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Noch kein Jahr in der ParteiJetzt Politiker: Ex-Bundesliga-Profi tritt bei Wahl an

Früher parierte er für Werder Bremen, nun zielt er auf einen Sitz im Stadtrat! Für Felix Wiedwald geht es vom grünen Rasen direkt in die Kommunalpolitik.

Sportlich stand er in seiner Karriere vor allem für Grün-Weiß und Blau-Weiß, nach der Laufbahn bei Werder Bremen und dem MSV Duisburg vertritt Felix Wiedwald (36) jetzt andere Farben. Der ehemalige Bundesliga-Torhüter (73 Einsätze) strebt in die Politik.

In Verden (Niedersachsen) tritt Wiedwald am 13. September bei der Kommunalwahl an, will es für die CDU in den Stadtrat sowie den Kreistag schaffen. Er mischt außerdem im Kampagnenteam von Björn Symank mit, dem CDU-Anwärter auf das Bürgermeisteramt.

Felix Wiedwald: Politik trotz Vollzeitjob bei Werder

„Ich habe gleich das volle Programm genommen“, sagte Wiedwald der „Kreiszeitung“. Der Anstoß für sein politisches Engagement kam von ihm persönlich. Er meldete sich proaktiv beim Stadtverband der CDU, um seine Bereitschaft zur Mitarbeit zu signalisieren.

„Es meckern so viele, aber nur wenige machen mit in der Politik und übernehmen Verantwortung. Das ist bei mir anders!“, unterstrich der ehemalige Torhüter, der 65 Mal für Werder Bremen und 65 Mal für den MSV Duisburg in Pflichtspielen auf dem Rasen stand.

Nach der 2022 beendeten Profi-Laufbahn blieb Wiedwald dem Fußball beruflich treu und kehrte zu seinem Ex-Verein an die Weser zurück. „Ich bin fest angestellter Scout in der Kaderplanung bei Werder. Das ist ein Fulltime-Job“, machte er deutlich. Dennoch ist er entschlossen, sich den Freiraum für die Politik zu schaffen.

Bei Werder Bremen durchlief er ein zweijähriges Trainee-Programm, schloss eine Lehre zum Bürokaufmann ab und besuchte einen Kurs für Sport-Management. Außerdem kümmert er sich eigenhändig um die Verwaltung seiner Immobilien.

Felix Wiedwald beim Einlaufen ins Weserstadion von Werder Bremen.

Copyright: IMAGO / Nordphoto

Felix Wiedwald, hier im März 2025 beim Abschiedsspiel von Diego in Bremen, geht in die Politik.

In Verden ist er seit sieben Jahren mit seiner Ehefrau Kim und den beiden Töchtern (neun und sechs Jahre alt) zu Hause.

Die Nähe zur CDU kommt nicht von ungefähr: Schon sein Großvater Erhard Wiedwald engagierte sich in Achim ehrenamtlich, sowohl im Sport als auch für die Partei. Letzten Herbst machte Felix Wiedwald dann selbst den Schritt und wurde CDU-Mitglied. Seither besucht er konsequent die Fraktionssitzungen, um sich in die Materie einzuarbeiten. (red)

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