Was für eine ernüchternde Bilanz zur Gleichstellung! Pünktlich zum Weltfrauentag wird deutlich: Die Macht in den Rathäusern Nordrhein-Westfalens ist Männersache. Frauen an der Spitze? Kaum zu finden.
Frauentag-Klatsche in NRWRathaus-Chefsessel fast nur für Männer

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In kommunalen Parlamenten in Bürgermeister-Ämtern in NRW sind Frauen unterrepräsentiert. (Archivbild)
Wie die dpa mit Verweis auf das Statistikamt IT.NRW meldet, sind Frauen in den Chefetagen der Rathäuser und Kreishäuser in NRW eine Seltenheit. Derzeit bekleiden lediglich sechs Frauen das Amt einer Oberbürgermeisterin oder Landrätin.
Dies entspricht einer Quote von mageren 11 Prozent. Ein Wert, der viele nachdenklich stimmen dürfte.
Bei Bürgermeisterämtern ist der Frauenanteil sogar rückläufig
Auch bei den Bürgermeister-Jobs in den Gemeinden, die zu einem Kreis gehören, zeichnet sich ein tristes Bild. Bei der Kommunalwahl im letzten Herbst setzten sich lediglich 43 Bewerberinnen durch.
Ihnen gegenüber stehen 330 männliche Amtsinhaber. Die Frauenquote beträgt auch hier nur etwas mehr als 11 Prozent. Der Hammer: Im Vergleich zur Wahl 2020 ist die Quote sogar um 3,2 Prozentpunkte gefallen, so die dpa.
Blick in die Parlamente: Köln zeigt, wie es gehen kann
Ein wenig positiver erscheint die Lage in den kommunalen Parlamenten. In den Stadt- und Kreistagen ist laut den Erhebungen immerhin jedes dritte Mitglied weiblich.
Besonders gut schneiden hier Bonn, Münster und auch Köln ab. In diesen Kommunen liegt der Frauenanteil in den Gremien bei über 42 Prozent. Ganz anders die Situation in den Kreisen Euskirchen, Herford und Höxter, wo nur circa jedes vierte Mitglied im Kreistag eine Frau ist.
In den Vertretungen der kleineren, kreisangehörigen Gemeinden ist der Frauenanteil mit gut 28 Prozent nochmals etwas niedriger. Während in Haan und Legden die Gremien zur Hälfte mit Frauen besetzt sind, sitzt in Nieheim und Hallenberg jeweils nur eine einzige Frau im Gemeinderat. (red)
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