Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einer Veranstaltung mit Leserinnen und Lesern auch persönliche Fragen beantwortet und ein Geheimnis gelüftet.
Bei LeserdiskussionMerz verrät, welches Talent er gerne besitzen würde

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht im Kulturhaus von Salzwedel zu den Teilnehmern vom „Tag des Lokaljournalismus“.
Friedrich Merz (CDU) hat sich am Donnerstag (30. April) in Salzwedel zahlreichen Fragen gestellet. Dabei ghing es auch um persönliche Vorlieben.
So wurde der Bundeskanzler gefragt, welches Talent er gerne hätte, das er nicht besitzt? Merz lüftete das Geheimnis und antwortete prompt: „Eiskunstlaufen.“
Donald Trump ätzt weiter gegen Friedrich Merz
Auf dem politischen Parkett musste sich der Kanzler bereits mehr als einmal aufs Glatteis begeben. Zuletzt kühlte das Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump merklich ab – Eiszeit.
„Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er warf Merz vor, im Ukraine-Krieg bislang „völlig wirkungslos“ gewesen zu sein. Zudem müsse er Deutschland wieder in den Griff bekommen, anstatt sich in andere Angelegenheiten einzumischen.
Trumps Kritik kommt nur knapp einen Tag nach seiner Drohung eines US-Truppenabzugs. Der Präsident hatte eine entsprechende Überprüfung angekündigt, eine Entscheidung solle in Kürze fallen.
Merz: Verhältnis zu Trump „aus meiner Sicht“ unverändert gut
Schon Dienstag hatte Trump den CDU-Politiker scharf angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb der Republikaner auf Truth Social. Bereits zu diesem Zeitpunkt behauptete Trump, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“. Er warf Merz vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.
Gemessen an Trumps Äußerungen schien das persönliche Verhältnis der beiden auf einem neuen Tiefpunkt angelangt zu sein. Merz trat diesem Eindruck am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin allerdings entgegen. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut“, sagte er. „Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.“
Auf der Veranstalzung in Salzwedel wurde Merz auch gefragt, mit welchem Politiker einer anderen Partei er sich überraschend gut verstehe. „Ich hoffe, dass ich jetzt ihm nicht zu nahe trete, aber ich würde mal sagen, mit Omid Nouripour von den Grünen. Ist ein interessanter Typ und auch ein guter Typ.“ Der frühere Grünen-Chef Nouripour ist Vizepräsident des Bundestags.
Merz musste auch „Entweder-Oder“-Fragen beantworten.
- Zeitung am Morgen in der Hand oder E-Paper auf dem Tablet? „Wenn es eben geht, Zeitung morgens in der Hand.“
- Jazz/Klassik oder Rock/Pop? „Eindeutig Jazz/Klassik.“
- Telefonieren oder WhatsApp schreiben? „Auch eine Antwort 100 zu 0. Ich mache aus Sicherheitsgründen kein WhatsApp.“
- Großstadttempo oder ländliche Ruhe? „Ländliche Ruhe.“
Und auf die Frage, warum er manchmal Krawatten mit Tiermotiven trage, sagte der Kanzler: „Weil ich sie schön finde.“
Der Bundeskanzler stellte sich den Fragen der Leserinnen und Leser in Salzwedel anlässlich des „Tages des Lokaljournalismus“. Die Brancheninitiative, bei der Medienhäuser und Organisationen auf die Bedeutung lokaler Berichterstattung aufmerksam machen, findet am 5. Mai statt. Ziel ist es, die Bedeutung und Leistungsfähigkeit lokaler Berichterstattung sichtbar zu machen und insbesondere jüngere Zielgruppen anzusprechen.
Rund um das Datum gibt es verschiedene Veranstaltungen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier etwa empfing am 21. April Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten im Schloss Bellevue. (dpa)
