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Kölner WeihnachtsmarktRapper beteiligt – jetzt setzen Anwälte die Stadt unter Druck

Rapper Sidp (kl. Foto) ist seit zwei Jahren am Weihnachtsmarkt auf dem Rocalliplatz beteiligt. Das sorgt für Diskussionen.

Rapper Sidp (kl. Foto) ist seit zwei Jahren am Weihnachtsmarkt auf dem Rocalliplatz beteiligt. Das sorgt für Diskussionen.

Rapper Sido aus Berlin ist am Kölner Weihnachtsmarkt beteiligt. Diese Nachricht hat für Aufsehen gesorgt. Jetzt fordern Anwälte, dass das laufende Ausschreibungsverfahren gestoppt wird.

Kippt jetzt das gesamte Vergabeverfahren um den Weihnachtsmarkt am Roncalliplatz?

Denn jetzt feuern Rechtsanwälte gegen die Stadt Köln mit Rügen, nachdem EXPRESS.de vergangene Woche enthüllt hatte, dass der vorbestrafte Berliner Rapper Sido (bürgerlich Paul Würdig) Anteile am Weihnachtsmarkt hält und weiter bei der Vergabe der Konzession mitmischt.

Konzessionsvergabe für Kölner Weihnachtsmarkt: Ist Sido geeignet?

Über verschiedene Firmen war Sido bereits bei den beiden vergangenen Weihnachtsmärkten beteiligt – über Monika Flocke, die mit der „Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH“ jahrelang den Weihnachtsmarkt am Roncalliplatz ausrichtete. Ein Millionen-Geschäft, an dem auch andere Unternehmer gern verdienen würden. Als jetzt die Konzessionsvergabe für die Jahre 2026 bis 2030 anstand, bewarben sich neben Monika Flocke fünf weitere Unternehmer um den Zuschlag.

Sie alle waren überrascht, als sie nun erfuhren, dass ausgerechnet Sido, der in Berlin selbst einen Weihnachtsmarkt veranstaltet, auch in Köln aktiv ist. Weil sie der Meinung sind, dass der Rapper laut Ausschreibung der Stadt Köln nicht geeignet ist, am Markt neben dem Hohen Dom mitzumischen, klagen sie nun mit ihren Anwälten.

Dem EXPRESS liegt das Schreiben der renommierten Kölner Kanzlei Lenz & Johlen vor. Sie vertritt unter anderem die Interessen des ehemaligen Bauern des Dreigestirns von 2009, Bernd Tschirschnitz.

In dem Schreiben an das Kölner Rechtsamt heißt es: „Die Stadt Köln muss hier nicht nur prüfen, ob diese Vorgaben durch die Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH „auf dem Papier“ mit dem eingereichten Konzept erfüllt werden, sondern auch, ob zu erwarten ist, dass dies in der tatsächlichen Abwicklung des Weihnachtsmarkts eingehalten wird. Denn es dürfte in der Natur der Sache liegen, dass die Beteiligung kontroversen Person nicht ins „Rampenlicht“ gerückt werden soll. In der Vergangenheit hat es sich bereits gezeigt, dass Herr Würdig persönlich Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung genommen hat, indem er 20.000 Glühweintassen für den Kölner Weihnachtsmarkt am Kölner Dom zur Verfügung gestellt und vertrieben hat. Diese Tassen enthielten fragwürdige und für einen solch andächtigen Weihnachtsmarkt verfehlte sowie anzügliche Darstellungen.“

Die Sido-Tasse wurde 2024 auf dem Weihnachtsmarkt verteilt. Sie ist in Augen der Kritiker anstößig.

So sieht die Glühwein-Tasse des Berliner Rappers Sido aus: Neben einem fliegenden Penis ist auch ein Astronaut zu sehen, der einen Glasbong in der Hand hält - wie ihn Konsumenten von Cannabis benutzen.

Und die Anwälte befürchten: „Daneben besteht die Gefahr, dass aufgrund des Bekanntwerdens dieser Verknüpfungen die Stadt Köln, die Hohe Dom Kirche und der Kölner Weihnachtsmarkt am Kölner Dom einen Reputationsschaden erleiden wird, was schwerlich mit der geforderten Würdigung vereinbar ist und im Rahmen der Wertung ebenfalls zu berücksichtigen wäre.“

Weihnachtsmarkt am Roncalliplatz in Gefahr

Daher kritisieren die Juristen: „In der Sache rügen wir den bislang nicht erfolgten Ausschluss der Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH aus dem Vergabeverfahren trotz mangelnder Eignung und fehlender Erfüllung der an die Konzepte aufgestellten Anforderungen.“

Wie EXPRESS.de erfuhr, hat auch Ralf Schlegelmilch, Präsident der Willi Ostermann Gesellschaft, die Kanzlei von Professor Dr. Rolf Bietmann beauftragt, juristisch gegen die Umstände für einen möglichen Zuschlag an die „Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH“ vorzugehen.

Daher steht die Stadtverwaltung nun massiv unter Druck und muss zeitnahe entscheiden, ob die Vergabe komplett neu durchgeführt wird – und die „Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH“ weiterhin dabei ist oder ausgeschlossen wird. Es droht also ein langwieriger Rechtsstreit. Mit der Gefahr, dass der Weihnachtsmarkt am Roncalliplatz in diesem Jahr nicht stattfinden könnte.

Torsten Burmester auf der Bühne der Lanxess-Arena.

Jecke Ecke

„Bob der Burmester“ schunkelt auf Arena-Bühne