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Chemie-Riese schwächeltTrotz Umsatzrückgang kann der Konzern seinen Gewinn steigern

Neuer BASF-Standort in China

Copyright: Johannes Neudecker/dpa

Weltgrößter Chemiekonzern BASF: Niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte belasten. (Archivbild)

BASF: Umsatz sinkt, doch der Gewinn explodiert plötzlich.

Der Chemie-Gigant BASF steht unter Druck. Die Umsätze im neuen Jahr gehen zurück, doch die Bilanz zeigt eine faustdicke Überraschung, die niemand auf dem Zettel hatte.

Auch das erste Quartal brachte für den Ludwigshafener Konzern den harten Wind des Weltmarktes. Wie BASF kurz vor der Hauptversammlung verkündete, sanken die Erlöse in den ersten drei Monaten des Jahres auf 16 Milliarden Euro, ein Minus von drei Prozent. Zwar konnte der Konzern etwas mehr Waren absetzen, das half aber nicht.

Der Grund für den Knick: gesunkene Verkaufspreise und schlechte Wechselkurse, besonders beim US-Dollar und dem chinesischen Renminbi. Das belastete auch das Ergebnis. Der operative Gewinn (Ebitda) vor Sondereinflüssen fiel auf 2,36 Milliarden Euro, ein Rückgang von fast sechs Prozent.

Währungseffekte drücken das Ergebnis

Finanzvorstand Dirk Elvermann machte die Rechnung auf: „Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ebitda vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht.“ Ein klares Signal, wie sehr der Konzern von den globalen Finanzmärkten abhängt.

Aber jetzt kommt der Hammer: Trotz sinkender Erlöse und operativem Gewinn explodierte der Reingewinn für die Aktionäre um beinahe 15 Prozent nach oben – auf krasse 927 Millionen Euro. Wie geht das denn?

Geldregen dank Wintershall-Dividende

Die Lösung liegt in einer Beteiligung: Ausschüttungen vom Öl- und Gasunternehmen Wintershall Dea spülten unerwartet frisches Geld in die Kassen und bescherten diesen plötzlichen Sprung. Ein Detail, das zeigt, wie verzweigt das Geschäft des Chemie-Riesen ist.

Für die Zukunft gibt sich die Chefetage um Unternehmenschef Markus Kamieth optimistisch und hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Die Zahlen des Vorjahres wurden außerdem angepasst, weil der Verkauf der Fahrzeug- und Reparaturlacke an den Investor Carlyle ansteht. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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