Ein Video aus dem Weißen Haus sorgt für jede Menge Lacher im Netz – oder für Wut. Der Grund dafür ist der skurrile Ort eines Obama-Porträts.
Trump-Aktion im Weißen HausLeute können kaum glauben, was sie im Video erblicken

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US-Präsident Donald Trump und Melania (hinter ihm) auf dem Weg zum Congressional Ball im Grand Foyer (im November 2025).
Aktualisiert
Ein Video aus dem Weißen Haus, das vom Podcast-Moderator Benny Johnson auf X geteilt wurde, sorgt aktuell für jede Menge Wirbel. Es wurde mittlerweile über drei Millionen Mal angesehen und tausendfach kommentiert.
Der Grund dafür: Der etwas ungewöhnlich anmutende Ort, an dem das Präsidenten-Porträt von Barack Obama hängt. „Ihr müsst euch unbedingt ansehen, was Trump mit dem Obama-Porträt im Weißen Haus gemacht hat …“, schreibt Johnson und filmt die versteckte Stelle, ganz oben am Ende einer Treppe, an welcher das Porträt nun hängt. Johnson ist US-amerikanischer rechtsgerichteter Kolumnist, der für verschiedene konservative Medien Beiträge verfasst.
„Ich lache nicht, ich finde das respektlos“
Johnsons Clip löste bei den X-Nutzern ganz unterschiedliche Reaktionen aus. Viele kritisierten Trump dafür, diesen Ort für Obama gewählt zu haben. „Ungeachtet der politischen Zugehörigkeit ist es nicht in Ordnung, sich über einen ehemaligen Präsidenten lustig zu machen“, lautet ein Kommentar.
„Ich lache nicht, ich finde das respektlos. Ich stimmte weder Obama noch Biden in vielen Punkten zu. Trotzdem respektiere ich sie, weil ich genau weiß, dass sie die Tragweite des Weißen Hauses und seine Bedeutung kannten. Ich frage mich nun, ob Trump die Tragweite dessen wirklich begreift“, heißt es an anderer Stelle. Andere User können kaum glauben, wo das Bildnis nun hängt – und reagieren mit Humor. „Ich lache mich tot, das ist witzig. Ich liebe es!“

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Hier hing das Porträt von Barack Obama einst: rechts neben der Grand Staircase im Grand Foyer (am 2. Dezember 2024).
Donald Trumps Porträt-Manöver sind längst ein Politikum geworden – und sorgen seit seiner Präsidentschaft für Aufmerksamkeit. Nach dem Attentatsversuch im Juli 2024 auf Trump tauschte das Weiße Haus das offizielle Porträt des ehemaligen Präsidenten Barack Obama gegen ein Gemälde aus, das auf dem ikonischen Foto von Trump basiert, das entstanden ist, nachdem auf ihn geschossen wurde. Es zeigt ihn mit erhobener Faust und Blut im Gesicht.
Trump hat auch mit dieser Tradition gebrochen
Es ist üblich, die Präsidenten der jüngeren Geschichte im Grand Foyer zu zeigen, im Eingangsbereich des Regierungssitzes, damit Staatsgäste und Besucher sie an dem prominenten Ort sofort sehen können. Auch mit dieser Tradition hatte Trump gebrochen.
Obamas Porträt wurde zunächst mit dem Bildnis von George W. Bush ausgetauscht, das im Foyer hing. Später wies Trump seine Mitarbeiter an, das Obama-Porträt ans obere Ende der Grand Staircase, der Großen Treppe, zu verlegen. Dort ist es nun für die Tausenden von Besuchern, die täglich das Weiße Haus besichtigen, nicht mehr sichtbar. Denn im zweiten Obergeschoss befindet sich die Privatwohnung der Präsidentenfamilie – der Bereich ist für die Öffentlichkeit tabu.
George W. Bush und sein Vater, George H. W. Bush, hängen ebenfalls im Treppenhaus. Damit hat Trump jene Ex-Präsidenten, mit denen er ein angespanntes Verhältnis hatte, gänzlich aus dem Grand Foyer verbannt. (mg)

