Klima-Lüge um ChatGPT? Studie entlarvt Greenwashing.
Die große KI-LügeStudie wirft Tech-Konzernen gezieltes Greenwashing vor

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Umweltverbände werfen der Tech-Branche vor, die Klimafolgen von KI zu beschönigen.
Klima-Lüge um ChatGPT? KI-Giganten stehen am Pranger. Umweltverbände sagen, der Hype sei eine riesige Mogelpackung, die nur Strom frisst und nichts bringt.
Umweltorganisationen und NGOs erheben schwere Vorwürfe gegen die großen KI-Konzerne: Sie sollen die Klimafolgen ihrer Programme beschönigen. Während Tech-Riesen wie Google oder Microsoft den gigantischen Energiebedarf ihrer Rechenzentren damit verteidigen, dass KI im Kampf gegen die Erderwärmung helfe, kommt eine neue Studie zu einem vernichtenden Urteil. Die Untersuchung, unter anderem von AlgorithmWatch und Beyond Fossil Fuels, stellt fest: Diese Behauptungen stehen auf tönernen Füßen. Die Verfasser der Untersuchung klagen die Industrie an, Umweltschäden durch irreführende Werbung zu vertuschen.
Ein Hauptproblem, das die Studie aufdeckt, ist der schwammige Umgang mit dem Ausdruck 'Künstliche Intelligenz'. Die Analyse belegt: Die positiven Effekte für das Klima, mit denen Konzerne wie Google oder Microsoft werben, gelten fast ausschließlich für „traditionelle“ KI-Systeme. Als Beispiel werden hier Vorhersagemodelle für das Wetter angeführt.
Greenwashing? Studie entlarvt den Trick der Tech-Konzerne
Der gegenwärtige Hype und die dadurch verursachte riesige Erweiterung von Datenzentren wird aber vor allem durch die sogenannte „generative“ KI für Konsumenten befeuert. Hierzu gehören Programme wie ChatGPT, Copilot oder Gemini, welche Schriftstücke, Grafiken und Filmsequenzen generieren. Die Autoren der Untersuchung fanden für diese energiehungrigen Programme jedoch keinen einzigen Fall, der eine belegbare und bedeutende Senkung der Treibhausgase nachweist.
Wenn der Nutzen der alten KI mit der Erweiterung der neuen Modelle verbunden wird, nennen die Verfasser dies eine frische Variante des „Greenwashings“. Diese Taktik beschreibt das Vorgehen, sich mit falschen, vagen oder unbewiesenen Angaben zu vermeintlichen ökologischen Pluspunkten ein grüneres Ansehen zu verleihen. Dadurch soll von den realen Umweltschädigungen die Aufmerksamkeit weggelenkt werden.
Kaum Beweise für die großen Klima-Versprechen
Im Rahmen der Untersuchung wurden 154 öffentlichkeitswirksame Aussagen von Technologiekonzernen und Einrichtungen zu den positiven Klimawirkungen von KI analysiert. Das Resultat legt eine massive Lücke zwischen den Ankündigungen und den wissenschaftlichen Fakten offen: Gerade einmal 26 Prozent der geprüften Behauptungen konnten sich auf publizierte wissenschaftliche Arbeiten stützen. Für 36 Prozent der Versprechen wurden gar keine Nachweise erbracht, und der überwiegende Rest verwies bloß auf die firmeneigenen Internetseiten oder Geschäftsberichte.
Die Verfasser ziehen das Fazit, dass der vermeintliche Klimavorteil sogar bei der traditionellen KI häufig massiv aufgebauscht wird. Im Gegensatz dazu seien die schädlichen Folgen des KI-Booms eindeutig nachweisbar. Julian Bothe, der als Senior Policy Manager für AlgorithmWatch arbeitet, äußerte sich dazu: „Die großen sprach- und bildgenerierenden Modelle wie ChatGPT, um die es beim aktuellen KI-Hype vor allem geht, verbrauchen Unmengen an Strom und Wasser, verursachen CO2-Emissionen in der Höhe ganzer Länder, bringen aber keinerlei positiven Nutzen für die Umwelt.“ (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
