Das geplante „Trauben- & Hopfenfest“ auf dem Chlodwigplatz ist geplatzt – seit 2026 gelten härtere Vorschriften.
Betrifft auch AlkoholKölner Fest geplatzt – auf diesem Platz gelten neue Verbote

Copyright: Alexander Schwaiger
Der Chlodwigplatz an Karneval – dieses Fest ist genehmigt.

Groß angekündigt, nie genehmigt: Das „Trauben- & Hopfenfest“, das vom 30. April bis zum 3. Mai auf dem Chlodwigplatz in der Südstadt stattfinden sollte, findet nicht statt.
Was zunächst wie ein vielversprechendes Südstadt-Event klang, entpuppte sich als klassisches Eigentor. Der Veranstalter hatte auf seiner Homepage bereits nach Ausstellern gesucht und in diversen Online-Medien fleißig Werbung für das Fest geschaltet.
Neues Konzept für den Chlodwigplatz – was jetzt nicht mehr erlaubt ist
Aufmerksame Bürger, Vereine vor Ort sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik wurden auf die Werbung aufmerksam und informierten die Stadt. Die musste dann selbst aktiv werden.
Ende März 2026 wandte sich die Stadt Köln schriftlich an den Veranstalter und machte unmissverständlich klar: Sollte ein Antrag gestellt werden, müsste dieser abgelehnt werden. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt auf EXPRESS.de-Nachfrage.
Der Grund: Das geplante Fest entspreche nicht den Vorgaben des neuen Vergabekonzepts für Veranstaltungen auf dem Chlodwigplatz.
Dieses Konzept, das die Stadt Köln am 31. März 2026 öffentlich bekannt gemacht hat und den Zeitraum 2026 bis 2030 regelt, legt klare Spielregeln fest. So sind auf dem Chlodwigplatz ausdrücklich keine kommerziellen Anbieter erlaubt, Veranstaltungen müssen einen Bezug zur Südstadt aufweisen – und: Märkte, die primär der Abgabe von Alkohol dienen, sind schlicht verboten.
Auf das Schreiben der Stadt habe der Veranstalter bis heute nicht reagiert, erklärt die Stadt. Einen Antrag habe er ebenfalls nicht gestellt. Die Stadt Köln stellt daher klar: Formal wurde nichts abgelehnt oder untersagt – es gab schlicht nichts zu entscheiden. Auch EXPRESS.de versuchte am Mittwoch (29. April) den Veranstalter zu erreichen, ohne Erfolg.
Der Chlodwigplatz ist für die Bewohnerinnen und Bewohner der Südstadt mehr als nur ein Platz – er ist ein Stück städtische Identität. Das Vergabekonzept schützt ihn als öffentlichen Freiraum: Maximal sieben Veranstaltungen pro Jahr sind erlaubt, Großzelte sind verboten, und der Platz muss auch während Veranstaltungen für alle zugänglich bleiben.
Karneval weiterhin kein Problem auf dem Chlodwigplatz
Feste wie das traditionelle „Spill an d'r Vringspooz“ vom Reiter-Korps Jan von Werth an Weiberfastnacht, die Durchführung der Karnevalszüge oder der Weihnachtsmarkt haben hier ihren festen Platz – ein kommerzielles Hopfenfest ohne Südstadt-Bezug dagegen nicht.
Für alle, die sich bereits auf Wein und Bier unter freiem Himmel gefreut hatten: Am Kölner Rheinufer findet das „Trauben- & Hopfenfest“ schon seit Jahren statt. Da ist es bekannt – und genehmigt.
Sind solche Verbote gerechtfertigt? Was meint ihr? Meldet euch bei uns! Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen. Oder schreibt mir an matthias.trzeciak@kstamedien.de
Hau raus!
Werde Leserreporter/in
