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Mehr als nur MedikamenteDiese kostenlosen Services bietet Ihre Apotheke jetzt an

Ein Schild mit dem Apotheken-Logo

Copyright: Monika Skolimowska/dpa

Mehr als nur Medikamente: Apotheken bieten seit 2022 pharmazeutische Dienstleistungen an.

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Kostenlose Dienste in der Apotheke, die Leben retten können.

Mehr als nur Pillen holen: Eure Apotheke bietet krasse Gratis-Leistungen! Kaum einer kennt sie, dabei können sie Leben retten. Und bald kommt noch mehr dazu.

Dass man in der Apotheke Arzneien bekommt, ist logisch. Doch das ist nur die halbe Miete. Bereits heute sind Impfungen gegen Grippe (für alle ab 18) und Corona (ab 12 Jahren) im Herbst möglich. Eine neue Regelung, die sogenannte Apothekenreform, wird das Service-Angebot demnächst ausbauen. Im Gespräch sind zusätzliche Impf-Möglichkeiten, zum Beispiel gegen FSME und Tetanus, und unter gewissen Voraussetzungen sogar die Entnahme von Blutproben.

Welche Angebote könnt ihr aber heute schon nutzen? Wir zeigen drei Beispiele für pharmazeutische Dienstleistungen, deren Bezahlung die gesetzliche Kasse trägt. Ein wichtiger Hinweis: Weil dafür Fortbildungen erforderlich sind, hat nicht jede Filiale diese Leistungen im Programm.

Pillen-Chaos im Griff? Der große Medikamenten-Check

Die Gefahr von unerwünschten Effekten oder Interaktionen wächst mit der Anzahl der eingenommenen Pillen. Eine Medikationsanalyse schafft hier Abhilfe. Alle zwölf Monate hat jeder ein Recht auf diese Prüfung, der fünf oder mehr vom Arzt verschriebene Arzneien verwendet. Laut der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) kann man den Dienst auch eher wahrnehmen, wenn mindestens drei neue Präparate hinzukommen.

Während des Besuchs prüft das Fachpersonal sämtliche Arzneien, die ihr nutzt – dazu zählen auch rezeptfreie Mittel wie Schmerztabletten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sogar Nahrungsergänzungsmittel zum Gespräch mitzubringen. Denn beispielsweise Kalzium kann die Effektivität von Arzneien verändern. Zum Schluss gibt es eine Bewertung möglicher Gefahren sowie einen brandneuen und kompletten Plan für eure Medikation.

Blutdruck zu hoch? So wisst ihr, ob die Pillen helfen

Helfen die Pillen gegen Hochdruck wirklich? Eine erste Bewertung erhaltet ihr unkompliziert in der Apotheke. Jeder, der ein blutdrucksenkendes Medikament verordnet bekommen hat, kann laut ABDA alle zwölf Monate eine gratis Messung durchführen lassen. Eine frühere Kontrolle ist möglich, falls das Mittel oder die Dosierung angepasst wurde.

Für ein aussagekräftiges Ergebnis wird der Blutdruck während des Termins dreimal direkt nacheinander kontrolliert, informiert die ABDA. Weicht ein Wert stark ab, obliegt die finale Entscheidung zur Medikamenten-Anpassung jedoch immer dem behandelnden Arzt oder der Ärztin.

Asthma-Spray & Co.: So inhaliert ihr richtig

Menschen mit Asthma oder COPD erhalten häufig Arzneien zum Inhalieren. Aber der Wirkstoff erreicht die Lunge nur in ausreichender Menge bei korrekter Handhabung. Die ABDA warnt, dass Fehler beim Gebrauch zudem unangenehme Folgen wie Pilzinfektionen im Mundraum haben können.

Um das zu vermeiden, lasst euch den Inhalator in der Apotheke detailliert zeigen und probiert die Handhabung unter fachkundiger Beobachtung. Ein Recht darauf hat jeder, dem erstmalig so ein Gerät verordnet wurde oder der in den vergangenen zwölf Monaten keine Schulung bekam. Der Dienst kann nach einem Jahr oder bei einem Wechsel des Geräts wieder in Anspruch genommen werden.

Spezial-Hilfe für Krebs- und Transplantationspatienten

Eine besondere Unterstützung in der Apotheke gibt es auch für Krebspatienten, die eine Chemo- oder Antihormontherapie als Tabletten durchführen. Dasselbe Angebot richtet sich an Personen, die nach einer Organtransplantation Arzneien zur Immunsuppression benötigen. Die Beratung dient in beiden Situationen dazu, Gefahren durch die Kombination von Medikamenten zu erkennen.

Findet mit einem Schnellcheck auf dem Infoportal der ABDA heraus, ob eine dieser Leistungen für euch persönlich relevant ist. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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