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EXPRESS-Kultfotograf Kölsches Hätz und viele Tränen: Der ergreifende Abschied von Zik

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Diakon Willibert Pauels kniet vor Ziks Sarg. Daneben steht Ziks Motorroller, der in der ganzen Stadt bekannt war.

Köln – Hoffentlich hat Zik heute aus dem Himmel hinunter nach Köln geschaut...

EXPRESS-Kultfotograf Heinz-Walter Friedriszik, den die meisten nur als Zik kannten, war am 1. Juni im Alter von nur 63 Jahren in Köln verstorben.

Zik wurde heute auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Und alle sind gekommen, um sich zu verabschieden: Verwandte, Freunde, Kollegen, Promis, Politiker und viele ganz normale Kölner.

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Dieses Foto von Zik (✝) entstand noch im Mai dieses Jahres.

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Denn Zik war ein kölsches Original. Ob Bill Clinton, Lady Di oder lokale Größen aus Politik und Karneval: Zik hatte sie alle vor der Kamera.

Für die ganze EXPRESS-Redaktion war es ein schmerzlicher Abschied. Denn Zik war EXPRESS. Und EXPRESS war Zik. Es gab und gibt wahrscheinlich keinen Mitarbeiter, dessen Leben so eng mit dem EXPRESS verbunden war.

Wir haben die Trauerfeier mit der Kamera begleitet und viele Anekdoten und Geschichten aus Ziks Leben aufgeschrieben.

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Es war ein Abschied, der Zik gefallen hätte, mit vielen bewegenden Reden und Anekdoten, kölschem Hätz und schönen Liedern. Wir sagen auch: Mach et jot, Zik! Wir werden Dich nicht vergessen.

• Immer wieder sieht man Freunde, die Zik-typische T-Shirts in Rot tragen, mit Schriftzug und dem Spruch „Mach et jot!“

• Familie, Vertraute und Freunde nehmen Abschied am Grab. Sie streuen Rosen, danken Zik und erweisen einem großen Kölner so die letzte Ehre.

• An der Grabstelle wird der Sarg herabgelassen. Ein Trompeter spielt „Ich bin ene kölsche Jung, wat willste maache“.

• Am Trauerweg stehen Flaggenträger der verschiedenen Karnevals-Gesellschaften. Ein Tribut an Ziks große Fastelovends-Liebe.

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Auf dem Weg zum Grab wird Ziks Sargs von Reporter-Kollegen aus der Kölner Lokalredaktion des EXPRESS begleitet.

• Der weiße Sarg mit dem Zik-Logo wird von EXPRESS-Kollegen aus der Trauerhalle getragen. Die Trauergäste folgen schweigend.

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Kollegen aus der Kölner EXPRESS-Lokalredaktion tragen Ziks Sarg aus der Trauerhalle.

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Der Zug aus Trauernden läuft durch den Regen.

• Auf Melaten weint nun auch der Himmel. Es hat begonnen zu regnen.

• Viele Trauergäste haben Tränen in den Augen.

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In der dunklen Trauerhalle leuchtet neben dem Kerzenschein auch ein Schild mit dem typischen Zik-Schriftzug in Neonrot.

• „Geboren, um zu leben“, singt der Jugendchor St. Stephan.

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Der Kölner Jugendchor St. Stephan singt: „Ich sage,Dankeschön, einfach nur Dankeschön, dass et dich jitt.“

• Willibert Pauels erzählt eine Anekdote, die bei allen Trauernden das Bild von Zik heraufbeschwört: „Er fotografierte Kardinal Meisner. Und sagte tatsächlich, Ey du, Kardinal geh mal dahin! Das hat mich beeindruckt, denn es war nicht gemein oder respektlos, sondern einfach so wie Zik war, ehrlich.“

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In der Trauerhalle steht neben dem weißen Sarg mit Zik-Logo auch sein bekannter Motorroller, mit dem er stets in Köln unterwegs war.

• Zik hatte sie alle vor der Linse: Promis aus Köln und der ganzen Welt. Und jetzt sind viele zu kommen, um ihm zu gedenken. Zum Beispiel Moderator Jean Pütz, Musiker Micky Brühl, Bezirksbürgermeister Andreas Hupke, Kölnkongress-Chef Bernhard Conin und viele weitere.

Ganz Kölle hat Zik gekannt. Die Trauerhalle ist so voll, dass Menschen  sogar draußen unter dem Vordach stehen. Ach Zik, wir hoffen, Du schaust aus dem Himmel gerade jetzt hinunter in Dein Köln!

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Zahlreiche Zuschauer verfolgen die Trauerfeier für Zik. Es sind so viele, dass nicht alle einen Platz in der Trauerhalle finden konnten.

• Schramma weiter: „30 Prinzenspangen hat er im Karneval verliehen bekommen, meistens direkt nach dem OB, also noch vor Kardinal oder FC-Präsident. Das war Zik. Doch an diesem Aschermittwoch war für ihn wirklich die Zik erömm.“

• Nun spricht Kölns Alt-OB Fritz Schramma: „Ziks Kamera und seine Rollschuhe gehören meiner Meinung nach ins Stadtmuseum!“

• Nun wieder Musik vom Jugendchor, sie singen: „Ich sage, dankeschön, einfach nur dankeschön, dass et dich jitt.“ Spätestens jetzt wären auch bei Zik Tränen zu sehen gewesen, denn die Musik war neben dem Fotografieren seine große Liebe.

• Carsten Fiedler spricht der EXPRESS-Redaktion aus dem Herzen: „So einen wie Zik wird es nicht mehr geben, das weiß die gesamte EXPRESS-Redaktion. Und gerade deswegen soll er unvergessen bleiben. Danke dir, Zik.“

Bewegende Trauerrede von EXPRESS-Chefredakteur Carsten Fiedler und Rudi Kreitz, EXPRESS-Chefredakteur von 2003 bis Ende 2013. Kreitz: Das Lachen ist mit Zik beim EXPRESS nie vergangen. Er liebte und lebte den EXPRESS.“

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Rudi Kreitz  (links), EXPRESS-Chefredakteur von 2003-2013, und Carsten Fiedler, EXPRESS-Chefredakteur, sprechen bei der Trauerfeier.

• Kreitz: „Zik, du hast EXPRESS und DuMont immer die Treue gehalten. Dafür danken wir dir und wir werden dich nicht vergessen.“

• Die Bläck Fööss kannten Zik seit Jahren aus dem Karneval. Erry, Bömmel und Andreas singen "Mach et Jot". 

• Willibert Pauels beginnt mit seiner Rede: „Wir sind heute hier zusammen gekommen, um Heinz-Walter... ach was... um Zik, so haben wir ihn gekannt, zu seiner letzten Ruhe zu begleiten.“

• Die ersten Tränen rollen, der Jugendchor Sankt Stephan eröffnete das letzte Geleit für Heinz-Walter Friedriszik.

• FK-Präsident Markus Ritterbach: „Zik war durch seine Persönlichkeit immer präsent. Sein Charme war über all das Chaos, dass er veranstaltet hat, erhaben. Ein großartiger Fotograf, der bei seinen Kollegen geschätzt wurde. Man muss unter einem Stein gelebt haben, wenn man Zik nicht kannte.“

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Markus Ritterbach, Präsident des Festkomitee Kölner Karneval , mit dem früheren EXPRESS Chefredakteur Rudolf Kreitz

• Viele Menschen verabschieden sich von Zik.

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Längst nicht alle Trauernden finden Sitzplätze, ein Zeugnis für Ziks Beliebtheit.

EXPRESS-Herausgeberin Isabella Neven Dumont und EXPRESS-Herausgeber Christian DuMont Schütte sind ebenfalls gekommen, um sich von Zik zu verabschieden.

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EXPRESS-Herausgeber Christian DuMont Schütte besucht die Trauerfeier.

• EXPRESS-Herausgeberin Isabella Neven DuMont erzählt im Vorfeld noch eine Anekdote über ihr erstes Treffen mit Zik: „Ich war noch ganz jung, als ich Zik kennengelernt habe. Er hat damals meine Brüder zum Rollschuhfahren abgeholt. Sinnbildlich, denn die wurden später zu seinem Markenzeichen.“

Es ist viel Prominenz gekommen: zum Beispiel Alfred Biolek, Brings, Henning Krautmacher. 

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Alfred Biolek hat Zik seinen Rufnamen gegeben. Auch er ist unter den Gästen der Trauerfeier.

Es ist sehr voll. Zik wäre gerührt.

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Zahlreiche von Ziks Kollegen aus der EXPRESS Redaktion nahmen von ihrem Kollegen Abschied.

• Unter Klavierklängen ziehen die Trauergäste in die Halle ein.

• Michael Kokott, Leiter des Jugendchors Sankt Stephan: „Zik schaut aus dem Himmel herab und das hätte ihm gefallen. Zu sehen, dass so unterschiedliche Menschen an ihn denken, das wär nach seinem Geschmack gewesen. Ich danke einem langjährigen Freund!“

• Stadtsprecher Gregor Timmer (der Henriette Reker vertritt): „Er war eine kölsche Legende, er hat unzählige wichtige Ereignisse in Köln festgehalten. Er war mit seinen Fotos Gedächtnis der Stadt. Und gerade deswegen haben wir die Pflicht, auch ihn in Erinnerung zu behalten. Außerdem war er ein anerkannter Profi, auch wenn es mal chaotisch werden konnte.“

• Beppi Valentini (vom Italiener auf der Breite Straße) und Rosi Schönartz (WDR) sind ebenfalls gekommen. Beppi  Valenti sagt: „Zik war positiv verrückt. Fast zwanzig Jahre lang kam er fast täglich zu mir in die Breite Straße. Da habe ich Hochs und Tiefs gesehen, aber fröhlich war er trotzdem immer.“

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Beppi Valenti (Italiener auf der Breite Straße) und Rosi Schönartz (WDR)

Die Trauergäste tauschen Geschichten und Anekdoten über Zik aus. Es gibt so viel zu erzählen. 

• Das Foto aus der Trauerhalle geht unter die Haut. Zik wird im weißen Sarg beigesetzt. Darauf sein berühmter Namens-Schriftzug mit den Rollen. Neben den Kränzen, unter anderem vom EXPRESS, steht sein Kult-Roller, auf dem er immer in der Stadt unterwegs war. Daneben liegt seine Fotografenweste. Zik, Du fehlst!

Etwa 400 Trauergäste sind auf dem Melaten-Friedhof eingetroffen.

• Über Zik gab es unzählige Geschichten. Zum Beispiel diese hier: Gerhard Schröder landete in Köln und Zik wartete an der Gangway. „Hey Zik, was machst Du denn hier?“, soll ihn der damalige Kanzler begrüßt haben. Ob es stimmt? Fast sicher!

• Klaus Buch (58) vor der Trauerfeier: „Ich kannte Zik über 35 Jahre, ob ein Kaffee in der Stadt oder auf der Ehrenstraße auf seinem Roller - Zik war unterwegs! Er hatte seine Prinzipien und konnte diese auch hart verteidigen. Doch seine Art konnte man ihm nie übel nehmen, Zik war dafür zu liebenswert und herzlich. Er fehlt.“

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Klaus Buch (58)

• Höhner-Sänger Henning Krautmacher vor dem Beginn der Trauerfeier: „Er war der bunte Hund Kölns. Aber ein Erlebnis ist mir im Gedächtnis geblieben: Wir hatten gerade frisch den Song 'Der liebe Gott weiß dass ich kein Engel' bin herausgebracht und Zik fuhr die gesamte Karnevalszeit mit einem selbstgebauten, leuchtenden Heiligenschein durch die Stadt. Den hat er der Band dann geschenkt. Zik bleibt unvergessen.“

Viele EXPRESS-Kollegen sind da. Wir werden Zik alle sehr vermissen.

Auch die kölsche Schauspielerin Samy Orfgen ist auf dem Melaten-Friedhof eingetroffen: „Zik war ein echter Wirbelwind. Die Stadt kannte und brauchte ihn, nun klafft eine riesige Lücke. Bei jeder Veranstaltung war er unterwegs, Zik war immer unter Strom. Ich habe sogar auf ihn gewartet, denn sonst fehlte etwas. 1984 habe ich ihn zum ersten Mal in der 'Filmdose' getroffen. Es entstand eine Freundschaft, selbst wenn man sich nicht dauernd gesehen hat. Zik, du wirst fehlen“, erinnert sie sich an den Kult-Fotografen.

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Samy Orfgen

• Die ersten Trauergäste sind bereits eingetroffen, darunter Karnevals-Altmeister Ludwig Sebus. Er erinnert sich an Zik: „Zik habe ich zum ersten Mal im Karneval getroffen. Der Karneval ist bunt, aber Zik stach trotzdem wie ein bunter Hund heraus. Ich habe ihn wirklich schätzen gelernt. Ich habe ihm immer im Spaß gesagt: Du bist wir ein Juwel, nur mit Fassung zu tragen.“

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Ludwig Sebus

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