Kommentar Krieg in der Ukraine: Was sich Kölner Jecke jetzt verkneifen sollten

Altstädter eröffnen die Session auf dem Alter Markt in Köln.

Die Altstädter haben am 24. Februar 2022 auf dem Alter Markt die Session eröffnet.

Karneval und Krieg – passt das zusammen? Jede Seite sollte jetzt Verständnis für die andere haben, meint unser Autor. Der EXPRESS.de-Kommentar.

Karneval feiern oder nicht? Die Jecke stehen mitten in der Corona-Krise vor dieser Frage angesichts der kriegerischen Handlungen in der Ukraine.

Was jetzt oberstes Gebot sein sollte: Verständnis!

Verständnis für diejenigen, die angesichts eines Krieges in Europa nicht feiern möchten. Anfeindungen in den Netzwerken und Vorwürfe des „Gutmenschentums“ sind einfach fehl am Platze.

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Andersrum gilt das genauso: Wer angesichts der vergangenen 24 Monate in der Pandemie ein paar schöne und sichere Stunden im Kölner Karneval verbringen möchte, sollte das auch ohne Gewissensbisse erleben dürfen. Und ohne Anfeindungen.

Köln: Verständnis für Entscheidung

Das gilt auch für das Kölner Festkomitee: Auch wenn das Fest an Rosenmontag im Stadion stattgefunden hätte, hätte man diese Entscheidung nicht verteufeln dürfen und genauso akzeptieren müssen wie die Absage, die mittlerweile offiziell ist.

Das Letzte, was der arg gebeutelte Kölner Karneval jetzt gebrauchen kann, sind weitere Spaltungen. Niemandem ist damit geholfen, dass die ohnehin durch Corona entstandenen Risse jetzt noch viel tiefer gehen.

Köln braucht jetzt einen Schulterschluss mit viel Jeföhl und Zusammenhalt. Und ganz viel Verständnis für die jeweils individuellen Gewissens-Entscheidungen des Gegenübers. Eben: Jeder Jeck ist anders. Deshalb sollte man sich genau überlegen, ob man sich Kommentare in die ein oder andere Richtung auf den sozialen Netzwerken nicht einfach mal verkneifen sollte.

Denn: Jeder hätte sich gewünscht, dass dieses Fest unter anderen Umständen gefeiert werden kann. Das ist frustrierend. Aber Köln sollte das Beste daraus machen – jeder auf seine eigene Art. „Zesamme“ ist die Stärke dieser Stadt. Packen wir es an.

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