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Für Toleranz und Weltoffenheit Kölsche Jecke senden mit drei Ehrungen klares Signal

Lino Hammer umgegben von Jecken der StattGarde.

Captain’s Dinner: Lino Hammer (2.v.r.) nahm stellvertretend für den Verein „anyway“ den Hans-David-Tobar-Preis im Theater am Tanzbrunnen entgegen.

Alles hät sing Zick: Drei Ehrungen standen im Kölner Karneval an, mit denen Preisträger wohl nicht gerechnet hatten.

Köln. Nach dem 11.11. ist erst mal Ruhe, was das karnevalistische Treiben in Köln anbetrifft. Mitnichten: Eine Vielzahl von kleineren Veranstaltungen ist in den vergangenen Tagen über die Bühne gegangen. EXPRESS.de berichtet dabei vor allem über die kleinen, emotionalen Momente des Fasteleers.

Zum Beispiel die Verleihung des Bürgerordens der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums an die kölschen Kippa Köpp. Die Laudatio im Gürzenich hielt der Geschäftsführer Dr. Philipp Hoffmann.

Karneval in Köln: Bürgerorden für die kölschen Kippa Köpp

„Die  Kippa Köpp haben durch ihrer Gründung 2017 eine seit 1933 bestehende Lücke im Kölner Karneval geschlossen. Ihre Arbeit ist ein starkes Zeichen gegen das Vergessen und für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft“, so Hoffmann. Das Arrangement des Vereins – der weltweit einzige jüdische Karnevalsverein sei gerade in Zeiten von Antisemitismus, Hass und Gewalt, nicht hoch genug zu würdigen.

Zuvor wurde Bernhard Conin einstimmig von den Mitgliedern im Amt des Vorsitzenden der Freunde und Förderer des kölnischen Brauchtums bestätigt.

Carlos Levy präsentiert den Orden, neben ihm steht Bernhard Conin.

Bernhard Conin (l.) verlieh den Bürgerorden an den Ehrenpräsidenten der kölschen Kippa Köpp, Carlos Levy.

Auch die Nippeser Bürgerwehr verlieh einen traditionellen Preis: den Goldenen Kappes 2021. Standesgemäß im Stammlokal „Em Golde Kappes" überraschten die Jecken um Präsident Michael Gerhold Udo Müller vom Hänneschen-Theater. Kein geringerer als Redner-Legende Fritz Schopps hielt die Laudatio auf den stellvertretenden Intendanten. 

Nippeser Bürgerwehr: Fritz Schopps hält Laudatio auf Uwe Müller

Fritz Schopps: „Wer den Menschen in Köln über 200 Jahre, das Lachen, Singen und Feiern nah bringt und der dann noch im Lockdown der Pandemie in einzigartiger Regie einen zu Herzen gehenden 70 Meter langen Rosenmontagszug besticht, über den man in Köln bestimmt in ein paar hundert Jahren noch spricht, der hat diesen Preis verdient.“

Fritz Schopps, Udo Müller und Michael Gerhold schauen in die Kamera

Strahlemänner: Fritz Schopps, Udo Müller und Michael Gerhold (v.l.) im Stammlokal der Nippeser Bürgerwehr, „Em Golde Kappes".

Die StattGarde Colonia Ahoj startet mit ihrem legendären „Captain's Dinner“  in die Session. Rund 1000 Gäste begrüßte Präsident André Schulze Isfort mit seiner Crew. Neben Stargast Sydney Youngblood („Sit and Wait“), sorgten unter anderem Martin Schopps, Klüngelköpp und die Bläck Fööss für Stimmung.

Highlight des Galaabends im Theater im Tanzbrunnen, war die Verleihung des Hans-David Tobar-Preis an den Verein „anyway e.V.“ Stellvertretend für den Vorstand nahm Lino Hammer den Preis entgegen. 1998 wurde erstmals ein Jugendzentrum für die LGBTI-Community gegründet. Seit über 22 Jahren besteht nunmehr diese wichtige Institution.

Mit dem Hans-David-Tobar-Preis möchte die Garde Kölner Karnevalisten oder Bürger ehren, die sich herausragend für Integration, Gleichberechtigung, Toleranz und Vielfalt in Köln stark machen. Hans David Tobar (1880 - 1956) war ein Kölner Karnevalist („Dä verdötschte Jüdd“), der gemeinsam mit Willi Ostermann und anderen Größen seiner Zeit weit über die Grenzen Kölns bekannt war. 1939 musste er vor den Nazis fliehen. Er emigrierte nach New York. (dd/jan)

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