Donald Trump teilt gegen Friedrich Merz aus.
„Das ist nicht unser Krieg“Trump attackiert Kanzler Merz mit diesem Satz scharf

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Trump kritisiert Merz.
Trump geht auf Kanzler Merz los – doch meint eigentlich einen anderen. Was für ein verbaler Angriff von Donald Trump! Auf einer Veranstaltung in Miami hat der amerikanische Präsident den deutschen Kanzler Friedrich Merz (CDU) heftig angezählt. Der Grund: die fehlende Unterstützung Deutschlands bei der Absicherung der Straße von Hormus. Laut dpa-Meldungen teilte Trump zunächst gegen die NATO-Verbündeten Frankreich und Großbritannien aus, ehe er sich Deutschland vornahm.
Anschließend folgte die direkte Attacke auf den Regierungschef: „Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: ‚Das ist nicht unser Krieg‘.“ Trump fügte hinzu, dass unter dieser Logik der Ukraine-Konflikt ebenfalls nicht die Angelegenheit der Vereinigten Staaten wäre.
Verwechslung sorgt für Aufregung
Die ganze Sache hat nur einen Haken: Trumps Vorwurf ist schlichtweg falsch. Die Aussage kommt nämlich im Original nicht von Merz, sondern wurde von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) getätigt. Eine blamable Panne, zumal Trump das Zitat bereits einen Tag zuvor moniert und es allgemein der deutschen Führung („the head of Germany“) zugeordnet hatte.
Und was war die tatsächliche Aussage von Merz? Während einer Visite in Norwegen formulierte der Kanzler es wie folgt: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“ Das ist zwar eine deutliche Positionierung, aber eben nicht die Worte, die Trump ihm in den Mund legt.
Das steckt hinter Trumps Wut
Die Verärgerung von Trump hat einen spezifischen Grund. Er hatte die NATO-Alliierten um militärischen Beistand ersucht, damit der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geschützt werden kann. Diese Wasserstraße zählt zu den bedeutendsten Wegen für den globalen Öltransport und ist wegen des Iran-Kriegs so gut wie unpassierbar. Da die Bündnispartner nicht wie erhofft reagierten, griff Trump sie mehrfach mit harschen Worten an.
So cool reagiert die Bundesregierung
In Berlin zeigt man sich von Trumps Wutanfall unbeeindruckt. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte am Freitag dazu: „Wir kommentieren jetzt nicht jede Äußerung anderer Staatsoberhäupter und werden auch in diesem Fall diese Äußerung intern bewerten.“ Zwar sei man in enger Abstimmung mit der amerikanischen Regierung, doch Kornelius ergänzte: „Es ist jetzt keine Äußerung, die uns den Schlaf raubt.“
Merz persönlich wollte die Vorwürfe nicht einfach hinnehmen und startete einen Konter. Er beschuldigte Trump, die Situation erheblich zu eskalieren. „Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang“, erklärte Merz. „Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.“ (red)
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