schilling ein Bühnenhaus an der jetzigen Stelle der Bühne errichtet. „Die Zeltkonstruktion war ein Vorläufer für den Münchner Olympiapark“, sagt Werner und unterstreicht damit das historische Erbe der Anlage.

Dr. Thomas Werner erläutert Ralf Nüsser die Aufgaben des Denkmalschutzes.

Copyright: Daniela Decker

Stadtkonservator Dr. Thomas Werner (r.) erläuterte auf der Baustelle die Herausforderungen der Modernisierung. Ralf Nüsser, Geschäftsführer von Kölncongress, hörte aufmerksam zu.

1971 wurden die markanten Trichter-Schirme vor der Bühne errichtet. „Sie waren eine Reminiszenz an den Rheinpark und sollten wie aufgehende Tulpen aussehen.“ Ursprünglich waren die Schirme sogar im Winter einklappbar. Die wichtigste Aufgabe bei der Modernisierung war es nun, den historischen Charakter des Geländes zu behalten, gleichzeitig aber den neuesten Konzertanforderungen anzupassen und eine bessere Sicht auf die Bühne zu ermöglichen.

Die fünf Schirme wurden formgleich ersetzt, sind jetzt höher und zudem durch vier weitere ergänzt worden, damit noch mehr Gäste bei Regen trocken bleiben und besser die Bühne im Blick haben. Das ursprüngliche Bühnenhaus ist weiter erkennbar, jedoch durch ein zweites in Messing-Gold-Ton umbaut worden. Die alten Schirme wurden eingelagert. Sie werden saniert und sollen anschließend an zentralen Punkten des Rheinparks wieder aufgebaut werden.

Blick auf die Bühne im Kölner Tanzbrunnen.

Copyright: Daniela Decker

Die neuen, höheren Schirme ermöglichen einen besseren Blick auf die Bühne, auch aus den hinteren Reihen.

„Selbst der Bodenbelag ist noch aus dem Jahr 1971“, erläuterte Leesmeister-Zawacki. „Die Betonsteine wurden aufgenommen und wieder neu verlegt. Dabei kam es auch zu den einzigen nennenswerten Problemen und Verzögerungen wegen Kampfmittelfunden im Boden.“ Im Oktober 2025 begannen die Umbauarbeiten, inzwischen ist man weitestgehend fertig.

Neu ist auch die Soundtechnik in zwei Türmen neben der Bühne. Nüsser unterstrich noch einmal, wie wichtig den Musikstars inzwischen eine entsprechende Lautstärke auf dem Gelände ist, ohne dass diese jedoch für Anwohnende und Gäste zur Belastung werden darf. Ein kleiner Soundcheck zeigte: Die Open-Air-Saison kann kommen.

Parkplätze in Köln fallen weg: Anwohner Christof Preiß (rechts, Planungsingenieur in der Baubranche) war skeptisch und hat zusammen mit seinen Nachbarn Andreas Benez und Nadine Krachten nachgemessen.

„Was soll ich dann noch tun?“

Parkplatz-Kahlschlag sorgt für Riesen-Frust in Köln