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Aldi, Edeka, Rewe & Co. Nächste Preis-Explosion in Supermärkten und Discountern – zwei besonders teuer

Die hohe Inflation treibt die Lebensmittelpreise nach oben, zuletzt sind auch die Eigenmarken in Supermärkten und Discountern teurer geworden. Unser Archivbild (2015) zeigt einen Einkaufswagen von Aldi Nord.

Die hohe Inflation treibt die Lebensmittelpreise nach oben, zuletzt sind auch die Eigenmarken in Supermärkten und Discountern teurer geworden. Unser Archivbild (2015) zeigt einen Einkaufswagen von Aldi Nord.

Egal ob beim Benzinpreis, bei der Energie oder bei Lebensmitteln: Die Deutschen greifen in diesem Jahr wesentlich tiefer in die Tasche. Und eine weitere Teuerungswelle könnte noch kommen. Analysen zeigen, wo sich die Preissteigerungen in den Supermärkten und Discountern am meisten bemerkbar machen. 

Zwar hat sich die Inflationsrate zuletzt auf einen Wert unter dem hohen Stand von 7,9 Prozent im Mai eingependelt, lag im Juli bei 7,5 etwas niedriger – doch dafür hatten deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher auf anderen Gebieten unter vielen Preissteigerungen zu leiden.

Auch die Nahrungsmittelpreise sind zuletzt von Monat zu Monat immer teurer geworden, die Steigerung lag hier im Durchschnitt auf Jahressicht bei zuletzt 14,8 Prozent. Hinzu kommt die Gasumlage ab Oktober, der Wegfall des 9-Euro-Tickets und des Tankrabatts, welche das Geld im Portemonnaie zusätzlich schrumpfen lassen. 

Aldi, Edeka, Rewe & Co.: Nächste Preisexplosion bei Eigenmarken

Seit vielen Wochen machen sich diese Preissteigerungen auch in den Supermärkten und Discountern bemerkbar. Zuletzt haben viele Händler damit geworben, dass ihre Eigenmarken wesentlich günstiger seien als die teuren Markenprodukte – nicht zuletzt der US-Süßigkeitenkonzern Mars hat das zu spüren bekommen, als von Netto offensiv gegen die „Mondpreise“ gewettert wurde.

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Allerdings zeigt nun eine Analyse der „Lebensmittelzeitung“, dass es längst nicht die Markenprodukte sind, die zuletzt wesentlich teurer worden sind. 

Die Analystinnen und Analysten haben für die Studie der Preisvergleichs-App Smhaggle die Preise verschiedener Produkte von Discountern und Supermärkten gegenüber dem Jahresbeginn 2022 verglichen. Und dabei den Fokus aus die meist günstigeren No-Name-Produkte der Unternehmen gelegt. Die legen die Handelsketten selbst fest.

Demnach hat Aldi den Preis seiner Eigenmarken um 18 Prozent angehoben. Bei Edeka und Rewe sind die Preissprünge sogar noch deutlicher – die Eigenmarken Gut & Günstig (Edeka) und ja! (Rewe) wurden laut Smhaggle um satte 24 Prozent teurer in den vergangenen siebeneinhalb Monaten.

Aldi, Edeka, Rewe & Co.: Markenprodukte mit geringerem Anstieg

Zum Vergleich: Die Markenprodukte wurden um 12,8 Prozent (Edeka) und 11,8 Prozent (Rewe) teurer. Bei Aldi stieg der Preis hier um 9,2 Prozent. Diese Preise werden mit den Herstellern gemeinsam festgelegt – und pendeln sich daher meist in einem ähnlichen Rahmen ein. 

Dass Gut & Günstig, ja! und Co. teurer geworden sind, hat sich jedenfalls für die Handelsketten gelohnt, wie die „Lebensmittelzeitung“ weiter berichtet. Bei Edeka habe das für ein Umsatzplus von 15 Prozent gesorgt, bei Rewe von neun Prozent. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Supermärkte insgesamt fast vier Prozent Umsätze verloren haben. 

Kundinnen und Kunden, die jeden Cent umdrehen müssen, laufen offenbar wieder vermehrt in die Discounter: Die haben zwei Prozent an Marktanteil gewinnen können, konnten das erste Halbjahr mit einem leichten Plus abschließen.

Ein Ende der Preisspirale ist dennoch nicht in Sicht: Die Hitzewelle sorge für höhere Futterkosten in der Milch- und Fleischindustrie. Molkereiprodukte wie Quark und Sahne waren stark im Preis gestiegen, auch Eier. Gut möglich, dass der Wochenendeinkauf noch teurer wird als ohnehin schon. (mg)

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