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Wirbel um DHL-Video Hat die Deutsche Post der Armee ihre Transporter für Waffen geschenkt?

Ein Video in den sozialen Netzwerken zeigt einen ukrainischen Soldaten, der behauptet, die Deutsche Post DHL hätte dem Militär Zustellfahrzeuge geschenkt. Unser Archivbild aus dem Jahr 2020 zeigt ein DHL-Fahrzeug in Berlin.

Ein Video in den sozialen Netzwerken zeigt einen ukrainischen Soldaten, der behauptet, die Deutsche Post DHL hätte dem Militär Zustellfahrzeuge geschenkt. Unser Archivbild aus dem Jahr 2020 zeigt ein DHL-Fahrzeug in Berlin.

Deutsche Post DHL: Das Bonner Unternehmen steht derzeit mit einem Video in den sozialen Netzwerken im Mittelpunkt. Es zeigt mehrere ukrainische Soldatinnen und Soldaten vor einem gelben Zustellfahrzeug. Sechs dieser Fahrzeuge seien der Armee von DHL geschenkt worden, behauptet ein Soldat. Stimmt das?

Hunderttausende Menschen haben auf Twitter und Facebook ein Video gesehen, das am Sonntag (27. März) auf Twitter zigfach geteilt worden ist. Darauf zu sehen: Mehrere ukrainische Soldatinnen und Soldaten, die vor einem gelben Zustellfahrzeug von Deutsche Post DHL stehen.

Auf Deutsch erklären sie, dass die Firma ihnen sechs dieser Fahrzeuge geschenkt habe, nachdem nur vier von der Armee angefragt worden seien. Mit den Wagen würden nun Waffen transportiert. Auch ein ukrainischer Sender verbreitete das Video.

In den sozialen Netzwerken wurde das Unternehmen dafür gefeiert, den Krieg zu unterstützen. „DHL liefert Waffen, WAS für eine geile Show“, kommentiert eine Nutzerin zum Video. Andere nehmen den Lieferdienst mit Bezug auf die deutsche Regierung als Beispiel dafür, wie Waffenlieferung wirklich funktioniert.

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Hat die Deutsche Post DHL tatsächlich ihre knallgelben Fahrzeuge an die Armee gespendet, um sie im Krieg gegen Putin zu unterstützen?

Deutsche Post DHL: Hat das Unternehmen Fahrzeuge verschenkt?

Auf Nachfrage von EXPRESS.de lautet die klare Antwort: nein. „Die in dem Video gezeigten Fahrzeuge wurden von ukrainischen Regierungsvertretern beschlagnahmt“, erklärt eine Sprecherin. „DHL hat keine Kontrolle über deren aktuellen und zukünftigen Einsatz.“

Freiwillig hat das Unternehmen also keine Zustellfahrzeuge an die Truppen geschickt.

Bereits Anfang März erklärte das Bonner Unternehmen, seine Transportdienstleistungen in die Ukraine unterbrochen zu haben. Büros und Betriebe im Land seien wegen des Krieges bis auf Weiteres geschlossen. Die größte Sorge gelte der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ukraine. Man beobachte die Situation weiterhin sehr genau.

Deutsche Post DHL: „Zutiefst betroffen von der Situation in der Ukraine“

„Wir sind zutiefst betroffen von der Situation in der Ukraine. Als Unternehmen, das den Handel zwischen Ländern und Völkern auf der ganzen Welt ermöglicht, streben wir nach einer stärker vernetzten Welt mit Frieden und Wohlstand für alle“, heißt es von DHL.

Dass ukrainische Soldatinnen und Soldaten die bekannten Fahrzeuge von DHL für ihre eigene Propaganda benutzen, zeigt, dass der Informationskrieg auf beiden Seiten geführt wird – nicht nur auf der russischen.

Krieg in der Ukraine ist auch ein Krieg in den sozialen Netzwerken

Der Ukraine-Krieg ist auch ein Krieg der Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken: Vor allen Dingen von ukrainischer Seite werden beispielsweise Twitter oder Telegram massiv genutzt – etwa um die Widerstandskraft in der Bevölkerung zu zeigen. Den Mut der Soldatinnen und Soldaten. Oder die Grausamkeiten der russischen Armee. Dabei nutzt auch die Ukraine viel staatliche Propaganda – stets in dem Wissen, dass diese auch über die Grenzen hinaus wahrgenommen wird.

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