KI fürs Geld: Chance oder Gefahr? Deutsche sind gespalten.
KI regelt die FinanzenMehrheit fürchtet Betrug, doch viele wollen KI-Entscheidungen

Copyright: Monika Skolimowska/dpa
Die Menschen in Deutschland blicken mit gemischten Gefühlen auf den KI-Einsatz bei Finanzdienstleistungen. (Symbolbild).
Was, wenn eine KI bald dein ganzes Geld managt? Das klingt nach Science-Fiction, aber genau das wollen schon 27 Prozent der Deutschen, wie eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom enthüllt. Einer von vier hat sogar schon Chatbots wie ChatGPT um finanzielle Tipps angehauen.
Aber dieser Offenheit für neue Technik steht eine massive Angst gegenüber: Eine riesige Mehrheit von 62 Prozent sorgt sich vor einem größeren Risiko für Geld-Betrug durch KI. Die Studie offenbart eine tiefe Spaltung: 56 Prozent betrachten den KI-Einsatz bei Finanzen als Möglichkeit, während 40 Prozent ihn für eine Bedrohung halten.
Große Sorge vor Betrug durch KI
Für die Erhebung hat man 1.004 Personen hierzulande ab 16 Jahren interviewt. Der Präsident von Bitkom, Ralf Wintergerst, stellt klar, dass KI die Finanzwelt schon heute umkrempelt. Langfristig werde wohl kein Geldhaus mehr ohne sie klarkommen.
Er warnt aber zugleich: „Viele Verbraucherinnen und Verbraucher müssen von dem Nutzen einer Finanz-KI aber noch überzeugt werden.“ Geldangelegenheiten seien eine Sache des Vertrauens. „Daher müssen KI-Anwendungen gerade hier transparent, sicher und in ihren Aussagen nachvollziehbar sein.“
Online-Banking ist längst Standard
Die Befragung legt auch offen, wie digital die Bundesbürger bei ihrem Geld schon aufgestellt sind. Digitales Banking ist für die Mehrheit längst Routine: 84 Prozent greifen auf digitale Bank-Services zu. Dabei hat die App auf dem Handy (92 Prozent der Online-Banker) den herkömmlichen Webbrowser (69 Prozent) deutlich hinter sich gelassen.
Für mehr als jeden Zweiten (51 Prozent) ist die App sogar die primäre Verbindung zum eigenen Geldinstitut. Das traditionelle Filialsystem gerät deswegen immer stärker in Bedrängnis: 55 Prozent der Bankkundschaft geben an, dass sie Geschäftsstellen nicht vermissen würden. Das schafft auch Raum für neue Visionen: 69 Prozent der Anwender können sich ausmalen, die Banking-Anwendung in Zukunft als digitalen Ausweis zu verwenden, beispielsweise zur Alterskontrolle.
Nur Durchschnittsnoten für die Banken
Trotz des eindeutigen digitalen Umschwungs ist bei den Banken noch reichlich Verbesserungspotenzial vorhanden. Die User benoten den aktuellen digitalen Service ihrer Institute durchschnittlich nur mit der Schulnote 3,0 – das ist ein „befriedigend“.
Wintergerst unterstreicht, dass die Geldhäuser zwar Entwicklungen gezeigt hätten, jedoch die Ansprüche der Kundschaft an eine simple Handhabung und frische Features konstant ansteigen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
