Residenz am Dom Rührende Szenen: Als Kölner Verein kommt, fließen die Tränen

Das Reiterkorps Jan von Werth steht mit dem Spielmannszug der KG Kallendresser in der Residenz am Dom in Köln

Das Reiterkoprs Jan von Werth mit der KG Kallendresser in der Residenz am Dom.

Das Reiterkorps Jan von Werth besuchte die Residenz am Dom: Liesel Müser war vor 50 Jahren die erste weibliche Griet.

Die Kraft des Kölner Karnevals – in der Residenz am Dom war sie einmal mehr deutlich zu spüren. Denn das Reiterkorps Jan von Werth erinnerte sich an eine Frau, die vor genau 50 Jahren einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte gesetzt hat: Liesel Müser.

Köln: Liesel Müser war 1972 erste weibliche Griet bei Jan von Werth

Die heute immer noch rüstige Liesel war es, die vor einem halben Jahrhundert erstmals als Frau die Figur der Griet des Jan und Griet-Paares verkörperte. Bis zu diesem Zeitpunkt schlüpfte seit 1935 immer ein Mann in die Rolle der Frau. Und: Der damalige Oberbürgermeister Theo Burauen empfing 1972 erstmals das Paar des Reiterkorps im Rathaus in Köln – bis heute gelebte Sitte am Karnevalsfreitag.

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So viel Tradition – da rückte das Korps mit Kommandant Frank Breuer natürlich coronakonform in Top-Besetzung an – und es flossen ein paar Tränchen. „Wir sind heute gekommen, um dir zum 50-jährigen Griet-Jubiläum zu gratulieren und danke zu sagen für eine Familie, die mit dem ganzen Herzen unser Reiterkorps lebt und unterstützt“, so Breuer. Das aktuelle Jan und Griet-Paar Karl-Heinz und Sabine Wührer brachte zudem Apfelgelee mit.

Jan und Griet beschenkten Liesel Müser (r.) mit Apfelgelee

Jan und Griet beschenkten Jubilarin Liesel Müser (r.).

Es wurde ganz emotional: Der Spielmannszug des Jan von Werth, die KG Kallendresser, setzte im Innenhof an, um alte Klassiker zu spielen. Als die Bewohner die Gassenhauer von Bläck Fööss und Co. hörten, traten sie an die Balkone, schunkelten mit und freuten sich über die schöne Abwechslung.

Ebenso wie Jubilarin Liesel Müser: „Was für eine schöne Überraschung. Ich bin sehr stolz, ein Teil des Reiterkorps bis heute sein zu dürfen. Umso mehr macht es mich stolz, nicht vergessen zu werden. Auch wenn es schon ein halbes Jahrhundert zurückliegt, dass ich mit meinem Mann das Jan und Griet-Paar darstellen durfte. Erinnerungen, die ich mein ganzes Leben nicht vergessen werde – danke.“ So schön!

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