Koelnmesse setzt auf Wasserstoff – Umweltschützer kritisch
Grüner Zoff in KölnMesse feiert Premiere, doch Greenpeace nennt es Verschwendung

Copyright: Marcus Brandt/dpa
Auf Kölner Messen sind in Zukunft auch Gabelstapler mit Wasserstoffantrieb unterwegs. (Symbolbild)
Die Messe in Köln setzt ein klares Zeichen für die Umwelt. Eine neue Flotte, die zehn Gabelstapler umfasst, fährt ab sofort mit Wasserstoffantrieb. Der große Vorteil: Es entstehen keinerlei schädliche Abgase. Der Leiter der Messe, Gerald Böse, nennt dies einen „weiteren wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaneutralität im Messebetrieb“.
Der Messestandort in der Domstadt übernimmt damit eine echte Pionierrolle. Nach Auskunft des Branchenverbands Auma ist Köln bundesweit der erste Betreiber, der diese Art von Flurförderzeugen einsetzt. In der Regel sind auf dem Areal bis zu 25 solcher Geräte im Einsatz, wenn gerade keine Ausstellung läuft.
Eigene Tankstelle für Wasserstoff vor Ort
Getankt wird der klimafreundliche Treibstoff unmittelbar auf dem Gelände. Eine speziell dafür eingerichtete Wasserstoff-Tankstelle wurde dort installiert. Hergestellt wird der grüne Wasserstoff aus Wasser, was die Entstehung von CO₂ komplett vermeidet.
Jedoch löst diese Neuerung nicht überall Begeisterung aus. Von Umweltschützern wird die Maßnahme zwiespältig betrachtet. Die große Freude wird von Benjamin Stephan von Greenpeace gedämpft. Er merkt an, dass die Nutzung von Wasserstoff nur einen geringen Anteil am gesamten Messegeschäft ausmache.
Kritik von Greenpeace: „Verschwendung von grünem Wasserstoff“
Darüber hinaus bewertet Stephan den Einsatz von grünem Wasserstoff bei den Staplern sogar als pure Vergeudung. Nach seiner Ansicht wäre es besser, elektrische Gabelstapler zu verwenden, die für den Klimaschutz ebenso vorteilhaft seien. Er stellt unmissverständlich fest: „Es ist besser als mit einem Verbrenner herumzufahren, aber die zukunftsfähige Lösung sind Elektrostapler“.
Der kostbare grüne Wasserstoff, so seine Argumentation, sollte stattdessen dort Anwendung finden, wo batteriebetriebene Antriebe keine realistische Option sind – beispielsweise in der Seeschifffahrt oder in der Luftfahrt. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
