Gute Nachricht nach dem Batterie-Beben in Schweden!
Geldsegen nach PleiteBund und Land sichern 153 Millionen Euro an Steuergeldern

Copyright: Marcus Brandt/dpa
Der Schaden für den Steuerzahler durch die Insolvenz von Northvolt fällt geringer aus als zunächst befürchtet. (Archivbild)
Die Insolvenz des schwedischen Batterie-Herstellers Northvolt hat für deutsche Steuerzahler eine erfreuliche Wendung genommen. Im Rahmen der geplanten Übernahme der deutschen Tochtergesellschaft durch das US-Unternehmen Lyten sind 153 Millionen Euro an Steuergeldern gesichert worden. Diese Summe wurde bereits zurückgezahlt, was das Bundeswirtschaftsministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte.
Die Mittel fließen zu gleichen Teilen an den Bund sowie an das Land Schleswig-Holstein. Und es könnte noch mehr werden: Im Sommer sollen voraussichtlich weitere bis zu 69 Millionen Euro an die staatliche Förderbank KfW zurückfließen. Dafür muss jedoch erst eine emissionsrechtliche Genehmigung für die Baustelle in Heide rechtsgültig werden.
„Sicherung der Steuergelder hatte höchste Priorität“
„Für das Bundeswirtschaftsministerium und das Land Schleswig-Holstein hatte die Sicherung und Rückführung nicht verwendeter Steuergelder von Anfang an höchste Priorität“, hieß es aus dem Ministerium. So konnte immerhin ein Teil des Geldes gerettet werden.
Ursprünglich wollte Northvolt im Norden eine gewaltige Gigafabrik mit etwa 3.000 Arbeitsplätzen errichten. Hierfür hatte die Firma eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro von der KfW erhalten, für die Bund und Land jeweils zur Hälfte eine Bürgschaft übernahmen.
Wie bitte?! Deutscher Ableger war gar nicht pleite
Von dieser riesigen Summe sind rund 330 Millionen Euro bereits in den Bau oder für den Erwerb von Grundstücken und Maschinen geflossen. Knapp 50 Millionen Euro liegen laut dpa-Informationen zudem auf einem Sperrkonto, um eine Zahlungsunfähigkeit der deutschen Tochtergesellschaft abzuwenden.
Der Clou: Im Unterschied zur schwedischen Muttergesellschaft war die deutsche Projektgesellschaft „Northvolt Drei“ gar nicht insolvent. Deshalb griff der Bund auf ein spezielles Restrukturierungsverfahren zurück, um die Firma zu sanieren, ohne ein Insolvenzverfahren eröffnen zu müssen.
US-Investor plant 1000 neue Arbeitsplätze in Heide
Durch die bevorstehende Übernahme von Northvolt Drei durch die amerikanische Firma Lyten könnte sogar noch mehr Geld in zweistelliger Millionenhöhe an Bund und Land zurückfließen. Die Gespräche dazu mit dem Bund und der KfW dauern an.
Nach einem Gespräch mit der Landesregierung in Schleswig-Holstein kündigte Lyten-Chef Dan Cook an, zunächst mit rund 1.000 Arbeitsplätzen auf dem Areal bei Heide zu planen. Dort sollen Batterien für verschiedenste Bereiche wie Verteidigung, Energiespeicherung und Elektrofahrzeuge produziert werden (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
