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Kleine Wirtschafts-SensationNRW-Wirtschaft wächst 2025 und übertrifft alle Erwartungen

Neubau

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa

Die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe Nordrhein-Westfalens ist im vergangenen Jahr preisbereinigt gesunken, und zwar um 2,0 Prozent. Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt in NRW aber um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Landesamt berichtete. (Symbolbild)

Hammer-Nachricht für NRW: Die Konjunktur zieht wieder an.

Das ist ein echtes Hoffnungszeichen! Die Wirtschaftskraft in Nordrhein-Westfalen hat im abgelaufenen Jahr 2025 eine leichte Steigerung hingelegt und so die Prognosen der Fachleute getoppt. Wie das Landesamt für Statistik in Düsseldorf laut dpa mitteilte, kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Kalkulationen preisbereinigt um 0,3 Prozent.

Damit schneidet NRW sogar besser ab als die gesamte Bundesrepublik, wo das Plus lediglich bei 0,2 Prozent lag. Besonders stark ist diese Entwicklung, weil die ökonomische Leistung hierzulande in den Jahren 2023 und 2024 noch geschrumpft war. Zur Erklärung: Preisbereinigt meint, dass die Teuerungsrate, also die Inflation, aus den Werten entfernt wurde, um sie vergleichbar zu machen.

Industrie und Bausektor sind die Problemkinder

Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Die Statistiker melden, dass positive Impulse hauptsächlich von den Dienstleistungen kamen, welche die Verluste in der Industrie ausgleichen konnten. So verzeichnete das Produzierende Gewerbe bei der sogenannten Bruttowertschöpfung einen preisbereinigten Rückgang von insgesamt 1,3 Prozent.

Richtig übel erwischte es das Baugewerbe mit einem Minus von satten 2,0 Prozent. Aber auch die Industrie, wozu etwa der Maschinenbau oder die Chemie gehören, musste einen Dämpfer von 1,6 Prozent hinnehmen. Das schmerzt, denn dieser Sektor steht für fast ein Viertel der kompletten Wirtschaftskraft von NRW im Jahr 2025.

Die Rettung kam vom Dienstleistungssektor, der beinahe drei Viertel der Wirtschaftsleistung ausmacht und ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent einfuhr. Den größten Sprung nach vorn machten hier mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent die Bereiche „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, private Haushalte mit Hauspersonal“. Darunter fallen zum Beispiel die öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen.

Wie düster wird die Zukunft?

Und wie geht es jetzt weiter? Für das aktuelle Jahr 2026 hatte das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung im Februar noch ein Wachstum von 0,9 Prozent für NRW erwartet. Das war allerdings vor dem Start des Irankriegs. Mittlerweile hat das Institut seine Vorhersage für die gesamte Bundesrepublik schon nach unten geschraubt – hauptsächlich wegen der explodierten Energiepreise als Folge des Konflikts. Zugleich betonen die Forscher die „erheblichen Unsicherheiten“ bei dem Ausblick, weil der Verlauf des Krieges nicht absehbar ist. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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