Ebola-Fall: US-Patient und sechs Begleiter im Anflug
Ebola-Alarm in DeutschlandInfizierter US-Bürger wird zur Behandlung nach Deutschland geflogen

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Ein US-Amerikaner wird in Deutschland behandelt. (Archivbild)
Ein US-Bürger, der sich mit dem gefährlichen Ebolavirus angesteckt hat, wird zur medizinischen Versorgung nach Deutschland gebracht. Eine entsprechende Anfrage der amerikanischen Behörden an die Bundesregierung wurde vom Gesundheitsministerium in Berlin bestätigt. Der Patient hat sich in der Demokratischen Republik Kongo infiziert.
Die Entscheidung für Deutschland fiel aufgrund der kürzeren Transportwege per Flugzeug und der vorhandenen Expertise im Umgang mit Ebola-Fällen. Aktuell laufen die Vorbereitungen, um den Mann hierzulande aufnehmen und medizinisch betreuen zu können.
Nicht nur der Patient: Sechs weitere Personen im Anflug
Der Erkrankte reist aber nicht alleine an. Laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC werden zusätzlich sechs Menschen aus seinem Umfeld nach Deutschland gebracht, bei denen eine hohe Infektionsgefahr besteht. Informationen zur Staatsangehörigkeit der Begleitpersonen gibt es bislang nicht.
Klinikstandort bleibt streng geheim
In welcher deutschen Klinik der US-amerikanische Patient untergebracht wird, bleibt vorerst unter Verschluss. Das Bundesgesundheitsministerium machte hierzu keine konkreten Angaben. Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass ein deutschlandweites Netzwerk von Spezialisten für die Betreuung von Erkrankten mit hochgefährlichen Erregern existiert.
Berichte aus US-Medien legen nahe, dass der Patient selbst Mediziner ist. Diese Information deckt sich mit der Mitteilung einer christlichen Missions-Organisation. Demnach hat sich der amerikanische Arzt während seiner Arbeit in einer Klinik im Kongo mit dem Virus angesteckt.
WHO schlägt Alarm: Gesundheitsnotstand ausgerufen
Die Situation vor Ort ist besorgniserregend. Aufgrund des Ebola-Geschehens in der Demokratischen Republik Kongo sowie in Uganda hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Auslöser ist eine spezielle Variante des Virus, wogegen bislang keine Impfung existiert.
Das Risiko einer Verbreitung im gesamten Gebiet wird als erheblich eingestuft. Nach Informationen der Africa CDC, der afrikanischen Gesundheitsbehörde, nahm die Epidemie wahrscheinlich in der dritten Woche des Aprils ihren Anfang, die Meldung erfolgte jedoch erst zu Beginn des Monats Mai. (dpa/red)
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