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„Rettung in letzter Minute“Chemie-Werk in Leuna gerettet – 436 Jobs bleiben erhalten

Domo in Leuna

Copyright: Jan Woitas/dpa

Die neue Gesellschaft in Leuna finanziert ab sofort vollumfänglich den Geschäftsbetrieb. (Archivbild)

Ein ganzes Werk stand vor dem Aus, doch dann kam die Wende. Hunderte Familien in Sachsen-Anhalt können aufatmen.

Leuna-Wunder! Chemiewerk gerettet – der Grund ist völlig irre. Das Ende für das Chemiewerk Domo Caproleuna ist vom Tisch! Eine frisch gegründete Auffanggesellschaft übernimmt den Betrieb in Leuna (Sachsen-Anhalt), wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther verkündete. Ein riesiger Erfolg für die Region.

Domo in Leuna ist Teil des belgischen Konzerns Domo Chemicals und besitzt zwei weitere deutsche Schwester-Standorte. Dort werden wichtige Kunststoffe für die Automobil- und Elektronikbranche gefertigt. Die neue Firma sichert nicht nur den Standort und die Gebäude, sondern auch die Arbeitsplätze von 436 der ehemals rund 500 Angestellten, wie die dpa meldet.

Chemie-Riesen in Deutschland kämpfen ums Überleben

Erfolgsgeschichten aus der deutschen Chemiebranche sind eine echte Seltenheit geworden. Die gesamte Industrie leidet seit Jahren. Hohe Energiekosten, die maue Konjunktur, US-Zölle und ein Überangebot auf dem Weltmarkt belasten das Geschäft.

Der Konflikt im Iran hat die Situation nochmals verschärft. Da die Chemiebranche extrem viel Energie benötigt, treffen sie die steigenden Preise für Öl und Gas besonders hart. Giganten wie BASF mussten bereits Sparprogramme auflegen und Personal reduzieren. Das hat auch Auswirkungen auf das sogenannte Chemiedreieck in Sachsen-Anhalt, wo viele Zulieferer ansässig sind.

Irre Wende: Umweltgefahr verhindert die Schließung

„Das war eine Rettung in letzter Minute in einem in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Verfahren“, so die Worte von Insolvenzverwalter Flöther, der den Geschäftsbetrieb seit Ende Dezember leitet. Eigentlich war die Kasse komplett leer. Ohne finanzielle Mittel hätte die Fabrik schon im Januar dichtmachen müssen.

Doch dazu kam es nicht – aus einem unglaublichen Grund! Wegen der eisigen Winterkälte war ein sicheres Herunterfahren der Anlagen ohne massive Risiken für die Umwelt nicht möglich. Deshalb sprang das Land Sachsen-Anhalt ein. Zur Abwehr von Gefahren wurde ein Notbetrieb finanziert, der die Rettung erst ermöglichte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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