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Alles wird noch teurerIWF warnt vor Folgen des Nahost-Kriegs für die Weltwirtschaft

Containerwirtschaft im Hamburger Hafen

Copyright: Markus Scholz/dpa

Der Krieg im Nahen Osten wirbelt die Lieferketten durcheinander. (Archivbild)

Die Eskalation im Nahen Osten spürst du bald direkt im Geldbeutel.

IWF-Alarm: Nahost-Krise trifft dein Konto – so teuer wird es jetzt für alle. Die Auseinandersetzung in der Nahost-Region mag geografisch fern sein, doch ihre ökonomischen Wellen schlagen bis zu uns durch. Davor warnt eindringlich der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer aktuellen Einschätzung, wie die „dpa“ meldet. Die Konsequenzen treffen die globale Ökonomie hart – und am Ende jeden Einzelnen von uns.

In einer Veröffentlichung auf seinem Blog bezeichnet der IWF die Krise als einen „globalen, aber asymmetrischen Schock“. Die Effekte werden laut der Analyse hauptsächlich über drei Wege spürbar: bei den Energiekosten, im Warenaustausch und durch die Gegebenheiten an den Finanzmärkten. Als besonders kritisch wird die Beeinträchtigung der Energiebelieferung eingestuft.

Angst vor leeren Regalen und hohen Rechnungen

„Der Krieg verändert auch die Lieferketten für Güter des täglichen Bedarfs und kritische Produktionsmittel“, hebt der IWF laut dpa hervor. Da Frachtschiffe und Tanker neue Routen fahren müssen, klettern die Transport- und Versicherungspreise nach oben, zugleich dauern die Zustellungen länger. Das bekommen Regierungen, Firmen und letztlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten zu spüren.

Ein Detail sorgt für besondere Beunruhigung: Weil Transporte von Dünger – von denen etwa ein Drittel durch die Straße von Hormus geschleust wird – gestoppt sind, verstärkt sich die Befürchtung vor anziehenden Lebensmittelpreisen. Der Grund dafür sind gestiegene Kosten für Dünger und weitere Ausgangsstoffe.

Weltwirtschaft vor Inflation und Stagnation?

Im Großen und Ganzen warnt der IWF vor einer global ansteigenden Teuerung und einem gebremsten Wachstum. Das genaue Ausmaß der Folgen richtet sich nach der Dauer, der geografischen Ausbreitung und dem Zerstörungspotenzial des Konflikts. Fest steht aber bereits heute: Die ökonomischen Gefahren wachsen.

Besonders schlimm könnte es Nationen in Afrika, Gebieten des Nahen Ostens sowie in Mittelamerika treffen, wo Bürger einen erheblichen Anteil ihres Budgets für Nahrungsmittel aufwenden. Dort sind Preissteigerungen mit gravierenden sozialen und finanziellen Belastungen verknüpft. Doch auch hier in Europa könnte es ungemütlich werden: Ein erneuter Schub bei den Energiekosten würde die bereits jetzt hohen finanziellen Lasten des Alltags weiter zuspitzen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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