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Rhein in Flammen in der RheinaueMeldung sorgte noch für Nervosität – jetzt ist alles vorbei

Die 40. Auflage von Rhein in Flammen in der Bonner Rheinaue: Der Freitagabend endete mit einer Drohnenshow.

Copyright: IMAGO/Marc John

Die 40. Auflage von Rhein in Flammen in der Bonner Rheinaue: Der Freitagabend endete mit einer Drohnenshow.

Ein Besuch bei Rhein in Flammen in der Bonner Rheinaue gehört für viele dazu. Jetzt ist es vorbei – und der Abschied war spektakulär.

Schluss, aus, vorbei: Rhein in Flammen in seiner jetzigen Form ist Geschichte. Das 40. und letzte Mal wurde in der Rheinaue gefeiert – und es war ein würdiger Abschied.

Dabei hatte die Wettervorhersage zunächst für Nervosität gesorgt: Für Samstag waren Gewitter und Windböen angekündigt. Die Koordinierungsgruppe von Rhein in Flammen beobachtete die Vorhersagen engmaschig, um bei Bedarf umgehend Maßnahmen ergreifen zu können. Am Ende zogen die Gewitter vorbei – außer ein paar Regentropfen blieb Bonn verschont, und gefeiert werden konnte unbeschwert.

Freitag: Tausende bei Sonnenschein in der Rheinaue

Den Auftakt machte bereits der Freitag (1. Mai): Tausende Menschen strömten bei strahlendem Sonnenschein in die Bonner Rheinaue. Die Band Völkerball begeisterte zahlreiche Besuchende mit Musik und einer beeindruckenden Pyro- und Flammenshow. Die Bühne „Frequenz Fabrik“ lockte Fans der elektronischen Musik an, und die zahlreichen Fahrgeschäfte liefen bereits ohne Pause.

Besonderes Highlight am Freitagabend: Die erste Drohnenshow des Wochenendes erzählte von Beethovens Reise durch die Welt – ein emotionaler Einstieg ins Jubiläumswochenende.

Samstag: 30 Minuten Lichtershow zum 40. Geburtstag

Der eigentliche Höhepunkt folgte am Samstagabend: Eine knapp 30-minütige Lichtershow über der Rheinaue setzte 40 Jahre Festivalgeschichte in Szene. Die Kombination aus Drohnenshow und Feuerwerk stand ganz im Zeichen von „40 Jahre Rhein in Flammen“. Synchron zur musikalischen Begleitung wurden Bilder aus der Festivalgeschichte emotional inszeniert, der Himmel über der Rheinaue in eindrucksvolle Licht- und Farbeffekte getaucht. Zahlreiche bewegte Drohnenbilder bezauberten die Zuschauenden – darunter die Bonner Skyline und deutsche Liedklassiker wie Nenas „99 Luftballons“.

Aus besonderer Perspektive erlebten den Abend die Passagiere des Schiffskonvois: 13 festlich beleuchtete Schiffe setzten sich bei Einbruch der Dunkelheit von Mehlem aus in Gang und trafen zum großen Finale auf Höhe der Rheinaue ein. Vier Feuerwerke und zahlreiche Illuminationen entlang des Rheins begleiteten den Konvoi. Auch an der Beueler Rheinseite in Oberkassel verfolgten tausende Menschen das Spektakel.

Feuerwerk erstmals ohne bodennahe Elemente

Wie bereits vorab angekündigt, hatte die Stadt Bonn gemeinsam mit der ausrichtenden RiF GmbH dieses Jahr verschiedene Anpassungen beim Feuerwerk vorgenommen. Erstmals wurde auf das bodennahe Feuerwerk am Rheinauensee verzichtet, um die Auswirkungen auf den Brutraum der Wasservögel zu mindern.

Das bereits in den Vorjahren deutlich verkürzte Höhenfeuerwerk wurde zudem in größerer Entfernung von den sensiblen Bereichen am Auensee gestartet als bislang. Die Drohnenshow am Samstag wurde ausgedehnt und nahm einen noch größeren Anteil der Lichtershow ein.

Ab 2028 zieht das Fest in die Innenstadt

Kathrin Krumbach, Leiterin der Veranstaltungskoordination der Stadt Bonn, zog ein positives Fazit: „Rhein in Flammen 2026 hat einmal mehr gezeigt, was diese Veranstaltung so besonders macht: die einzigartige Verbindung aus spektakulärer Lichtershow, Musik und einem vielfältigen Familienprogramm mit großer Strahlkraft für Bonn und die gesamte Region.“ Zum 40. Geburtstag habe man „einen gebührenden Abschied aus der Rheinaue“ gefeiert. 

2027 legt das Event eine konzeptionelle Pause ein – auch weil in der Rheinaue Sanierungsarbeiten anstehen. Ab 2028 zieht Rhein in Flammen dann in die Bonner Innenstadt: ein modernes, urbanes Stadtfest mit zentralen Plätzen, beiden Rheinpromenaden und einem stärkeren Fokus auf nachhaltige Formate wie Drohnenshows und Lichtkunst. (mg)

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