Börse in Teheran öffnet wieder – und stürzt sofort ab.
Börsen-Start im KriegBörse in Teheran öffnet, doch viele Firmen bleiben gesperrt

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In der iranischen Hauptstadt Teheran startet der Handel an der Börse wieder. (Symbolbild)
Ein heikles Manöver in Teheran: Trotz der angespannten Lage mit den USA und der Furcht vor neuen Eskalationen, nimmt die Börse den Betrieb wieder auf. Nach einer Zwangspause von rund 80 Tagen ist der Handel zurück, wie die Nachrichtenagentur Fars aus dem Iran berichtet.
Aber dieser Neustart kommt mit einer Notbremse. Um einen kompletten Kollaps zu vermeiden, hat man sofort 42 Unternehmen vom Handel ausgesetzt. Der Grund sind schwere Schäden durch den Krieg. Das macht laut Fars, die einen Börsenverantwortlichen zitiert, ungefähr 35 Prozent des gesamten Marktwerts aus. Besonders betroffen sind laut der Zeitung „Sharq“ Firmen aus der Chemiebranche und der Metallverarbeitung.
Trotz Notbremse: Handel startet mit tiefroten Zahlen
Die Idee dahinter war klar: Man wollte einen Panikverkauf verhindern. Anleger sollten nicht sofort die Aktien der vom Krieg gezeichneten Firmen loswerden. Doch die Rechnung ging nicht auf. Die Zeitung „Sharq“ meldet einen sofortigen Kurseinbruch zum Handelsstart. Und hier kommt der Hammer: Nur 28 Prozent aller Aktien konnten überhaupt zulegen.
Das Land steckt wegen des Konflikts in einer tiefen ökonomischen Krise. Angriffe aus der Luft haben bedeutende Anlagen der Petrochemie und Stahlproduzenten zerstört. Zudem macht eine Seeblockade der USA das für Teheran essenzielle Geschäft mit dem Öl fast unmöglich.
Wirtschaftliche Not schon vor dem Krieg
Obendrauf kommt eine von der Regierung angeordnete Sperre des Internets, welche die Wirtschaft im Land zusätzlich lähmt. Diese ökonomischen Schwierigkeiten sind aber kein neues Phänomen.
Bereits vor Ausbruch des Konflikts führten die finanziellen Nöte zu riesigen Protestwellen in der Islamischen Republik. Der Machtapparat des Irans reagierte damals mit brutaler Gewalt und schlug die Demonstrationen nieder. (dpa/red)
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