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Brisanter ZwischenfallEurofighter stellen US-Jets – die ziehen nach Deutschland ab

Pilatus PC-12 im Flug.

Copyright: IMAGO/dieBildmanufaktur

In den vergangenen Tagen kam es über österreichischem Staatsgebiet zu mehreren Luftraumverletzungen durch die U.S. Air Force. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Aufregung über den Alpen! Österreichische Eurofighter mussten aufsteigen, um US-Militärjets abzufangen.

Der Luftraum über Österreich wurde in jüngster Zeit wiederholt verletzt. Verantwortlich dafür war die U.S. Air Force, wie unter anderem die „Kronen Zeitung“ schreibt. Am Dienstag (12. Mai 2026) gab das Verteidigungsministerium in Wien bekannt, dass die Luftwaffe deswegen mehrmals aktiv werden musste. Eurofighter stiegen auf, um die US-Militärflugzeuge abzufangen und ihre Identität festzustellen.

US-Flugzeuge identifiziert: Es waren Aufklärer

Ministeriumssprecher Michael Bauer lieferte Details zu den Eindringlingen. Bei den betreffenden Flugzeugen handelte es sich demnach um den Typ „Pilatus PC-12“. Diese Maschinen mit nur einem Propellertriebwerk stammen von einem Schweizer Produzenten und sind für ihre Flexibilität bekannt. Eine spezielle Militärvariante, die von der amerikanischen Luftwaffe verwendet wird, kommt bei Aufklärungsflügen und besonderen Einsätzen zum Einsatz.

Die österreichischen Jets führten die Identifizierung mit der höchsten Dringlichkeitsstufe durch, nämlich „Priorität A“. Ein interessantes Detail: Nachdem die Eurofighter Kontakt aufgenommen hatten, änderten die amerikanischen Flugzeuge in beiden Situationen ihren Kurs und flogen nach Deutschland weiter.

Politische Eiszeit als Hintergrund

Die Alarmstufe für die Identifikation durch Österreichs Abfangjäger war auf „Priorität A“ gesetzt. Berichten aus österreichischen Medien zufolge nahmen die US-Jets nach der Konfrontation mit den Eurofightern erneut Kurs auf deutsches Gebiet.

Die Beziehungen zu westlichen Nachrichtendiensten sind angespannt, was vor allem an den früheren engen Kontakten nach Russland liegt. In diesem Kontext verweist die „Süddeutsche Zeitung“ auf die einstige Außenministerin Karin Kneissl. Sie hatte im Jahr 2018 Wladimir Putin zu ihrer eigenen Hochzeit gebeten.

Spionage-Zoff: Wien im Abseits?

Das entschlossene Handeln der österreichischen Luftwaffe ist auch als Versuch zu werten, die eigene staatliche Unabhängigkeit zu bekräftigen. Dies geschieht in einer Zeit, in der Wien politisch immer stärker allein dazustehen scheint. Seit der Ära des früheren FPÖ-Innenministers Herbert Kickl und den Durchsuchungen beim Verfassungsschutz ist das Vertrauen zu befreundeten Diensten nachhaltig gestört.

Zahlreiche Geheimdienste aus dem Westen geben offenbar keine Informationen mehr an Wien weiter. Der Grund: Es gibt Zweifel, ob vertrauliche Daten in der Hauptstadt Österreichs wirklich sicher sind.

Warum die amerikanischen Spionageflugzeuge ohne Erlaubnis in den Luftraum Österreichs geflogen sind, ist bislang ein Rätsel. (jag)

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