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KarnevalCorona, Krieg und viele Diskussionen: So lief Weiberfastnacht in Köln

Weiberfastnacht 2022 in Köln war geprägt von den Diskussionen um den Ukraine-Krieg, aber auch von Erleichterung, trotz Corona endlich wieder feiern zu können? Der EXPRESS.de-Ticker zum Nachlesen.

Was den Jecken 2021 noch verwehrt blieb, war an Weiberfastnacht (24. Februar) wieder möglich, wenn auch unter strengen Corona-Regeln: Der Straßenkarneval ist zurück. Während es in der Altstadt recht ruhig blieb, war auf der Partymeile Zülpicher Straße mit zwischenzeitlich etwa 15.000 Menschen viel los.

Doch der Start in den Karneval war vor allem geprägt von Ungewissheiten: Wie würden die Feierlichkeiten ablaufen, auch im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine? Würden sich die Feiernden an die Corona-Regeln halten? Und wie viel Karneval steckt wirklich schon in der 2022er-Version mit angezogener Pandemie-Handbremse?

Im EXPRESS.de-Ticker können sie den Verlauf am Donnerstag noch einmal nachlesen!

  • 19.10 Uhr: Laut einer ersten Bilanz wurden drei Mitarbeiter des Ordnungsamts beim Einsatz auf der Zülpicher Straße verletzt. Sie waren von mehreren Frauen  um Hilfe gebeten worden, weil diese sich sexuell belästigt fühlten. Das teilte die Stadt mit. Ein Mann soll nach Angaben der Stadt um sich und auf die Ordnungskräfte eingeschlagen haben. Dadurch wurde ein Mitarbeiter so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Er ist zunächst dienstunfähig. Seine beiden Kollegen trugen Schürfwunden davon. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Ihn erwarten mehrere Strafanzeigen.
  • 18.29 Uhr: Die Polizei meldet, dass die Entlastungsflächen inzwischen so gut wie leer sind. Auf der Zülpicher Straße ist es aber noch voll. Einige Jecken, die über die Stränge geschlagen haben, wurden in Gewahrsam genommen. „Wir gehen davon aus, dass wir noch bis weit in die Nacht im Einsatz sind“, so ein Polizeisprecher.
  • 18.13 Uhr: Laut einer vorläufigen Bilanz der Stadt feierten auf der Zülpicher Straße gegen 16 Uhr rund 15.000 meist junge Menschen, etwa 10.000 hielten sich auf den Entlastungsflächen auf. Drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes wurden im Zülpicher Viertel verletzt. Mehrere junge Frauen hatten sie um Hilfe gebeten, weil sie sich sexuell belästigt fühlten. Darauf angesprochen, prügelte der betreffende Mann auf die Ordnungskräfte ein.
  • 17.58 Uhr: Die Stadt gibt bekannt, dass der traditionelle Empfang der Oberbürgermeisterin für Jan und Griet vom Reiter-Korps Jan von Werth e. V. 1925 am Karnevalsfreitag abgesagt werden muss. Grund sei ein Corona-Fall aus dem Kreise der Aktiven.
  • 17.05 Uhr: Unwetterwarnung für Köln: Es drohen Gewitter mit Orkanböen von bis zu 100 Stundenkilometern. Die Stadt Köln fordert deshalb alle Feiernden auf, die öffentlichen Bereiche zu verlassen.
  • 16.31 Uhr: Laut Polizei ist mit steigendem Alkoholpegel auch das Gewaltpotenzial gestiegen. Man würde erste Körperverletzungsdelikte, Diebstähle und sexuelle Belästigungen verzeichnen, so ein Sprecher.
  • 16.02 Uhr: Bei der Bürgergarde im Alten Wartesaal heizt Aluis den Jecken, die an Tischen feiern, mächtig ein.
  • 15.58 Uhr: Im Rhein-Energie-Stadion feiert die Kölnische KG ihren Harlekin-Familientag mit 400 Gästen unter der Westtribüne.
  • 14.32 Uhr: Das Zülpicher Viertel ist wegen Auslastung geschlossen worden. Feiernde werden unter anderem auf großen Leinwänden auf die Schließung hingewiesen.
  • 14.23 Uhr: Wie die Polizei gegenüber EXPRESS.de bestätigt, werden die Einsätze am Nachmittag mehr. Damit war im Vorhinein gerechnet worden, vor allem Alkohol macht einige Feiernde aggressiver. Aber alles spiele sich im Rahmen ab, teilte ein Sprecher mit.
  • 14.20 Uhr: Jecke, zeigt euch großzügig! Die Roten Funken nutzen Weiberfastnacht, um mit der Kötterbuchse für ihr soziales Projekt zu sammeln. Unter anderem sind sie auf der Breite Straße unterwegs.
  • 13.57 Uhr: Super Stimmung bei der Großen Braunsfelder im Pullmann. Rund 700 Jecke feiern unter 2G-plus-Bedingungen. Einziger Wermutstropfen: Leider sind fünf Programmausfälle zu verzeichnen.
  • 13.44 Uhr: Es gibt Neuigkeiten in Sachen Karneval im TV: Das ZDF sendet heute die Mädchensitzung nicht. Die bereits im Januar aufgezeichnete Sitzung im Tanzbrunnen hätte um 20.15 Uhr laufen sollen, wird aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine aber nicht ausgestrahlt. Die Sitzung ist jedoch in der Mediathek abrufbar.
  • 13.43 Uhr: Und die nächste Hiobsbotschaft der kölschen Bands: Auch bei LUPO ist Corona ausgebrochen – alle Auftritte (insgesamt 18) sind über die jecken Tage abgesagt worden.
  • 12.52 Uhr: Als hätte Karneval mit Corona und Krieg nicht schon genug Hürden zu überwinden! Jetzt auch noch das: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, sind Sturmböen der Stufen 2 bis 4 im Anmarsch auf Köln, es wurde eine amtliche Sturmwarnung ausgesprochen. Ab 15 Uhr sollen die Böen deutlich zu spüren sein, bis etwa 19 Uhr. Gewarnt wird vor allem vor herumfliegenden Ästen und fallenden Gegenständen.
  • 12.40 Uhr: Frank Markus, Gastronom im „Dom im Stapelhaus“, wundert sich über die Ruhe in der Altstadt. „Heute ist ja gar nichts los. Echt tote Hose hier. Vom Heumarkt kommt auch keiner nach, um in den Kneipen zu feiern. Ich vermute, dass das eher noch an Corona liegt, als am Wetter oder dem Krieg in der Ukraine. Das ist meine zwölfte Session in der Altstadt, sowas hab ich noch nicht gesehen.“
  • 12.35 Uhr: Wie die Stadt Köln mitteilt, hat sich die Zülpicher Straße mittlerweile so gut gefüllt, dass erste Zugänge dorthin geschlossen und Entlastungsflächen an den Uniwiesen geöffnet. Dorthin sollen Feiernde jetzt „umgeleitet“ werden.
  • 12.25 Uhr: Für die Fans der kölschen Bands kommt es an Karneval 2022 knüppeldick. Neben den Höhnern und den Räubern (Meldungen siehe unten) müssen nun auch die Paveier ihre Auftritte an Karneval ad acta legen: Sänger Sven Welter ist am Donnerstag positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Es tue der Band „im Herzen weh“, aber Auftritte seien bis auf Weiteres unmöglich.
  • 12.24 Uhr: Ein erstes Fazit zu Weiberfastnacht 2022 steht bereits: Schon jetzt kann man dieses Jahr als „Karneval light“ bezeichnen. Außer im Jahr 2021 (wegen Corona) war es wohl an Weiberfastnacht noch nie so leer in der Altstadt. Auch der Fischmarkt und die Gassen in der Altstadt sind recht leer.
  • 11.49 Uhr: In Sachen Höhner sind mittlerweile Details bekannt: Zwei Bandmitglieder sind positiv getestet. Da die Band am Wochenende noch zusammen, möglicherweise sogar noch mehr. Zahlreiche Auftritte der Band in den nächsten Tagen müssen abgesagt werden. Besonders traurig für Henning Krautmacher, der am Donnerstag sein letztes Weiberfastnacht als Mitglied der Band gefeiert hätte.
  • 11.11 Uhr: „Wir schunkeln nicht an den Sorgen der Menschen vorbei. Aber wir lassen uns auch nicht die Grenzen des Frohsinns von Menschen bestimmen, die Freiheit und Frieden mit Füßen treten", sagte Jungfrau Gerdemie (Björn Braun) am Alter Markt in Bezug auf die russischen Angriffe auf die Ukraine. Er rief die Karnevalisten zu einem Alaaf auf, „das man wirklich überall hört“.
  • 11.11 Uhr: Alaaf – wenn auch aufgrund des Krieges in der Ukraine etwas leiser! Der Straßenkarneval ist offiziell eröffnet.
  • 11.08 Uhr: Nach der Absage der Höhner am frühen Morgen erwischt es jetzt die nächste Kölner Band: Auch die Räuber müssen wegen eines Corona-Falls alle Auftritte absagen. „Leider müssen wir bis einschließlich Rosenmontag alle Auftritte absagen, aber wir sind im Herzen bei euch“, so die Band.
  • 11.02 Uhr: Ein erster Blick auf die Zülpicher Straße zeigt: Die Kölner Feiermeile an den jecken Tagen ist gut besucht! Die Feiernden trotzen sogar dem unsicheren Wetter und einigen Regentropfen. Es herrscht gute Stimmung, insgesamt erscheint die Straße aber zumindest leerer als an normalen Weiberfastnachts-Tagen. Die Polizei ist sehr präsent.
  • 10.51 Uhr: Die Band Herriemenie Miserabel hat den Bahnhofsvorplatz zu einem Konzertgelände gemacht. Sie spielen Karnevalssongs, zu denen die jecke Menge abgeht.
  • 10.32 Uhr: Mittlerweile hat sich auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zum Ukraine-Krieg und Karneval geäußert. Beim Empfang des Festkomitees im Rathaus sagte Reker: „Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind heute vor allem bei den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine. Uns ist heute nicht nach Feiern zu Mute. Aber weder ich noch das Festkomitee können oder wollen Karneval absagen. Die Kneipen schließen oder eine Ausgangssperre verhängen, das müsste ohnehin der Landesgesetzgeber tun.“
  • Reker weiter: „Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden, ob er oder sie angesichts dieser Situation feiern möchte.“
  • Für das Dreigestirn selbst wurde es emotional, bei Prinz Sven flossen auf der Bühne im Rathaus sogar Tränen Jungfrau Gerdemie: „Es war nicht immer einfach, aber es war uns eine Ehre.“ Das Dreigestirn war wegen der Corona-Pandemie sowohl 2021 als auch 2022 in Amt und Würden, hat eine dritte Session aber bereits kategorisch ausgeschlossen.
  • 09.55 Uhr: Die Nippeser Bürgerwehr eröffnet zum 60. Mal auf dem Wilhelmplatz in Nippes den Straßenkarneval. Präsident Michael Gerhold hat unter anderem das Dreigestirn zu Gast.
  • 09.40 Uhr: Auf dem Alter Markt haben die Altstädter die Session eröffnet. Vor allem Präsident Hans Kölschbach freut sich nach eigener Aussage sehr, dass es endlich mal wieder losgehen kann.
  • 09.39 Uhr: In der Ukraine herrscht seit der Nacht auf Donnerstag endgültig Krieg. Ist Karneval feiern trotzdem in Ordnung? Oder werden sogar Teile des Karnevals abgesagt? Das Festkomitee Kölner Karneval hat sich dazu nun öffentlich geäußert.
  • 09.01 Uhr: So lässt es sich leben! Manni und Petra haben sich auf dem Alter Markt einen Logenplatz gesichert. „Heißer Kaffee und ein toller Blick auf die Leinwand der Jeck-Arena“, sagt Manni. Perfekt!
  • 08.45 Uhr: Die Lage auf dem Heumarkt ist noch ruhig. Das wird sich in den kommenden Stunden aber ändern.
  • 08.21 Uhr: In knapp einem Jahr, am 16. Februar 2023, ist schon wieder Weiberfastnacht! Dann steigt im Rhein-Energie-Stadion in Köln-Müngersdorf die XXL-Party Karneball mit 50.000 Jecken in der Arena!
  • Und dafür wird ordentlich Star-Power aus Köln aufgefahren: Brings, Kasalla, Cat Ballou, Querbeat, Bläck Fööss, Miljö, Höhner, Paveier, Klüngelköpp, Lupo und die Grüngürtelrosen – alle werden mit dabei sein.
  • 07.50 Uhr: Weiberfastnacht beginnt mit einem Paukenschlag musikalischer Art! Kurzfristig müssen die Höhner wegen eines Corona-Falls ihre Auftritte absagen. Um 11.30 Uhr hätten sie unter anderem bei der Eröffnung der Altstädter am Alter Markt auf der Bühne gestanden. Ob ein Band-Mitglied infiziert ist oder jemand aus dem Umfeld der Höhner, ist bisher nicht bekannt.
  • 07.44 Uhr: Unsicher bezüglich der Regeln, wie wegen Corona an Karneval in Köln gelten? Unser Artikel zum Thema gibt einen Überblick, was vor allem Feiernde beachten müssen!
  • 07.40 Uhr: Sie wollen an Karneval lieber shoppen als feiern? Das können Sie! Weil die Innenstadt nicht wie sonst durch den Rosenmontagszug und andere Veranstaltungen besetzt ist, sind die Geschäfte in den Haupteinkaufsstraßen der Innenstadt wie Hohe Straße und Schildergasse von Weiberfastnacht bis Rosenmontag weitestgehend normal geöffnet. Das teilte das Stadtmarketing Köln nach einer Umfrage unter den Händlern mit.
  • 07.36 Uhr: Übrigens: Während heute auf den Straßen Kölns gefeiert wird, laufen im Hintergrund natürlich schon die Vorbereitungen für das Rosenmontagsfest im Rhein-Energie-Stadion. Dort wird es am Montag (28. Februar) die Ersatz-Veranstaltung für den traditionellen Rosenmontagszug geben.
  • 07.31 Uhr: Alaaf, ihr Jecken! Köln startet in einen „Weiber-Donnerstag“ der etwas anderen Art. Noch mehr als dreieinhalb Stunden bis 11.11 Uhr, aber schon jetzt ist ein bisschen Weiberfastnacht-Feeling in der Stadt zu spüren!