Neue Sauger, neue Papierkörbe, mehr Toiletten – Köln setzt seinen Masterplan Sauberkeit Schritt für Schritt um. Doch es gibt noch viel zu tun.
Pizza-Kartons, Kippen und DreckKöln hat die Nase voll – Kampf gegen den Saustall

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Unter anderem bekommt Köln neue, größere Mülleimer – zudem kommt bereits der „RheinSauger“ zum Einsatz.

Wer durch die Kölner Innenstadt schlendert, kennt das Bild: überfüllte Papierkörbe, Kippen auf dem Pflaster, Pizza-Kartons im Gebüsch.
Doch die Stadt hat die Nase voll vom Dreck – und handelt. Der Masterplan Sauberkeit, den der Rat der Stadt Köln im Dezember 2024 beschlossen hat, ist längst in der Umsetzung. Jetzt zieht die Verwaltung Bilanz.
Der „RheinSauger“ macht sauber
Das vielleicht auffälligste neue Werkzeug im Kampf gegen den Kölner Schmutz: die sogenannten RheinSauger.
Die Spezialgeräte des Abfallwirtschaftsbetriebs der Stadt Köln (AWB) sind sowohl mit einem Sauger als auch mit einem Hochdruckreiniger ausgestattet. Aktuell sind sie in der Innenstadt und in Kalk im Einsatz.
Weitere Stadtteile sollen folgen, wenn geeignete Standorte für die Geräte gefunden werden. Ab 2027 könnte die Ausweitung starten.
Pizza-Karton passt bald in den Papierkorb
Ein echter Aufreger bisher: Pizza-Kartons, die einfach neben dem Papierkorb landen, weil sie nicht reinpassen. Das soll sich ändern.
Die AWB hat eine Ausschreibung für 100 neue Papierkörbe gestartet, die größer sind, eine breitere Einwurföffnung haben – und nebenbei auch noch verhindern, dass Flüssigkeiten auslaufen.
Ab Sommer 2026 sollen die neuen Körbe in der Innenstadt aufgestellt werden und die bisherigen Modelle „Colonia“ und „Rakete“ ergänzen bzw. ersetzen.
Mehr Toiletten für die Stadt
Wer in Köln mal muss, hat es oft schwer. Doch das Angebot an öffentlichen Toiletten wächst. Seit 2025 wurden an fünf neuen Standorten sogenannte SHS-Toiletten (Sitzen-Hocken-Stehen) eingerichtet – unter anderem am Neumarkt-West, an der Kostgasse und am Bahnhofsvorplatz.
Das spezielle Modell soll gerade an Brennpunkten mit Drogenkonsum oder Obdachlosigkeit helfen, Fäkalien im öffentlichen Raum zu reduzieren. Insgesamt betreibt die AWB derzeit 29 feste Toilettenanlagen sowie zahlreiche mobile Angebote.
Problem sind allerdings weiterhin die wilden Müllkippen in der Stadt. Vor allem an Containerstationen, wo Glas oder Altkleider entsorgt werden können, wird häufig Sperrmüll abgestellt.
Und wer zahlt das alles?
Die Maßnahmen werden über die Abfallgebühr und die Straßenreinigungsgebühr finanziert – also letztlich von den Kölnerinnen und Kölnern selbst.
Nur das Toilettenkonzept läuft über den städtischen Haushalt. Die Verwaltung betont, dass die veranschlagten Budgets bisher planmäßig eingehalten werden.
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