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Preis-Schock beim Einkaufen? Nahost-Konflikt könnte Lebensmittelpreise explodieren lassen

Inflation

Copyright: Marcus Brandt/dpa

Die Lebensmittelpreise in Deutschland sind in den vergangenen Jahren teilweise stark gestiegen.

Nach dem Tanken jetzt der Supermarkt: Die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten könnte für Verbraucher in Deutschland empfindliche Folgen haben. Fachleute läuten die Alarmglocken und sehen eine neue Welle von Preiserhöhungen auf uns zurollen.

Die Befürchtung wächst, dass der Konflikt im Nahen Osten nicht nur die Spritpreise nach oben treibt. „Natürlich könnte der Krieg Kosteneffekte bei Lebensmitteln nach sich ziehen. Die Beschaffungswege sind kosten- und energieintensiv“, erklärt Boris Hedde, der Chef des Kölner Handelsforschungsinstituts IFH.

Hedde erinnert an die Situation nach Beginn des Ukraine-Krieges, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Auch zu diesem Zeitpunkt wurden die erhöhten Ausgaben für Transport, Logistik und Energie unmittelbar an die Kundschaft weitergegeben. Das Ergebnis: Zahlreiche Nahrungsmittel verteuerten sich damals erheblich.

IW-Experte: Ausmaß der Preissteigerungen noch ungewiss

Diese Einschätzung teilt auch Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). „Die aktuelle Nahostkrise dürfte die gesamte Rohstoffproblematik und damit die inländischen Produktionskosten weiter beeinträchtigen“, so der Forscher.

Wie sehr und ab wann sich das auf die Preise im Supermarkt auswirkt, sei momentan aber kaum vorherzusagen. Dies sei abhängig von der Länge des Konflikts und den Problemen im weltweiten Handel.

Lebensmittelbranche warnt vor „Kosten-Tsunami“

Die deutsche Lebensmittelbranche schlägt bereits Alarm wegen der Konsequenzen. Anziehende Preise für Öl und Gas würden die Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken direkt treffen. Zahlreiche Verfahren, etwa das Trocknen oder Backen, benötigen Erdgas.

Höhere Ölpreise machen laut dem Branchenverband außerdem Diesel teurer und damit die gesamte Lieferkette. Blockierte Transportrouten und längere Fahrwege könnten die Kosten für Fracht explodieren lassen.

Christoph Minhoff, der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), sendet deshalb einen eindringlichen Aufruf an die Politik: „Wer den drohenden Kosten-Tsunami für die Lebensmittelbranche stoppen will, um den Verbraucher nicht zusätzlich zu belasten, muss jetzt konsequent handeln.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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