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Aufatmen in AueCDU-Kandidat gewinnt Stichwahl gegen Rechtsextremen der „Freien Sachsen“

OB-Stichwahl in Aue

Copyright: Jan Woitas/dpa

CDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl in Aue gegen Rechtsextremen. (Archivbild)

CDU-Mann gewinnt Wahl-Krimi gegen Rechtsextremen in Aue.

Aufatmen im Erzgebirge! Ein echter Wahl-Krimi in Aue-Bad Schlema findet sein Ende. Der CDU-Mann Marcus Hoffmann hat sich durchgesetzt und verhindert so einen Oberbürgermeister der rechtsextremen „Freien Sachsen“.

Marcus Hoffmann von der CDU hat die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema (Erzgebirge) für sich entschieden. Im entscheidenden zweiten Wahlgang sammelte er 5.007 Stimmen. Sein Kontrahent Stefan Hartung von der Kleinstpartei «Freie Sachsen» erhielt 4.499 Stimmen, wie die Stadtverwaltung verkündete.

Besonders pikant: Nach dem ersten Wahltermin am 10. Mai hatte Hartung noch die Führung inne. Mit 29,0 Prozent der Voten bei damals fünf Bewerbern reichte es aber nicht für die absolute Mehrheit. Der 37-Jährige war viele Jahre als Funktionär für die NPD tätig, die heute den Namen «Die Heimat» trägt.

Aue-Bad Schlema bleibt in CDU-Hand

Mit dem Sieg von Hoffmann bleibt die Stadt mit ihren rund 19.000 Einwohnern fest in der Hand der Christdemokraten. Der bisherige Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU), der seit 1999 im Amt ist, geht aus Altersgründen in den Ruhestand.

Wahlgewinner Hoffmann (41) ist in der Stadtverwaltung kein Unbekannter, er ist derzeit im Bauamt beschäftigt. Der verheiratete Familienvater von zwei Kindern sagte im Wahlkampf: „Mein Herzensanliegen ist, dass die Menschen das Potenzial in der Stadt sehen, das ich sehe.“ Zur Wahl waren insgesamt mehr als 15.000 Wahlberechtigte aufgerufen.

Wer sind die rechtsextremen „Freien Sachsen“?

Sein Gegenkandidat Hartung ist nicht nur im Stadtrat und Kreistag aktiv, sondern auch Mitbegründer und Vize-Chef der «Freien Sachsen». Der sächsische Verfassungsschutz beschreibt die Vereinigung als eine „als Partei organisierte Gruppierung von Neonationalsozialisten, Die-Heimat-Funktionären und weiteren Szeneangehörigen oder -sympathisanten“.

Die staatsfeindlichen Absichten der Partei richten sich laut den Sicherheitsbehörden gegen den Fortbestand der Bundesrepublik. Die «Freien Sachsen» verlangen mehr Eigenständigkeit für ihr Bundesland – und schrecken dabei auch vor einem „Säxit“ nicht zurück, einem Austritt Sachsens aus Deutschland, angelehnt an den Brexit.

Verfassungsschutz: Partei strebt „Systemwechsel“ an

Das kuriose Detail dabei: Die Partei definiert Sachsen nicht in den aktuellen Landesgrenzen, sondern in denen des ehemaligen Königreichs. Die kleine Partei mit nach eigenen Angaben circa 1.200 Mitgliedern wird sowohl vom sächsischen als auch vom Bundesverfassungsschutz als rechtsextremistisch bewertet.

Immer wieder veranstaltet die Partei öffentliche Protestaktionen, wie etwa Fackelmärsche gegen Unterkünfte für Asylbewerber. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz benutzen die «Freien Sachsen» Wahlen und die politische Bühne vor allem als „nützliches Werkzeug zur Vorbereitung eines Systemwechsels“.

Die im Erzgebirge gelegene Stadt Aue-Bad Schlema ist überregional für ihre Bergbau-Vergangenheit, ihr Kunsthandwerk und als Wintersport-Destination geschätzt. Im kommenden Jahr wird sie außerdem die sächsische Landesgartenschau veranstalten. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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