Paket erhalten, aber nichts bestellt? Das steckt dahinter
Fiese Masche mit PaketenDarum bekommen Sie plötzlich Ramsch und was Sie jetzt tun müssen

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Unerwartete Pakete als Betrugssignal: Wer unbestellte, oft minderwertige Ware erhält, ist vermutlich Opfer der sogenannten Brushing-Masche geworden.
Ein Päckchen taucht aus dem Nichts auf, obwohl ihr nichts geordert habt? Von nutzlosen Handy-Cases über merkwürdige Pflanzensamen bis zu billigem Schmuck – falls ihr unaufgefordert Lieferungen mit Plunder bekommt, könntet ihr unwissentlich Teil einer fiesen Abzocke sein. Davor warnt die Stiftung Warentest. Diese Methode ist als „Brushing“ bekannt.
Verantwortlich für diese Masche sind zwielichtige Online-Verkäufer. Ihre hinterhältige Absicht: Sie jagen nach bestätigten Fünf-Sterne-Bewertungen für ihre eigenen Artikel. Um das zu erreichen, organisieren sie sich zuerst illegal persönliche Informationen, beispielsweise durch Cyberattacken oder aus dem Darknet. Die Betrüger nutzen dann euren Namen und eure Anschrift, um Produkte aus ihrem eigenen Sortiment zu bestellen.
Fake-Rezensionen als Turbo für den Verkauf
Die bestellte Ware wird daraufhin an eure Adresse versendet. Da die Lieferung ja wirklich ankommt, werdet ihr auf Handelsplattformen im Internet wie Amazon als „verifizierte Käufer“ gelistet. Amazon ist laut den Verbraucherschützern besonders stark von dieser Betrugsart betroffen.
Und damit startet die eigentliche Abzocke: Die Verkäufer haben jetzt die Möglichkeit, unter eurem Namen geschönte, positive Beurteilungen für ihre Produkte zu posten. Auf diese Weise soll der Eindruck von Vertrauenswürdigkeit und starken Verkaufszahlen entstehen, was am Ende das Geschäft ankurbeln soll.
Ruhig bleiben, aber sofort reagieren
Falls ihr so eine „Brushing“-Lieferung bekommt, ist Panik fehl am Platz. Trotzdem ist es wichtig, etwas zu unternehmen. Die Grundregel lautet: Ihr müsst unbestellte Artikel nicht retournieren.
Ihr solltet die potenzielle Sicherheitslücke aber keinesfalls ignorieren. Ändert umgehend eure Kennwörter für alle wichtigen Online-Konten, insbesondere bei Einkaufsplattformen und euren E-Mail-Postfächern. Bei Amazon gibt es außerdem auf der Homepage ein Meldeformular für solche Vorfälle. Gebt dort im Hilfebereich des Kundenservice einfach den Begriff „Brushing“ ein.
Ist der gefälschten Bestellung sogar eine Zahlungsaufforderung beigefügt, ist die Sache klar: auf keinen Fall bezahlen! Seid ihr euch absolut gewiss, keine Order getätigt zu haben, könnt ihr die Artikel behalten, wegwerfen oder einfach selbst verwenden.
Erst prüfen, dann handeln: Einmal im Haus umhören
Es gibt eine einzige Ausnahme: Wenn es sich offensichtlich um eine fehlerhafte Zustellung handelt, zum Beispiel wegen vertauschter Ziffern in der Adresse, dann solltet ihr den Versender kontaktieren und das Päckchen für die Abholung bereitlegen. Um aber absolut sicher zu sein, dass nicht doch ein Familienmitglied die Bestellung ausgelöst hat, solltet ihr euch kurz bei allen Personen in eurem Haushalt erkundigen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
