WWF fordert: Vermieter sollen alle Heiz-Mehrkosten tragen!
Hammer für VermieterWWF fordert: Sie sollen für fossile Heizungen voll zahlen

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Wer trägt die Kosten durch den steigenden CO2-Preis? Der WWF hat Ideen. (Symbolfoto)
Die Naturschutzorganisation WWF sorgt für Aufsehen und stellt eine unmissverständliche Forderung auf: Eigentümer von Mietobjekten sollen zukünftig die gesamten Zusatzkosten für fossile Heizmethoden allein tragen. Diese Position geht aus einem Dokument hervor, welches der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zur Verfügung steht.
Andernfalls könnten auf Mieterinnen und Mieter gewaltige Ausgaben zukommen, mahnt Viviane Raddatz, die Leiterin für Klimaschutz beim WWF Deutschland. Während Hausbesitzer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, auf umweltfreundliche Heizsysteme wechseln können, sind Mietparteien den Entschlüssen anderer schutzlos ausgesetzt. Raddatz macht deutlich: „Fehlentscheidungen für fossile Heizungen müssen auch von denen verantwortet werden, die sie treffen.“
Steigender CO2-Preis: Wer soll die Kosten tragen?
Der Anlass für diesen Vorstoß ist die heiß diskutierte Gesetzesänderung zum Heizen. Die Regierung plant, wieder mehr Optionen für die Nutzung fossiler Energieträger zu erlauben. Völlig offen ist in diesem Zusammenhang, wie Mietende vor den finanziellen Lasten, beispielsweise durch die kontinuierlich anwachsende CO2-Abgabe, abgesichert werden.
Aus diesem Grund verlangt der WWF im Detail: Die Ausgaben, die durch die nationale oder europäische CO2-Bepreisung entstehen, sollen vollständig von den Gebäudeeigentümern übernommen werden. Dies soll ebenso für Mehrkosten durch die Zugabe von Bio-Brennstoffen sowie für die prognostizierten höheren Gebühren der Gasnetze gelten, wie die dpa meldet.
Was die Reform des Heizungsgesetzes für euch bedeutet
Ein Punkt, der für Erstaunen sorgen könnte: Gemäß den aktuellen Entwürfen können Immobilienbesitzer auch künftig Öl- und Gasheizungen installieren. Die generelle Verpflichtung, dass jede neu installierte Anlage zu 65 Prozent mit erneuerbarer Energie laufen muss, wird gestrichen. Stattdessen sollen neue Gas- und Öl-Anlagen ab Januar 2029 lediglich einen zunehmenden Anteil umweltfreundlicherer Brennstoffe verwenden.
Als Modell für ihre Initiative verweist der WWF auf ein Konzept des Mieterbunds und des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Diese hatten eine relative Obergrenze für Heizkosten vorgeschlagen. Der Maximalbetrag würde sich am Preis der wirtschaftlichsten Heizmethode orientieren – also den Betriebskosten einer leistungsfähigen Wärmepumpe. Sämtliche darüber liegenden Ausgaben hätten dann die Vermieter zu tragen. (red)
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