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„Unter Uns” und „Tatort”Wegen Corona: Kölner Schauspieler zieht bittere Konsequenz

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Der Kölner Schauspieler Tolga Seker (31) musste wegen Corona wieder zurück in seinen alten Beruf als Rettungssanitäter.

Köln – Seit 13 Jahren ist der Kölner Tolga Seker (31) Schauspieler. Er spielte in RTL-Formaten mit, wie „Unter Uns”, „Köln 50667” oder sogar im Kölner „Tatort”. Wegen Corona musste er seine große Leidenschaft jedoch aufgeben und arbeitet nun wieder in seinem gelernten Beruf.

  • Kölner Schauspieler musste wegen Corona in seinen alten Beruf
  • Vor der Schauspielerei erlernte war er Rettungssanitäter
  • Er richtet klare Worte an die Regierung und die Aktion #allesdichtmachen

Zum Glück habe er eine sichere Ausbildung gemacht, erzählt Tolga im EXPRESS-Interview. Kurz nach dem ersten Lockdown vor etwa einem Jahr wurde er wieder Rettungssanitäter.

Der Kölner Tolga Seker spielte bei „Köln 50667” und im Kölner „Tatort”

Seine letzte feste Rolle war daher Tolga wie auf den Leib geschnitten. Denn in der Sat.1-Serie „Auf Streife – Die Spezialisten” spielte er von 2017 bis 2020 einen Rettungssanitäter.

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„Im ersten Lockdown hatten wir immer wieder Phasen, in denen wir nicht drehen konnten”, erinnert er sich. Da habe er bereits angefangen, Bewerbungen zu schreiben.

Immer wieder konnte er sich nach seiner letzten festen Rolle mit kleineren Engagements über Wasser halten. Durch „Unter Uns”, „Köln 50667”, „Soko Köln” oder den „Tatort” habe er wieder Geld verdient, aber das habe nicht gereicht.

Schauspieler Tolga Seker: „Ich wüsste jetzt nicht, wo ich wäre”

„Irgendwann musste ich mich entscheiden und abwägen, ob ich bei der Schauspielerei bleibe oder nicht.” Das Bangen, wann und ob überhaupt ein neuer Job kommt, wurde ihm irgendwann zu viel.

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Schweren Herzens entschied er sich vorerst gegen weitere Drehs. Doch auch die Rettungsdienst-Unternehmen mussten zu dieser Zeit Kurzarbeit anmelden. Glücklicherweise fand Tolga aber eine freie Stelle.

„Hätte ich keinen Beruf gelernt, wüsste ich jetzt nicht, wo ich wäre.” Denn zur Schauspielerei ist er als Quereinsteiger gekommen. „Ohne eine Schauspielausbildung konnte ich auch keine Soforthilfe beantragen”, erklärt der 31-Jährige.

Kölner „Auf Streife”-Schauspieler bekam keine Soforthilfe

Dennoch habe er damit seinen Lebensunterhalt verdient, betont er. „Ich verstehe nicht, warum Schauspieler ohne Ausbildung keine Unterstützung erhalten.” Generell wünscht er sich eine klarere Kommunikation der Regierung. „Die Menschen sind verunsichert, wenn jede Woche neue Regeln aufgestellt werden.”

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Als Rettungssanitäter und Schauspieler äußert der Kölner auch seine Meinung zu der Aktion #allesdichtmachen. Glücklich sei er darüber nicht. „Die sollten sich mal einen Tag lang in die Klinik setzen und sehen, was da los ist. Ich bin zwar in derselben Situation und kann die Schauspieler auch verstehen, aber man sollte seine Reichweite für andere Dinge nutzen.”

Obwohl Tolga sehr gerne als Rettungssanitäter arbeitet, will der den Traum vom Film nicht aufgeben. Ein neuer Plan stecke auch bereits in seiner Tasche, kündigt er an.

Gemeinsam mit anderen freischaffenden Künstlern steht er kurz davor, eine eigene Serie zu produzieren. Im Stil der US-Amerikanischen Feuerwehr-Serie „Chicago Fire“ sollen im November unter strengen Hygieneauflagen die Dreharbeiten zu „Wache 50“ starten.

„Wenn alles gut geht, können wir im Januar mit der Veröffentlichung starten“, freut er sich. Tolgas großes Ziel sei eine Ausstrahlung bei dem Streamingsdienst Netflix.

Bis dahin will er sich aber erst einmal voll und ganz auf den Rettungsdienst konzentrieren. „Es ist für mich immer etwas Besonderes, Menschen zu helfen. Wenn ich dort gebraucht werde, bin ich da.“

Dennoch sei die Schauspielerei weiterhin sein großer Traum. Deswegen will er, wenn alles wieder vorbei ist, genau da weitermachen.