Die Deutsche Bank schließt weitere Filialen in Köln.
KahlschlagDeutsche Bank macht jede zweite Filiale in Köln dicht

Copyright: Arton Krasniqi
Die Filiale der Deutschen Bank an der Aachener Straße in Köln-Braunsfeld wird zu einem Private Banking Center umgewandelt.
Die Deutsche Bank setzt den Rotstift an und verkleinert ihr Filialnetz in Köln und dem Umland weiter.
Das größte deutsche Kreditinstitut bestätigte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Dienstag entsprechende Informationen. Demzufolge werden in Kürze sechs Niederlassungen des Geldhauses in der Domstadt und der Umgebung geschlossen.
Nur noch drei Deutsche-Bank-Filialen in Köln
Obwohl die Pläne zur Schließung von Filialen bereits aus dem Jahr 2024 stammen, wurde erst jetzt öffentlich, welche Standorte genau betroffen sind. Die Filiale in Köln-Rodenkirchen ist bereits seit dem 5. Dezember geschlossen, während Köln-Braunsfeld und Köln-Porz am 20. Februar folgen werden.
Die Standorte in Rodenkirchen und Braunsfeld werden zu sogenannten Private-Banking-Centern umgestaltet. Dort fokussiert sich die Deutsche Bank auf Vermögensverwaltung und Anlageberatung für wohlhabende Kunden und Kundinnen, bietet aber wesentliche Dienstleistungen einer klassischen Bankfiliale nicht mehr an. Ausgeschlossen sind typische Services wie Kontowechsel, einfache Bargeldservices ohne Geldautomaten oder Basis-Baufinanzierungen.
Das Geldinstitut selbst spricht nicht von einer Schließung, sondern von einer Zusammenlegung. Damit halbiert die Deutsche Bank die Anzahl ihrer Filialen im Kölner Stadtgebiet. Einem Sprecher zufolge bleiben neben den genannten Private-Banking-Centern nur noch die regulären Standorte am Andreaskloster (An den Dominikanern) in der Nähe des Doms sowie die Filialen am Hohenzollernring und im Stadtteil Lindenthal.
Laut einem Banksprecher wurden die betroffenen Kunden und Kundinnen bereits über die Schließungen in Kenntnis gesetzt. „Filialen bleiben im Omnikanalmodell der Deutschen Bank weiter ein wichtiger Baustein, da sie Kunden gemeinsam mit den Videoberatungscentern für die persönliche Beratung zur Verfügung stehen“, äußerte sich ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage. Zusätzlich investiere die Bank in die Digitalisierung und habe für die zweite Jahreshälfte 2026 die Einführung eines digitalen, KI-gestützten Assistenten angekündigt.
Schließungen auch in Monheim, Dormagen und Langenfeld
Auch im Kölner Umland wird das Filialnetz der Deutschen Bank kleiner. Die Niederlassung in Dormagen im Rhein-Kreis Neuss hatte am 5. Februar ihren letzten Öffnungstag. Viele Kunden und Kundinnen, die an diesem Tag vor Ort waren, zeigten im Kassenraum großen Unmut über die Schließung. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bank sowie Schilder wiesen darauf hin, dass die Filiale in Neuss künftig zuständig ist. Diese ist von Dormagen aus mit dem Auto in 25 Minuten und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in 50 Minuten zu erreichen.
Im benachbarten Kreis Mettmann kommt es ebenfalls zu Schließungen von Bankfilialen. Die Deutsche-Bank-Filiale in Langenfeld wurde am 6. Februar geschlossen und ebenfalls in ein Private-Banking-Center ohne Kasse oder Geldautomat umgewandelt. Auch die Niederlassung in Monheim wurde am 16. Januar geschlossen. Die Bank spricht von einer Zusammenlegung mit Langenfeld, was für viele Kunden und Kundinnen angesichts der fehlenden Funktionen ein schwieriger Kompromiss sein dürfte.
Zwei Postbank-Niederlassungen fallen weg
Schon im Jahr 2024 hatte die Deutsche Bank angekündigt, das Filialnetz ihrer Tochter Postbank erheblich zu reduzieren. In NRW gab es Ende 2025 laut Unternehmensangaben insgesamt 74 Postbank-Filialen. Zukünftig sollen es 65 sein, davon 25 als reine Beratungsfilialen. In Köln hatte die Postbank Ende 2025 insgesamt acht Filialen, künftig werden es sechs sein, davon drei Beratungsfilialen. Unter einer Beratungsfiliale versteht die Postbank einen Standort ohne zusätzliches Postgeschäft.
Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ wurde nun erstmals bekannt, welche Standorte betroffen sind.
Die Filiale an der Venloer Straße 231b ist ab dem 31. März geschlossen, für die Filiale an der Robertstraße 2 in Köln-Kalk ist dies für das zweite Quartal 2026 geplant, so ein Sprecher der Bank. Die Filiale an der Josefstraße 20 in Porz wird im zweiten Quartal 2026 in eine Beratungsfiliale umgewandelt, was bei den Filialen an der Wilhelmstraße 56-58 in Nippes und an der Geibelstraße 29-31 in Lindenthal bereits geschehen ist.
Unverändert mit Postdienstleistungen bleiben die Filialen Breite Straße 6-26 (Innenstadt), Bonner Straße 351 (Bayenthal) und Clevischer Ring 9 (Mülheim) erhalten.
Die Zahl der Bankniederlassungen in Deutschland ist bereits seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig. Das betrifft alle Bereiche des Kreditwesens, also neben Privatbanken wie der Deutschen Bank oder Commerzbank auch die Genossenschaftsbanken. Die Volksbank Köln-Bonn hatte 2023 acht Niederlassungen geschlossen. Auch die Zahl der Sparkassen-Filialen im Rheinland ist gesunken, und die beiden Kölner Sparkassen haben ebenfalls Standorte aufgegeben und setzen auf Filialbusse. (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

