Abo

Die große KI-GefahrExperten warnen vor 3 Problemen beim autonomen Online-Einkauf

«TikTok-Shop» auf einem Smartphone

Copyright: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Viele Händler nutzen Künstliche Intelligenz im E-Commerce.

KI kauft für dich ein. Das kann dich teuer zu stehen kommen.

Dass eine KI beim Online-Einkauf Tipps gibt, ist ein alter Hut. Doch jetzt zünden die Tech-Konzerne die nächste Stufe: Ihre digitalen Assistenten sollen für dich nicht nur stöbern und Preise checken, sondern den kompletten Kaufvorgang selbstständig durchziehen – inklusive Bezahlung.

Was nach purem Luxus für den Alltag klingt, hat einen gewaltigen Haken. Wenn ein Programm eigenmächtig in deinem Namen Verträge schließt und dein Geld ausgibt, entstehen massive Risiken. Ist so etwas überhaupt legal?

KI-Shopping: In Deutschland womöglich schon erlaubt

Obwohl die ersten Praxistests für das autonome KI-Shopping bisher nur in den USA stattfinden, könnte das sogenannte „Agentic Commerce“ hierzulande rechtlich bereits grünes Licht haben. Darauf weist das IT-Fachmagazin „c't“ (Heft 11/26) hin und betont die vielen ungelösten und juristisch heiklen Punkte bei Haftung, Vertragsrecht und Zahlungsabwicklung.

Für Kritiker ist der Fall sonnenklar: Je mehr Freiheiten die KI-Assistenten beim Einkaufen bekommen, desto gefährlicher wird ihre Anwendung. Die finale Kaufentscheidung muss zwingend beim Menschen liegen. Die Fachleute von „c't“ benennen drei zentrale Gefahrenzonen.

Gefahr 1: Ungeklärte Schuldfrage

Ein Hauptproblem ist die Haftungsfrage. Wer steht gerade, falls die KI das verkehrte Produkt ordert oder auf einen betrügerischen Online-Laden hereinfällt? Dieser Punkt ist juristisch nicht eindeutig geregelt und könnte für dich als Kunde richtig teuer werden.

Gefahr 2: Gekaperte KI kann dein Konto plündern

Besonders heikel sind die umfassenden Berechtigungen, die ein solcher KI-Agent verlangt. Er will Zugriff auf Mails, Kalender, Cloud-Speicher und vor allem: deine Bezahlsysteme. Wird der Agent von Cyberkriminellen manipuliert, kann er durch ungewollte Bestellungen oder versteckte Kaufbefehle auf gefälschten Webseiten einen enormen finanziellen Schaden verursachen.

Gefahr 3: Datenschutz-Albtraum und Preis-Abzocke

Um dir passende Vorschläge zu liefern, sammelt die KI massenhaft Informationen über deine Vorlieben und deine Einkaufshistorie. Das kollidiert frontal mit den Grundsätzen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), etwa der Datensparsamkeit. Händler könnten aus diesen Daten außerdem Psychogramme von dir anfertigen und dich mit personalisierten, überhöhten Preisen zur Kasse bitten (Preisdiskriminierung).

So wehrst du dich gegen die Risiken des KI-Shoppings

Nutzerinnen und Nutzer sollten bei KI-Einkaufsassistenten deshalb höchste Vorsicht walten lassen. Die „c't“ legt nahe, die folgenden Prinzipien strikt einzuhalten:

Auch wenn die Technologie verlockend erscheint, solltet ihr die Hoheit über eure Einkäufe und Finanzen nicht aufgeben. Die Risiken, Betrügern aufzusitzen oder Opfer von Datenmissbrauch zu werden, sind aktuell noch zu gravierend. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Gasflamme brennt
Gefahr in der Wohnung
So prüfen Sie Ihre Gasleitung und Geräte ganz einfach selbst