Neue Waffe aus NRW: Rheinmetall stellt Kamikaze-Drohnen vor, die bald in Neuss produziert werden sollen.
Kamikaze-Drohnen aus NeussRheinmetall startet bald die Produktion der tödlichen Waffen

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Rheinmetall-Manager Timo Haas bewarb den Abschuss-Container bei der Rüstungsmesse Eurosatory. Auf dem Dach des Containers ist eine Kamikaze-Drohne zu sehen.
Jetzt wird's ernst bei Rheinmetall! Deutschlands Top-Waffenschmiede zeigt auf der Pariser Messe Eurosatory, was sie in Sachen Kamikaze-Drohnen draufhat. Präsentiert wurde eine mobile Startrampe in einem Container. Darin haben 18 Drohnen Platz, die von dort aus direkt in den Himmel geschossen werden. Der Clou: Mehrere können gleichzeitig abheben, fast wie ein Schwarm. Rheinmetall selbst redet von möglichen Salven.
Personal braucht es am Startplatz keines, denn die Steuerung der Fluggeräte erfolgt per Fernzugriff. Künstliche Intelligenz (KI) ist ebenfalls mit an Bord. Bis zu 70 Minuten können die Drohnen in der Luft kreisen, ihre Reichweite liegt bei 100 Kilometern. Die Zielsuche erfolgt entweder autonom oder durch einen menschlichen Operator, bevor sie sich auf das Ziel stürzen und detonieren. Ganz wichtig, so betont der Hersteller: Die finale Entscheidung trifft immer eine Person.
Produktion der „Loitering Munition“ startet in Neuss
Sollte ein Fluggerät mit der Kennung FV-014 innerhalb des Zeitfensters kein Ziel ausmachen, wird ein gezielter Absturz eingeleitet. Das bedeutet, es stürzt in einem unbewohnten Gebiet ab, um Kollateralschäden zu minimieren. Die Sprengladung an Bord wiegt zusammen mit dem Zünder vier Kilo. Eine Landung ist ausgeschlossen: Nach dem Abheben sind die Systeme scharf und es gibt kein Fahrwerk. Die Fertigung der Kamikaze-Drohnen und vermutlich auch der Behälter ist für den Standort Neuss geplant. Noch im dritten Quartal soll die Produktion der sogenannten „Loitering Munition“ anlaufen.

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Nimmt man die weiße Fronthaube ab, so kommt ein dunkles Plastikbehältnis zum Vorschein: Darin ist der Sprengstoff.
Der Standort Neuss, quasi um die Ecke von Köln, war für Rheinmetall einst eine Fabrik für Autoteile. Diese Sparte wird jedoch aufgegeben und die Anlage umfassend modernisiert. Zukünftig ist die Herstellung von Drohnen, Satelliten für das All und Geschütztürmen für Flugabwehr-Panzer vorgesehen. Waren in Neuss vor nicht allzu langer Zeit über 1000 Beschäftigte angestellt, so zählt man heute nur noch einige Hundert.
Mobile Abschussbasis in handelsüblichem Container
Auf der Rüstungsmesse stellte Timo Haas, der Leiter der Digitalsparte bei Rheinmetall, den „Containerized Missile Launcher“ (CML) vor. Ein wichtiger Punkt, den er hervorhob: Das System ist nicht auf Flugkörper von Rheinmetall beschränkt, sondern kann auch mit denen von anderen Herstellern bestückt werden.
Bei der Abschussbasis handelt es sich um einen handelsüblichen 20-Fuß-Container, also etwa sechs Meter lang und jeweils zweieinhalb Meter breit und hoch. Man kann ihn auf Schiffe, Züge oder Lkw verladen oder ihn einfach irgendwo platzieren. Vernetzt wird alles über die digitale Software-Plattform „Rheinmetall Battlesuite“.

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Nachdem sie nach oben katapultiert ist, fährt die Loitering Munition ihre Flügel aus und fliegt bis zu 100 Kilometer weit.
Rheinmetall will militärischer Komplettanbieter werden
Zwar bleibt das Hauptgeschäft von Rheinmetall die Produktion von schwerem Gerät aus Stahl – also Panzer, Flugabwehrgeschütze oder Artillerie. Doch die digitale Welt gewinnt massiv an Bedeutung. Militärexperten sind sich einig: Künftige Schlachten werden durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Waffensysteme entschieden, bei der Luft- und Boden-Drohnen abgestimmt mit Panzern und Infanteristen agieren.
Um nicht als „Old Economy“-Panzerfirma abgehängt zu werden, hat Rheinmetall daher in neue Bereiche investiert. So wurde ein Schiffsbauer gekauft und eine Tochtergesellschaft für Satellitentechnik ins Leben gerufen. Das Drohnenvorhaben ist ein weiterer Schritt, um als militärischer Komplettanbieter für die Zukunft gerüstet zu sein. Wettbewerber bei Kamikaze-Drohnen sind die noch jungen Firmen Helsing aus München und Stark Defence aus Berlin. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
