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Die große Strom-WendeDeutschland exportiert plötzlich wieder mehr Strom als es einkauft

Windkraftanlage

Copyright: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Deutschland hat erstmals seit 2023 wieder mehr Strom ins Ausland verkauft als eingeführt. (Symbolbild)

Strom-Wende! Deutschland ist wieder Strom-Exporteur

Strom-Hammer in Deutschland! Eine erstaunliche Wende auf dem Energiemarkt. Zum ersten Mal seit Ende 2023 hat die Nation im ersten Jahresviertel wieder mehr Elektrizität ins Ausland verkauft als von dort eingekauft. Eine Entwicklung, die viele überraschen dürfte.

Konkret wurden im Zeitraum von Januar bis März 17,9 Terawattstunden ausgeführt, während 15,3 Terawattstunden importiert wurden. Diese Zahlen gab die Bundesnetzagentur bekannt. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2025 sah das Bild noch komplett anders aus. Damals stand ein Importplus von 4,0 Terawattstunden zu Buche.

Deshalb ist deutscher Strom plötzlich ein Exportschlager

Aber worin liegt diese Kehrtwende begründet? Die Hauptursache ist laut Netzagentur ganz einfach: Die Preise auf dem Großhandelsmarkt für Strom sind in Deutschland stärker gesunken als in den meisten Nachbarstaaten. Für Energieanbieter im Ausland war es daher oft ein gutes Geschäft, Elektrizität von deutschen Produzenten zu beziehen.

Im Gegenzug gab es für hiesige Versorgungsunternehmen seltener einen wirtschaftlichen Anreiz, Energie aus dem Ausland zu erwerben. Das sind gute Nachrichten für die heimische Energieerzeugung.

Österreich bleibt Top-Kunde, Dänemark ist Hauptlieferant

Größter Abnehmer für deutsche Elektrizität war, wie schon im Vorjahr, unser Nachbar Österreich. Besonders stark gewachsen sind die Ausfuhren nach Dänemark und Norwegen. Deutlich weniger Energie floss stattdessen nach Frankreich – die Lieferungen dorthin sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund die Hälfte.

Bei den Einfuhren hat ein anderes Land die Nase vorn: Der wichtigste Stromlieferant für Deutschland war Dänemark, auf den Plätzen folgen die Niederlande und Frankreich.

Grüne Energie dominiert – doch es gibt eine Atom-Überraschung

Ein Blick auf die Energiearten zeigt: Der Umschwung wird von Ökostrom angetrieben. Den Hauptanteil an den deutschen Exporten hatte an Land erzeugte Windenergie. Insgesamt kamen 57,1 Prozent der Ausfuhren aus erneuerbaren Quellen.

Und jetzt kommt der kleine „Aha!“-Moment: Auch bei den Importen kletterte der Anteil der Erneuerbaren auf 50,2 Prozent. Der größte einzelne Posten, den wir aus dem Ausland bezogen haben, war laut Bundesnetzagentur aber erneut die Kernenergie. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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