Jetzt also doch. Erstmals seit der Eröffnung vor 145 Jahren müssen Besucherinnen und Besucher des Kölner Doms Eintritt zahlen.
Beschlossen!Eintritt für den Dom kommt – aber nicht alle müssen zahlen
Aktualisiert
Jetzt ist es beschlossene Sache! Besucherinnen und Besucher des Kölner Doms müssen künftig Eintritt zahlen. Das hat das für die Kathedrale verantwortliche Domkapitel in einer Klausurtagung beschlossen.
Begründet wird die Maßnahme mit stark gestiegenen Kosten für Personal und Material. Bisher hatte das Domkapitel ein Eintrittsgeld für den Dom immer abgelehnt, jetzt die Änderung – erstmals seit der feierlichen Eröffnung der Kathedrale im Jahr 1880.
Aber: Es gibt Ausnahmen. Zur Kasse gebeten werden sollen ausschließlich touristische Besucherinnen und Besucher. Für Gottesdienst-Teilnehmende und Betende soll es beim freien Eintritt bleiben. Auch Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins müssen nicht bezahlen, wenn sie in den Dom wollen.
Die Gebühr soll ab der zweiten Jahreshälfte erhoben werden. „Wir gehen davon aus, dass sich die neue Gebühr nach einer gewissen Eingewöhnungszeit relativ bald etablieren wird“, sagt der Dompropst Msgr. Guido Assmann.
Die Höhe der künftigen Besichtigungsgebühr stehe noch nicht fest. „Wir werden uns in den kommenden Wochen Zeit nehmen und sorgsam ein Preisgefüge erstellen, über Sonderkonditionen und über mögliche ‚Aktionstage‘ mit freiem Eintritt für bestimmte Besucherinnen und Besucher nachdenken“, so Assmann weiter. Zudem sollen ein Wegeleitkonzept erarbeitet und Besuchsbereiche definiert werden. (red)
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