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Dicke Gewinne, große SorgeBilligflieger rechnet wegen Iran-Krieg mit steigenden Kosten

Ryanair

Copyright: Jörg Carstensen/dpa

Billigflieger Ryanair: Hohe Kosten erwartet nach Milliardengewinn. (Archivbild)

Ryanair: Nach Rekordgewinn drohen nun teure Zeiten.

Europas größter Billigflieger Ryanair stellt sich auf ein teures Jahr ein. Das gab die irische Fluggesellschaft von Dublin aus bekannt. Die Gründe: Die Ausgaben für Kerosin, Personal und die Wartung der Flugzeuge werden voraussichtlich kräftig ansteigen.

Als Ursache sieht Konzernchef Michael O'Leary vor allem die globalen Krisen. Die Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten sowie der russische Angriffskrieg in der Ukraine stellen Risiken für die Kerosinversorgung dar. Sie könnten die Preise für den nicht abgesicherten Bedarf weiter nach oben treiben.

Ryanair-Chef O'Leary: Prognose wegen Krisen unmöglich

Aus diesem Grund wollte O'Leary auch keine Vorhersage für das neue Geschäftsjahr machen. Es sei noch „viel zu früh“, um eine aussagekräftige Gewinnprognose zu nennen, ließ er verlauten. Obwohl der Konzern schon 80 Prozent seiner Treibstoffkosten gesichert hat, ist das Jahresergebnis stark von diesen externen Faktoren abhängig. O'Leary hofft, mit den kommenden Quartalszahlen im Juli eine präzisere Einschätzung abgeben zu können.

Diese Warnung kommt unerwartet, denn das abgelaufene Geschäftsjahr bis Ende März war für Ryanair ein voller Erfolg. Der Umsatz stieg dank mehr Fluggästen und teureren Flugscheinen um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.

Milliardengewinn im Rücken – doch die Zukunft ist ungewiss

Der Überschuss kletterte sogar um ein sattes Drittel auf fast 2,2 Milliarden Euro. Selbst nach Abzug einer verbuchten Strafzahlung aus Italien lag der Profit mit 2,26 Milliarden Euro noch über den Erwartungen von Analysten. Ryanair wehrt sich weiterhin gegen die von der italienischen Wettbewerbsbehörde auferlegte Geldstrafe und hat nur ein Drittel der Summe als Sondereffekt in die Bücher genommen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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