Dobrindt mit düsterer Warnung vor „hybrider Kriegsführung“
Klare Ansage in BonnCSU-Politiker warnt vor „Katastrophen aller Art“

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Der Bundesinnenminister betont den Stellenwert des Ehrenamts.
Dobrindt in Bonn: Düstere Warnung vor „hybrider Kriegsführung“
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach bei einer Visite in Bonn Klartext. Die Bedrohung für Deutschland sei real und treffe uns jeden Tag – nur anders, als viele denken.
Bei einem Termin im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und beim Technischen Hilfswerk (THW) fand der Politiker klare Worte. „Wir befinden uns nicht im Krieg. Dieser Satz ist absolut wichtig. Aber wir sind in einer Situation, in der wir von hybrider Kriegsführung tagtäglich betroffen sind“, sagte Dobrindt.
Mehr Geld und neue Technik für den Ernstfall
Die Konsequenz daraus sei eindeutig: „Wir rüsten auf beim Bevölkerungsschutz. Und das muss nicht nur in den Köpfen und in den Behörden stattfinden, sondern es muss vor allem bei den Kräften vor Ort stattfinden. Das geht mit Technologie, das geht mit Ausstattung, mit Ausrüstung, mit Ausbildung“, so der Minister.
Die Finanzen dafür werden erhöht, „weil die Gefahrenlage größer geworden ist“, erklärte Dobrindt. Der Fokus habe sich komplett gewandelt. „Wir haben uns in der Vergangenheit gerüstet für Naturkatastrophen. Heute rüsten wir uns für Katastrophen aller Art.“ Konkrete Pläne dazu, der sogenannte Pakt für den Bevölkerungsschutz, will die Regierung am 20. Mai vorstellen.
Besonderer Dank an die freiwilligen Helfer
Ein zentraler Punkt für den Minister war auch die Würdigung der vielen Ehrenamtlichen. Das Schutzversprechen des Staates, so Dobrindt, stehe und falle mit diesen freiwilligen Kräften. Ihnen sprach er mehrfach seinen Dank aus.
Im Fokus des Besuchs standen aber auch handfeste Neuerungen. So wurden neue Spezialfahrzeuge für den Zivilschutz übergeben, die jetzt an die Bundesländer verteilt werden.

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Dobrindt bekam während des Termins das Vorgehen in einer Gefahrenlage gezeigt.
Bei einem Rundgang wurde dem Minister die neue Ausrüstung präsentiert. Darunter eine mobile Atemschutzübungsstrecke vom THW und Spezialcontainer zur Dekontamination. Für Staunen sorgte vor allem das Robotersystem „ROMATRIS“: ein KI-gesteuerter Helfer auf vier Rädern, der bis zu 150 Kilogramm schleppen kann.
Gezeigt wurde zudem ein Energiepaket, das für die Hilfe in der Ukraine bestimmt ist. Es besteht aus Stromerzeuger, Tankanlagen und Zubehör. (dpa/red)
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