Trumps Assistentin Natalie Harp befeuert seine nächtlichen Truth-Social-Exzesse – und umgeht dabei das gesamte Weiße Haus.
Mitarbeiter sind genervtJunge Frau steckt hinter Trumps nächtlichen Eskapaden

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Natalie Harp arbeitet ausschließlich für Donald Trump. Hier ist sie Mitte September 2025 vor dem Weißen Haus zu sehen.
Mitglieder von Präsident Donald Trumps (79) engstem Kreis sind laut Medienberichten heimlich genervt von der Mitarbeiterin, die seine enthemmten nächtlichen Truth-Social-Exzesse befeuert. Das berichtet das „Wall Street Journal“ in einer brisanten Enthüllung.
Natalie Harp (Mitte 30), Trumps persönliche Assistentin, ist demnach die treibende Kraft hinter einigen seiner skandalösesten Inhalte – darunter das rassistische Video, das Barack und Michelle Obama als Affen darstellte, oder das KI-generierte Bild, das Trump als Jesus Christus zeigte. Beide Beiträge wurden später wieder gelöscht.
Sie bringt dem US-Präsidenten stapelweise Entwürfe
Harp bringt dem Präsidenten laut „Wall Street Journal“ stapelweise ausgedruckte Entwürfe von Social-Media-Beiträgen zur Genehmigung – viele davon Inhalte, die sie aus anderen Accounts zusammengesucht hat.
Was Trump abnickt, stellt sie anschließend selbst auf seinem Konto ein. Trump postet zwar auch selbst, genehmigt aber laut dem Bericht grundsätzlich alles, was auf seinem Account erscheint.
Frust im Weißen Haus
Das Vorgehen sorgt intern für erheblichen Unmut: Harp teilt ihre geplanten Posts weder mit dem Büro des Stabschefs noch mit Kommunikationsberatern oder Sicherheitsexperten.

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Natalie Harp (im März 2026)
Stattdessen soll sie ausschließlich für Trump arbeiten und auch nur auf ihn hören. Der Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, Steven Cheung, verteidigte das Vorgehen gegenüber dem „Wall Street Journal“ mit den Worten: „Wir kommentieren keine internen Abläufe, aber kein anderes Social-Media-Tool war effektiver als Truth.“
Die Plattform erlaube es Trump, so Cheung weiter, „seine ungefilterten und direkten Gedanken dem amerikanischen Volk mitzuteilen – ohne dass die voreingenommenen Medien ihn aus dem Kontext reißen.“
Erschreckende Zahlen
Eine Analyse des „Wall Street Journals“ zeigt das wahre Ausmaß der Aktivität: Seit seiner Rückkehr ins Amt hat Trump sage und schreibe 8.800 Mal auf Truth Social gepostet. In mindestens 44 Nächten postete Trump ein Dutzend Mal oder mehr – zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens.
Allein an einem Montag postete Trump 54 Mal zwischen 22.14 Uhr und 1.12 Uhr nachts – darunter Beiträge, die Obama als „Verräter“ bezeichneten und seine Verhaftung forderten.
Besonders alarmierend: Im April gab es laut Berichten nur fünf Tage, an denen Trumps Posting-Exzesse überhaupt eine vollständige Nachtruhe ermöglicht hätten. (mg)
