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Augen auf, Mädels!Ex-Soap-Star liebt den Kölner Karneval – und will flirten

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Marvin Linke spielte einige Jahre in „Unter uns“ mit, am 1. März 2020 ist er im ZDF bei „Rosamunde Pilcher“ zu sehen.

Köln/Hannover – Köln ist eine Liebe, die nie vergeht. Das weiß jetzt auch Marvin Linke (27). Der Schauspieler lebt inzwischen zwar wieder in seiner Heimat Hannover, seine Kölner Zeit lässt ihn aber nicht los, wie er im Interview mit EXPRESS erzählt.

Hier lebte er während seiner Zeit als Soap-Darsteller. Bis 2016 spielter er sechs Jahre lang den Moritz Schönfeld in „Unter uns“. Was hier noch bestärkt wurde: Die Liebe zum Karneval. Auch, wenn er die ursprünglich schon in der nördlichen Heimat fand.

Kommen Sie an Karneval in Köln?

Das ist der Plan. Allerdings ist ja parallel auch noch die Berlinale. Mal gucken, wie ich das alles unterkriege.

Wie sehr schmerzt es, wenn Sie es nicht schaffen würden?

Das wär schon bitter! Ich versuche irgendwas mitzunehmen. Ganz ohne geht nicht – Karneval ist einfach Pflicht. Das war mir in den letzten Jahren, in denen ich nicht mehr in Köln wohne, auch wichtig, dann da zu sein. Das macht schon was, ist immer was Besonderes.

Was genau?

Die Offenheit, der Spaß – das ist ja eine eigene Kultur. Ich finde das toll! Man vergisst mal alles andere ringsherum. Eigentlich ist ja alles immer voller Stress und Druck und so negativ – im Karneval kann man das alles mal vergessen.

Sind Sie dann mehr im Straßenkarneval unterwegs?

Überall mal. Mit Freunden draußen, auf ner Sitzung – überall und nirgendwo (lacht)

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In Hannover haben Sie auch in der Garde getanzt.

Genau. Durch meine Mutter, die im Karnevalsverein ist und war auch Tanztrainerin, bin ich da reingerutscht. Mit drei ungefähr war ich das erste Mal richtig dabei. Wir haben in einer gemischten Garde Showtanz gemacht. Aber irgendwann war das dann zweitrangig – dann war Fußball wichtiger. Aber ja, ich habe eine tänzerische Vergangenheit (lacht).

Haben Sie für dieses Jahr schon ein Kostüm im Auge?

Das mache ich immer kurz vorher, eigentlich am Tag selbst. Sehr kurzfristig, aber das gehört in den letzten Jahren irgendwie zum Ritual. Letztes Jahr war ich zuerst Koch und an einem anderen Tag Pilot.

Karneval wird auch immer heftig geflirtet – sind Sie vergeben oder wie sollten Sie die Frauen ansonsten ansprechen?

Wenn sie mich erkennen, dürfen sie mich einfach jederzeit ansprechen. Aber das ist ja das Schwere. Wenn du verkleidet bist, dann bleibst du unerkannt. Oder: Du kannst dir sicher sein, dass wenn dich jemand anspricht, dann nicht, weil sie dich aus dem Fernsehen kennt.

Eigentlich gar nicht so schlecht…

Das ist tatsächlich gar nicht so schlecht. Das hatte ich auch schon ganz oft. Klar – Karneval passiert sowas (grinst).

Also umso besser, wenn man weiß, dass man nicht nur wegen des Berühmtseins angesprochen wird.

Total. Da spielt natürlich auch der Alkohol eine Rolle. Aber im Endeffekt gibt es ja nix besseres. Da kann man sich auf jeden Fall sicher sein, dass sie dich nicht nur angequatscht hat, weil du im Fernsehen bist. Aber da bin ich eigentlich eh ganz entspannt. Und ich habe natürlich auch ein Feingefühl dafür, wenn die Leute diesen Hintergedanken haben.

Wie oft sind Sie noch in Köln?

Ich versuche es auf jeden Fall einmal im Monat, meine Freunde, die ich noch in Köln habe, zu besuchen. Und wenn es nur ein Abendessen ist. Zu Geburtstagen auch schon mal ein Wochenende. Aber das ist auch wichtig – Köln ist wirklich was Besonderes! Man vermisst es, wenn man einmal da war. Man fühlt sich schnell wohl und wird so schnell aufgenommen in der Stadt. Da sind andere Städte mit Köln nicht vergleichbar. Als ich mit 17 nach Köln kam, ging mir das fast ein bisschen zu schnell (lacht). Das war ich als Norddeutscher gar nicht gewohnt.

Bald sehen wir Sie dann im Pilcher – sind Sie eher der romantische Typ?

Nee! Romantisch ist jetzt keine schlechte Ader, aber dafür stehe ich eigentlich gar nicht. Deshalb war es für mich echt was Neues. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen, weil es eben so ein spezielles Format ist. Die Kostüme, die schnelle und spezielle Erzählweise – aber es war total cool. Und diese verschiedenen Facetten machen den Job des Schauspielers ja auch aus.

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Was war Ihr erster Gedanke beim Angebot?

Der war: Um Himmels willen, was ist das denn (grinst). Aber rückblickend kann ich sagen: Ich hatte dabei mit die coolste Zeit in meinem beruflichen Leben. Geile Kollegen, schöne freie Zeiten mit dem Team, einen tollen Drehort. Deshalb bin ich froh, das angenommen zu haben. Und 20.15 Uhr, ZDF, Hauptrolle – da gibt es Schlimmeres (grinst).

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Im Film werden die Kinder im Krankenhaus vertauscht – was war Ihre verrückteste Verwechslung bisher?

Puh… (überlegt). Besonders lustig war, als ich mit meinem Vater mal was trinken war und eine ältere Dame an den Tisch kam. Sie hat meinen Vater angeguckt und fragte ihn: Sagen Sie, sind Sie nicht der Schauspieler? Wir mussten beide schmunzeln und er wollte glaube ich gerade den Ansatz machen, zu sagen: Aber mein Sohn. Da sagte die Dame: Sie sehen genau so aus, wie Hannes Jaenicke. Da mussten wir natürlich lachen, aber am Ende hat mein Vater mir verraten, dass ihm das öfter passiert.

Sie haben den Schritt zum TV-Film- und Kinoschauspieler gemacht – dabei hatten Sie doch mit „Unter uns“ die sichere Variante.

Total. Eine tägliche Serie ist auf jeden Fall das Sichere. Du hast dien festes Einkommen, einen regelmäßigen Ablauf. Klar war das ein Schritt, aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich hatte zu der Serien-Zeit aber auch schon ein paar Anfragen, wusste also, dass da was kommt. Ich war dann 22 und hatte das Gefühl: Wenn ich das jetzt nicht mache, ist es vielleicht zu spät. Es ist natürlich immer ein Auf und Ab – aber was ist heutzutage schon sicher?